Seit dem 23. Oktober 2026 ist Call of Duty: Modern Warfare 4 weltweit für PlayStation 5, Xbox Series X|S, PC und Nintendo Switch 2 erhältlich. Ich habe mir Kampagne, Multiplayer und DMZ angeschaut und verrate euch in meinem Test zu Modern Warfare 4, warum der neue Teil von Infinity Ward zu den besten der Reihe gehört, aber nicht ohne Macken auskommt.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
Ich gebe zu: Bei einem neuen Call of Duty bin ich inzwischen eher vorsichtig. Modern Warfare 4 hat mich trotzdem gepackt. Die Kampagne um den Krieg in Korea und einen gejagten Captain Price ist die beste der Reihe seit Jahren, und mit der offenen Mission „Stranded“ traut sich Infinity Ward endlich mal etwas. DMZ auf der Karte Hajin ist für mich das heimliche Highlight: Kein Einsatz läuft wie der andere, und ich habe öfter vergessen, wie spät es ist.
Ganz ohne Frust geht es aber nicht. Im Multiplayer sind Spawns und das strenge skillbasierte Matchmaking zum Launch ein echtes Ärgernis, und auch die Pflicht zu TPM 2.0, Secure Boot und dem Call-of-Duty-Launcher nervt am PC. Genau das sieht man auch auf Steam: Nach dem Kampagnen-Early-Access lag die Quote bei über 90 Prozent, seit dem Multiplayer-Start fällt sie spürbar. Unterm Strich ist Modern Warfare 4 trotzdem ein gutes Call of Duty, das knapp an der Grenze zu sehr gut liegt und vor allem Solo- und DMZ-Fans glücklich macht.
Was uns gefallen hat
✅ Packende Kampagne mit mutiger Open-World-Mission „Stranded“
✅ DMZ mit der Karte Hajin ist abwechslungsreich und motivierend
✅ Präzises Gunplay ohne Bloom, flüssige Bewegung und Kill Block
✅ Starke Grafik und wuchtiger Sound, nativ auch auf Switch 2
Was uns gestört hat
❌ Spawns und strenges Matchmaking im Multiplayer zum Launch
❌ Kampagne mit rund 8 bis 10 Stunden eher kurz
❌ PC nur mit TPM 2.0, Secure Boot und Launcher
❌ Zum Start nicht im Game Pass
Wertung: 79 %
Die Kampagne: Korea, Price und Stranded
Die Ausgangslage ist düster: Nordkorea startet eine Invasion auf der koreanischen Halbinsel, und ihr kämpft unter anderem als Private Park Hyun Jun mit einem jungen südkoreanischen Trupp an einer zerfallenden Front. Parallel führt Captain Price nach dem Tod von General Shepherd einen Rachefeldzug aus dem Schatten, während Ghost und Gaz ihn jagen. Hilfe bekommt er ausgerechnet von Valeria Garza. Diese unbequemen Allianzen tragen die Geschichte über 16 Missionen.

Die Schauplätze reichen von Grabenkämpfen in Korea über Nahkampf in New York bis zu Verfolgungsjagden durch Paris und nächtlichen SAS-Einsätzen in Mumbai. Mein Highlight ist die Mission „Stranded“ etwa zur Hälfte der Kampagne: Sie ist offen gestaltet, mit Nebenzielen in der verschneiten nordkoreanischen Landschaft. Laut Polygon dauert die Kampagne rund 8 bis 10 Stunden, wer in Stranded alles erledigt, landet eher bei 12 bis 13 Stunden.

Auch die Fachpresse ist sich hier weitgehend einig: TechRadar spricht von der besten Kampagne seit einem Jahrzehnt, Game Informer findet die Umsetzung der Handlung dagegen etwas wackelig. Ich sehe das ähnlich: Inszenierung und Tempo sind klasse, einzelne Wendungen kommen aber zu abrupt.
Multiplayer: Starkes Gunplay, schwierige Lobbys
Im Multiplayer setzt Infinity Ward auf präzise, geerdete Gefechte. Das neue System „Ballistic Authority“ streicht den Bloom, Rückstoß und Waffenhandling wirken direkter. Dazu kommen Klettern, Hangeln und das Hochziehen an Kanten. Zum Start gibt es laut Call of Duty 20 Karten: zwölf neue 6v6-Karten, vier Gunfight-Karten, drei Ground-War-Karten und die Trainingsanlage Kill Block, die sich zwischen den Runden umbaut.
So gut sich das Schießen anfühlt, so gemischt ist der Alltag. Viele Spieler und auch Press Start kritisieren strenges skillbasiertes Matchmaking mit schweißtreibenden Lobbys und langen Wartezeiten, dazu kommen Beschwerden über Karten und Spawns. Game Informer findet den Multiplayer auf Dauer etwas repetitiv. Kill Block ist dagegen eine echte frische Idee, die GameSpot ausdrücklich lobt.

