Auf Dying Light 2 habe ich mich nach dem ersten Teil wahnsinnig gefreut, und die ersten Stunden in Villedor haben mich auch sofort wieder abgeholt. Das Klettern über Hochhäuser, der Gleitschirm und die bedrohlichen Nächte sind genau das, was ich wollte. Nach einer Weile habe ich aber gemerkt, dass Techland bei der Geschichte und bei den Entscheidungen deutlich mehr versprochen hat, als das Spiel am Ende hält.

Bewertung und Fazit

Klick auf einen Kreis, um die Begründung zu sehen.

Dying Light 2 ist ein gutes Zombie-Abenteuer mit einer riesigen, vertikalen Stadt und dem besten Parkour, das ich in einem Open-World-Spiel kenne. Wenn ich mit dem Gleitschirm von einem Wolkenkratzer zum nächsten segle, ist das pures Freiheitsgefühl. Auch der Koop mit Freunden macht wieder viel Spaß.

Gleichzeitig ist das Spiel weniger gruselig als der Vorgänger, die Story um Aiden bleibt trotz vieler Dialoge erstaunlich blass, und die angekündigten Entscheidungen verändern die Welt seltener als erhofft. Viele Probleme hat Techland mit Patches und der Reloaded Edition verbessert, ein Meisterwerk wie der erste Teil ist es für mich trotzdem nicht.

Was uns gefallen hat

  • ✅ Riesige, vertikale Stadt mit tollem Parkour
  • ✅ Gleitschirm und Greifhaken sorgen für Freiheit
  • ✅ Nächte mit Verfolgungsjagden bleiben spannend

Was uns gestört hat

  • ❌ Story und Figuren bleiben erstaunlich blass
  • ❌ Entscheidungen haben weniger Gewicht als versprochen
  • ❌ Weniger Horror und Härte als im ersten Teil

Unsere Gesamtwertung für Dying Light 2: 74 %

Villedor: Die letzte Stadt der Menschheit

Rund 15 Jahre nach den Ereignissen in Harran ist die Welt weitgehend an das Virus gefallen. Als Pilger Aiden Caldwell kommt ihr nach Villedor, um eure verschwundene Schwester zu finden, und geratet zwischen die Fronten von Überlebenden, Friedenshütern und Banditen. Die Stadt ist deutlich größer und vor allem höher als Harran, und genau das spielt dem Parkour in die Karten.

Die Fraktionen sind eine nette Idee: Je nachdem, wem ihr Wasserwerke oder Windmühlen überlasst, verändert sich das Stadtviertel mit neuen Fallen oder Hilfsmitteln. In der Praxis merkt man diese Unterschiede aber eher im Detail. Die großen Story-Entscheidungen fühlen sich dagegen oft vorgezeichnet an.

Dying Light 2 – Siedlung der Überlebenden
Die Fraktionen kämpfen um die Kontrolle der Stadt.

Dying Light 2 und das neue Parkour

Spielerisch ist Dying Light 2 ein klarer Fortschritt. Die Animationen sind flüssiger, es gibt mehr Bewegungsoptionen, und später kommen Gleitschirm und Greifhaken dazu. Gerade im zweiten Stadtgebiet mit seinen Hochhäusern macht das Fortbewegen so viel Spaß, dass ich Schnellreisen fast nie genutzt habe.

Der Nahkampf ist dagegen etwas weicher geworden. Die Treffer fühlen sich nicht mehr ganz so wuchtig an, und die Waffenhaltbarkeit sorgt anfangs wieder für Frust. Mit Patches hat Techland vieles nachgebessert, etwa die Gewaltdarstellung und die Gegner-KI, die dem Spiel deutlich mehr Biss geben.

Dying Light 2 – Aiden im Kampf
Aiden sucht in Villedor nach seiner Schwester.

Nachts in den Straßen

Wie schon im Vorgänger wird es nachts gefährlich. Die Infizierten verlassen die dunklen Zonen, und wer gesehen wird, löst eine Verfolgungsjagd aus, die immer heftiger eskaliert. Dafür lassen sich gerade nachts die besten Beutestücke in den dunklen Gebäuden finden.

Gruselig ist das aber nur selten. Die Nächte sind eher eine Mischung aus Schleichen und Rennen als echter Horror. Im Koop mit bis zu vier Spielern wird das Ganze ohnehin eher zu einem spaßigen Chaos-Abenteuer.

Technik und Systemanforderungen

Zum Release hatte Dying Light 2 noch einige Bugs und Performance-Probleme, inzwischen läuft es deutlich besser. Raytracing und DLSS sorgen auf starken PCs für schicke Beleuchtung. Auf schwächeren Systemen müsst ihr bei den Einstellungen allerdings Kompromisse machen.

Mehr über das Studio hinter Dying Light 2 lest ihr in unserem Porträt zu Techland. Kaufen könnt ihr Dying Light 2 zum Beispiel direkt auf Steam.

Systemanforderungen

MindestensEmpfohlen
BetriebssystemWindows® 10Windows® 10
ProzessorIntel Core i3-9100 / AMD Ryzen 3 2300XAMD / Intel CPU running at 3.6 GHz or higher: AMD Ryzen 5 3600X or Intel i5-8600K or newer
Arbeitsspeicher8 GB RAM16 GB RAM
GrafikkarteNVIDIA® GeForce® GTX 1050 Ti / AMD Radeon™ RX 560 (4GB VRAM)NVIDIA® GeForce RTX™ 2060 6GB or AMD RX Vega 56 8GB or newer
Speicherplatz60 GB verfügbarer Speicherplatz60 GB verfügbarer Speicherplatz

Wertungen im Überblick

QuelleWertungStand
Steam-NutzerreviewsGrößtenteils positiv (77 % positiv)24.10.2026
PlayInsider74 %24.10.2026
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