Ich erinnere mich noch genau an meine erste Nacht in Harran: Taschenlampe aus, Herzrasen, und irgendwo unter mir das Kreischen eines Volatile. Dying Light hat mich damals gepackt wie kaum ein anderes Zombiespiel, und auch heute noch macht kaum ein Titel das Rennen über Dächer so befriedigend. Techland hat hier aus den Erfahrungen mit Dead Island etwas wirklich Eigenes gebaut.

Bewertung und Fazit

Klick auf einen Kreis, um die Begründung zu sehen.

Dying Light ist für mich bis heute eines der besten Zombiespiele überhaupt. Das Parkour-System macht jede Strecke durch Harran zum kleinen Abenteuer, und der Wechsel zwischen Tag und Nacht sorgt für eine Spannung, die ich in anderen Open-World-Spielen oft vermisse. Gerade im Koop mit bis zu vier Freunden entstehen Momente, über die wir noch Tage später reden.

Perfekt ist das Spiel nicht: Die Hauptstory um Kyle Crane ist vorhersehbar und voller Klischees, und die Waffenhaltbarkeit nervt am Anfang. Wer aber Bewegung, Atmosphäre und eine riesige Menge an Nebenaufgaben sucht, bekommt hier auch Jahre nach Release noch ein großartiges Paket, besonders zusammen mit der Erweiterung The Following.

Was uns gefallen hat

  • ✅ Flüssiges, enorm befriedigendes Parkour-System
  • ✅ Nächte mit Volatiles sorgen für echte Panik
  • ✅ Koop für bis zu vier Spieler macht riesig Spaß

Was uns gestört hat

  • ❌ Hauptstory voller Klischees und vorhersehbar
  • ❌ Waffen gehen am Anfang sehr schnell kaputt
  • ❌ Schusswaffen-Passagen wirken aufgesetzt

Unsere Gesamtwertung für Dying Light: 85 %

Harran: Eine Stadt im Ausnahmezustand

Als Undercover-Agent Kyle Crane landet ihr in der abgeriegelten Stadt Harran, in der ein Virus die Bevölkerung in Untote verwandelt hat. Eigentlich sollt ihr nur eine Akte bergen, doch schon nach wenigen Minuten werdet ihr selbst infiziert und seid auf die Überlebenden im Turm angewiesen. Die Slums und später die Altstadt sind voller Details, kleiner Geschichten und versteckter Easter Eggs.

Die Hauptgeschichte selbst bleibt leider eher Standardkost. Der Bösewicht Rais erfüllt fast jedes Klischee, und viele Wendungen sieht man lange kommen. Viel stärker sind die Nebenaufgaben: Da sammle ich schon mal Malkreide für gelangweilte Kinder oder helfe schrägen Typen mit absurden Problemen, und genau diese Geschichten machen Harran lebendig.

Dying Light – Waffen-Crafting
Gebastelte Waffen mit Feuer- und Elektroschaden.

Dying Light und das Parkour-Gefühl

Das Herzstück von Dying Light ist die Bewegung. Ich klettere an Fassaden hoch, springe über Markisen und nutze Zombies als Sprungbrett, und das alles fühlt sich in der Ego-Perspektive erstaunlich flüssig an. Später kommt noch ein Greifhaken dazu, mit dem ich wie ein Spider-Man der Apokalypse durch die Stadt schwinge.

Das Skillsystem ist clever in Agilität, Kraft und Überleben aufgeteilt. Wer viel läuft und klettert, wird darin besser, wer kämpft, schaltet neue Angriffe frei. So merke ich nach wenigen Stunden deutlich, wie aus dem hilflosen Neuling ein echter Läufer wird, und genau dieses Gefühl von Fortschritt motiviert enorm.

Dying Light – Zombie-Horde auf der Straße
Horden blockieren regelmäßig die Wege.

Tag, Nacht und die Volatiles

Tagsüber sind die Beißer langsam und eher lästig als gefährlich. Sobald aber die Sonne untergeht, kriechen die Volatiles aus ihren Verstecken, und Dying Light verwandelt sich in ein Schleich- und Fluchtspiel. Jede Verfolgungsjagd zurück zum nächsten Safe House ist pure Adrenalin, und mutige Läufer werden in der Nacht mit doppelten Erfahrungspunkten belohnt.

Der Nahkampf ist brutal und wuchtig, die vielen Bastelrezepte erlauben Feuer-, Gift- oder Elektroschaden. Weniger gelungen sind die Passagen mit Schusswaffen, die sich gegen menschliche Gegner etwas steif anfühlen. Im Koop mit bis zu vier Spielern relativiert sich das aber schnell, weil dann einfach das Chaos regiert.

Technik und Systemanforderungen

Technisch hat Dying Light über die Jahre viele Updates und die Enhanced Edition bekommen. Auf aktuellen PCs läuft das Spiel sehr gut, die Beleuchtung und vor allem die Nächte sehen immer noch stimmig aus. Kleinere Ärgernisse wie eine eher schwache Kantenglättung bleiben, stören aber kaum.

Mehr über das Studio hinter Dying Light lest ihr in unserem Porträt zu Techland. Kaufen könnt ihr Dying Light zum Beispiel direkt auf Steam.

Systemanforderungen

MindestensEmpfohlen
BetriebssystemWindows® 7 64-bit / Windows® 8 64-bit / Windows® 8.1 64-bitWindows® 7 64-bit / Windows® 8 64-bit / Windows® 8.1 64-bit
ProzessorIntel® Core™ i5-2500 @3.3 GHz / AMD FX-8320 @3.5 GHzIntel® Core™ i5-4670K @3.4 GHz / AMD FX-8350 @4.0 GHz
Arbeitsspeicher4 GB RAM DDR38 GB RAM DDR3
Speicherplatz40 GB free space40 GB free space
GrafikkarteNVIDIA® GeForce® GTX 560 / AMD Radeon™ HD 6870 (1GB VRAM)NVIDIA® GeForce® GTX 780 / AMD Radeon™ R9 290 (2GB VRAM)
DirectXVersion 11Version 11

Wertungen im Überblick

QuelleWertungStand
Metacritic87 von 10024.10.2026
Steam-NutzerreviewsSehr positiv (94 % positiv)24.10.2026
PlayInsider85 %24.10.2026
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