DMZ: Hajin ist das Highlight
Mit DMZ kehrt der Extraction-Modus aus Modern Warfare II zurück. Ihr geht allein oder im Squad als inoffizieller Agent in das umkämpfte Gebiet Hajin, plündert, kämpft und entscheidet, wann ihr verschwindet. Mit der Basis (FOB) und eigener Progression gibt es diesmal deutlich mehr Gründe, immer wieder reinzugehen. Vandal nennt Hajin das Kronjuwel des Spiels, und ich kann das gut nachvollziehen.
Kontrovers diskutiert wird das freischaltbare Merkmal „Possum“, mit dem ihr euch einmal pro Match selbst wiederbelebt, dafür aber eure Beute verliert. Laut Eurogamer ärgern sich viele Spieler darüber.

Modern Warfare 4 auf der Switch 2
Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren erscheint ein Modern Warfare auch für eine Nintendo-Konsole. Die native Fassung von Infinity Ward und Digital Legends kam zeitgleich mit den anderen Versionen und unterstützt TV-, Tisch- und Handheld-Modus. Nintendo Life vergibt 9 von 10 Punkten und lobt, wie gut das Spiel auf der Hardware läuft. Für den Online-Modus braucht ihr Nintendo Switch Online.

Grafik und Technik
Optisch ist Modern Warfare 4 eines der schönsten Call of Duty bisher. Explosionen, Rauch und Licht sehen klasse aus, und weil das Spiel nur noch für aktuelle Plattformen erscheint, wirken die Karten größer und dichter. Am PC gibt es dank Beenox DLSS 4.5, mehrere Upscaling- und Frame-Generation-Optionen sowie Raytracing.
Die Kehrseite: Am PC sind TPM 2.0, Secure Boot und eine SSD mit 115 GB Pflicht, Multiplayer und DMZ brauchen eine dauerhafte Internetverbindung. Steam-Spieler kritisieren außerdem den Call-of-Duty-Launcher und die Anti-Cheat-Vorgaben. Auf Steam kostet die Standard Edition 69,99 Euro, die Vault Edition 99,99 Euro. Im Game Pass landet das Spiel erst zur Holiday-Saison 2027. Herausgeber ist Activision.
Was Steam-Spieler sagen
Die Steam-Bewertungen erzählen eine spannende Geschichte. Während des Kampagnen-Early-Access lag die Quote laut AFK Journal zeitweise bei über 90 Prozent positiv. Mit dem Start von DMZ und vor allem dem Multiplayer am 23. Oktober sank sie deutlich. Laut Steam Ranker sind aktuell 80 Prozent von rund 9.300 Bewertungen positiv, bei den Reviews der letzten Tage sind es nur rund zwei Drittel.
- Gelobt werden vor allem die Kampagne, Grafik und Präsentation sowie der Spaß in DMZ.
- Kritisiert werden Probleme im Multiplayer wie Spawns und Matchmaking, der Call-of-Duty-Launcher und die Anti-Cheat-Vorgaben.
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| Metacritic (PC) | 86 von 100 (25 Kritiken) | 24.10.2026 |
| OpenCritic | 85 von 100, 96 % empfehlen | 25.10.2026 |
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (80 % von rund 9.300) | 24.10.2026 |
| PlayInsider | 79 % | 25.10.2026 |
Mehr zum Studio findet ihr in unserem Porträt zu Infinity Ward.
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows® 10 64-Bit (neuestes Update)* | Windows® 11 64-Bit (neuestes Update)* |
| Prozessor | AMD Ryzen™ 5 1400 oder Intel® Core™ i5-6600 | AMD Ryzen™ 5 3600 oder Intel® Core™ i7-8700K |
| Grafikkarte | AMD Radeon™ RX 470, NVIDIA® GeForce® GTX 970 / 1060 oder Intel® Arc™ A580 | AMD Radeon™ RX 6600XT oder NVIDIA® GeForce® RTX 3060 oder Intel® Arc™ B580 |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 16 GB RAM |
| Speicherplatz | 115 GB | 115 GB |


















