Patapon war für mich eines der Spiele, die ich auf der PSP rauf und runter gespielt habe. Als ich erfahren habe, dass dessen Schöpfer Hiroyuki Kotani mit Ratata Arts einen geistigen Nachfolger macht, war ich sofort Feuer und Flamme. Nach einem Jahr im Early Access ist Ratatan am 15. Oktober 2026 in der Version 1.0 erschienen, und ich habe ordentlich mitgetrommelt.

Fazit

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Ich hatte bei Ratatan oft ein breites Grinsen im Gesicht. Wenn der Soundtrack läuft, meine Cobuns im Takt nach vorne stürmen und der Fever-Modus zündet, fühle ich mich direkt zurück in meine PSP-Zeit versetzt. Im Koop mit Freunden ist das ein herrlich chaotischer Spaß, und die Musik von Kemmei Adachi habe ich noch Stunden später im Kopf gehabt.

Trotzdem kann ich die Version 1.0 nur mit Einschränkungen empfehlen. Das Bild wird schnell unübersichtlich, der Online-Koop hakt noch, und manche Änderungen zum Release haben auch mich nicht überzeugt. Wer Patapon geliebt hat, sollte reinschauen, alle anderen warten vielleicht noch ein paar Patches ab.

Was uns gefallen hat

✅ Mitreißender Soundtrack von Patapon-Komponist Kemmei Adachi

✅ Wunderschöne, farbenfrohe 2D-Animationen

✅ Chaotischer Koop-Spaß mit bis zu vier Spielern

Was uns gestört hat

❌ Schnell unübersichtlich auf dem Bildschirm

❌ Verbindungsprobleme im Online-Koop

❌ Technische Probleme und gemischte Reviews zum Release

Wertung: 69 %

Rhythmus trifft Roguelike

In Ratatan steuert ihr eines der namensgebenden Ratatan-Wesen, das eine ganze Horde kleiner Begleiter anführt, die Cobuns. Im Takt der Musik gebt ihr Befehle, lasst eure Truppe vorrücken, angreifen oder sich zurückziehen. Anders als bei Patapon bewegt ihr euren Ratatan dabei frei über das Schlachtfeld, was dem Ganzen deutlich mehr Action verleiht.

Dazu kommt ein Roguelike-Gerüst: Jeder Run führt euch durch neue Abschnitte, ihr sammelt Verbesserungen und schaltet nach und nach neue Cobuns, Waffen und Fähigkeiten frei. Wenn alles im Takt sitzt und der Fever-Modus startet, ist das ein richtig gutes Gefühl. Wenn nicht, wird es schnell hektisch, denn auf dem Bildschirm ist oft sehr viel los.

Koop mit bis zu vier Spielern

Eine der größten Neuerungen gegenüber Patapon ist der Online-Koop für bis zu vier Spieler. Gemeinsam mit Freunden macht Ratatan am meisten Spaß, wenn alle im selben Rhythmus trommeln und über 100 Figuren gleichzeitig durch die Gegnerhorden stürmen. Dann entsteht ein herrlich chaotisches Spektakel.

Genau da liegt aber auch eine Schwäche: Gerade im Koop wird das Bild schnell unübersichtlich, und es fällt schwer, den eigenen Ratatan im Effektgewitter im Blick zu behalten. Außerdem klagen Spieler seit dem Release über Verbindungsprobleme, und für Online-Partien wird ein offener oder moderater NAT-Typ vorausgesetzt.

Ratatan – Formation der Cobuns
In der Formation stellt ihr eure Cobuns vor dem Kampf zusammen.

Vom Early Access zur Version 1.0

Ratatan wurde 2023 über Kickstarter finanziert und war seit dem 17. September 2025 im Early Access auf Steam spielbar. Ursprünglich sollte die Version 1.0 schon im Juli 2026 erscheinen, wurde dann aber auf den 15. Oktober verschoben, um Online-Stabilität und Bugs zu verbessern. Neben dem PC ist das Spiel jetzt auch für PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2 erhältlich, veröffentlicht von Game Source Entertainment.

Insgesamt sind auf Steam rund 82 Prozent der Reviews positiv. Die jüngsten Bewertungen rund um den Release fallen allerdings deutlich gemischter aus, viele Spieler kritisieren technische Probleme und Änderungen am Balancing. Hier muss das Team von Ratata Arts noch nachlegen.

Grafik, Sound und Technik

Optisch ist Ratatan ein echter Hingucker. Die farbenfrohen 2D-Animationen sind liebevoll gestaltet, und die Schauplätze von Rataport über Dschungel bis Wüste wirken wie aus einem Zeichentrickfilm. Das absolute Highlight ist aber der Soundtrack von Kemmei Adachi, der schon die Musik zu Patapon komponiert hat. Die Songs gehen sofort ins Ohr, und das ist bei einem Rhythmusspiel natürlich entscheidend.

Technisch ist das Spiel dagegen noch nicht ganz rund. Neben den Verbindungsproblemen im Online-Koop gibt es Berichte über Ruckler in großen Schlachten und kleinere Bugs. Deutsche Texte sind an Bord, eine Sprachausgabe im klassischen Sinne gibt es kaum.

Systemanforderungen (PC)

MinimumEmpfohlen
BetriebssystemWindows® 10 64-BitWindows® 11 64-Bit
ProzessorDual Core 2,4 GHzQuad Core 2,4 GHz
GrafikkarteGeForce GTX 950, Radeon R7 360 oder Intel HD Graphics 630GeForce RTX 2060, Radeon RX 5600 XT oder Intel Arc A580
Arbeitsspeicher8 GB RAM16 GB RAM
Speicherplatz10 GB10 GB
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