Der erste Dying Light gehört für mich zu den besten Zombie-Spielen überhaupt, Dying Light 2 hat mich dagegen nie ganz so gepackt. Umso neugieriger war ich auf Dying Light: The Beast, das ursprünglich als Erweiterung geplant war und dann zum eigenständigen Spiel wurde. Seit dem 18. September 2025 ist es für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erhältlich, und es fühlt sich für mich wie eine Rückkehr zu den Wurzeln der Reihe an.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
Dying Light: The Beast hat mir das Gefühl zurückgegeben, das ich beim ersten Teil hatte. Kyle Crane ist zurück, die Nächte sind wieder richtig gefährlich, und der Beast Mode macht einfach Laune, wenn ich mich durch eine ganze Horde prügle. Castor Woods ist eine wunderschöne, aber auch bedrohliche Kulisse.
Ganz rund ist das Spiel aber nicht. Die Story ist vorhersehbar, im offenen Gelände kommt das Parkour zu kurz, und die Welt ist kleiner als in Dying Light 2. Wer die Reihe mag und Lust auf eine kompakte, brutale Zombie-Jagd hat, wird trotzdem viel Spaß haben.
Was uns gefallen hat
✅ Brachialer Beast Mode und wuchtige Kämpfe
✅ Gefährliche, spannende Nächte wie im ersten Teil
✅ Stimmungsvolle Welt und Koop für bis zu vier Spieler
Was uns gestört hat
❌ Vorhersehbare Story mit blassen Nebenfiguren
❌ Weniger Parkour im offenen Gelände
❌ Kleinere Welt und Ärger um nachträgliche Bezahlinhalte
Wertung: 77 %
Dying Light: The Beast und der Beast Mode
Ihr spielt wieder Kyle Crane, den Helden aus dem ersten Teil. Nach 13 Jahren in der Gefangenschaft des mysteriösen Barons, der ihn für grausame Experimente missbraucht hat, kann Crane endlich fliehen und sinnt auf Rache. Die Experimente haben Spuren hinterlassen: Crane trägt jetzt eine Bestie in sich, die ihr im Kampf entfesselt.
Der Beast Mode ist das große neue Feature. Füllt sich die Anzeige, verwandelt sich Crane in eine rasende Kampfmaschine, die Zombies mit bloßen Händen zerreißt und meterweit springt. Das ist brutal, macht aber unglaublich Spaß, vor allem gegen die Chimären, mächtige mutierte Bosse, die ihr nach und nach jagt. Abseits davon kämpft ihr klassisch mit Nahkampfwaffen, und erstmals spielen auch Schusswaffen eine größere Rolle.

Castor Woods: Wälder statt Hochhäuser
Schauplatz ist Castor Woods, ein Tal mit Wäldern, Sümpfen, Bauernhöfen, einem Industriegebiet und einer Altstadt. Das sieht fantastisch aus und hat eine ganz eigene, fast ländliche Atmosphäre. Für das Parkour-System ist die Gegend aber ein zweischneidiges Schwert. In der Altstadt klettert ihr über Dächer wie in alten Zeiten, im offenen Gelände gibt es dagegen deutlich weniger Möglichkeiten, und dort setzt ihr eher auf Fahrzeuge.
Nachts wird es wie gewohnt richtig ungemütlich. Volatiles jagen euch durch die Dunkelheit, und ich habe mich mehr als einmal mit klopfendem Herzen in einen sicheren Unterschlupf gerettet. Zusammen mit den Fallen und der Umgebung entstehen so tolle Momente. Im Koop mit bis zu drei Freunden macht das sogar noch mehr Spaß. Mehr über die Macher lest ihr auf unserer Seite zu Techland.

Story und Umfang
Die Geschichte ist simpel: Crane will Rache am Baron, und auf dem Weg dorthin hilft er den Überlebenden in Castor Woods. Der Einstieg ist stark, danach wird es aber recht vorhersehbar. Viele Nebenfiguren bleiben blass, und echte Entscheidungen gibt es kaum. Ich habe die Story eher als roten Faden wahrgenommen, der mich von Gebiet zu Gebiet führt.
Für die Hauptgeschichte braucht ihr etwa 20 Stunden, mit Nebenaufgaben, Sammelobjekten und Herausforderungen kommt ihr locker auf 40 Stunden. Die Welt ist dabei kleiner als in Dying Light 2. Einige Steam-Spieler kritisieren außerdem, dass Techland nachträglich kostenpflichtige Zusatzinhalte und eine neue Edition verkauft, was mich als Käufer der Deluxe-Version auch nicht gerade freuen würde.
Grafik, Sound und Technik
Optisch hat Techland ordentlich zugelegt. Die Wälder und Sümpfe von Castor Woods sehen mit dynamischem Wetter und dem Tag-Nacht-Wechsel richtig gut aus, und auch die Zombies sind detaillierter als je zuvor. Der Soundtrack ist treibend und düster, und die Zombies klingen widerlich wie immer. Eine deutsche Vertonung ist mit an Bord.
Technisch läuft das Spiel nach den ersten Patches stabil, eine SSD ist aber Pflicht. Für hohe Details braucht ihr schon ordentliche Hardware. Auf Steam kostet Dying Light: The Beast regulär 59,99 Euro, die Deluxe Edition 69,99 Euro.

Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| PlayInsider | 77 von 100 | 19.10.2026 |
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (rund 86 % positiv) | 19.10.2026 |
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 or newer | Windows 10 or newer |
| Prozessor | Intel i5-9600K / AMD Ryzen 5 3600 | Intel i5-13400F / AMD Ryzen 7 7700 |
| Grafikkarte | NVIDIA GeForce 1060 / AMD Radeon 5500 XT / Intel ARC A750 | NVIDIA GeForce RTX 3070 TI / AMD Radeon 6750 XT / Intel ARC B580 |
| Arbeitsspeicher | 16 GB RAM | 16 GB RAM |
| Speicherplatz | 70 GB (SSD erforderlich) | 70 GB (SSD erforderlich) |


















