No More Room in Hell 2 hat den Early Access hinter sich: Seit dem 11. August 2026 ist Version 1.0 auf PC, PS5 und Xbox Series X|S erhältlich, und Torn Banner Studios hat schon über eine Million Exemplare verkauft. Wir schauen uns an, was der Koop-Zombie-Horror für acht Leute heute taugt.
Vom Source-Mod zum Millionenseller
No More Room in Hell begann 2011 als preisgekrönte kostenlose Mod für die Source-Engine. Der Nachfolger entstand bei Lever Games aus Toronto, das Torn Banner Studios – bekannt für Chivalry – komplett übernommen hat. Am 22. Oktober 2024 startete No More Room in Hell 2 in den Early Access auf Steam, zwei Jahre später folgte mit dem „Armageddon“-Update die Version 1.0. In der ersten Woche spielten über eine Million Leute, auf Steam ging es in den US-Topsellern bis auf Platz 4.
Mit der Version 1.0 hat No More Room in Hell 2 die lange Early-Access-Phase offiziell beendet. Knapp zwei Jahre lang haben die Entwickler das Spiel zusammen mit der Community weiterentwickelt, Feedback gesammelt und die Technik Schritt für Schritt verbessert. Dass sich das Spiel inzwischen über eine Million Mal verkauft hat, zeigt, wie groß das Interesse an echtem Koop-Horror weiterhin ist.
Darum geht’s in No More Room in Hell 2
Ihr seid Ersthelfer mitten im Ausbruch einer Zombie-Apokalypse an der Nordostküste der USA. Jede Runde startet ihr allein im Dunkeln, oft nur mit einer Bierflasche in der Hand. Über Proximity-Voicechat findet ihr andere Spieler, plündert Ausrüstung, erfüllt Ziele und versucht am Ende zu extrahieren. Im Szenario-Modus warten sechs Karten, von Lewiston in Maine über den Broadway in New York bis zum Beaulieu Hospital und einem Regierungsbunker.
Bis zu acht Leute können gemeinsam in eine Runde starten, doch am Anfang seid ihr immer auf euch allein gestellt. Erst wer die Stimmen der anderen im Dunkeln hört, kann sich zu einer Gruppe zusammenschließen. Genau dieses Suchen, Rufen und Wiederfinden macht einen großen Teil des Reizes aus: Jede Runde fühlt sich ein bisschen anders an, weil ihr nie wisst, wer euch begegnet und wie gut eure Gruppe zusammenarbeitet.

Permadeath und Infektion
Das Besondere: Stirbt euer Ersthelfer, ist sein Fortschritt weg. Wer gebissen wird, muss rechtzeitig Medizin oder eine Gentherapie finden, bevor er sich gegen die eigenen Leute wendet. Torn Banner nennt das „Koop mit Konsequenzen“ – und genau das sorgt für die panischen Momente, für die das Spiel bekannt ist.
Dadurch bekommt jede Entscheidung Gewicht. Teilt ihr euren letzten Verband mit einem Fremden oder behaltet ihr ihn für euch? Lauft ihr zurück, um einen gestürzten Mitspieler zu retten, oder flieht ihr zur Extraktion? No More Room in Hell 2 lebt von diesen Momenten, in denen Vertrauen und Zusammenhalt wichtiger sind als eine gute Waffe. Wer allein losstürmt, überlebt in der Regel nicht lange.

Plattformen, Preis und Technik
No More Room in Hell 2 erscheint für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Auf PC bekommt ihr das Spiel über Steam und den Epic Games Store, auf Steam kostet es regulär 28,99 Euro. Die Menüs und Texte gibt es unter anderem auf Deutsch, die Sprachausgabe ist allerdings nur auf Englisch verfügbar.
Für das Minimum reichen laut Steam ein Intel Core i5-6600 oder Ryzen 3 1200, 12 GB RAM und eine GeForce GTX 1650 oder Radeon RX 570. Empfohlen werden ein Core i7-10700K oder Ryzen 5 5500GT, 16 GB RAM und eine GeForce RTX 2070 oder Radeon RX 5700 XT. Auf der Festplatte solltet ihr rund 35 GB freihalten.
Unsere Bewertung im Detail
Grafik: Die Unreal Engine 5 liefert düstere, detailreiche Schauplätze, die richtig Horror-Atmosphäre aufbauen. Einige Zombie-Animationen wirken aber noch etwas steif.
Gameplay: Das Zusammenfinden im Dunkeln, das Teilen knapper Ressourcen und der Druck durch Permadeath funktionieren hervorragend, gerade mit eingespielten Freunden.
Story: Eine echte Geschichte gibt es kaum – erzählt wird über Orte und Missionsziele.
Spieltiefe: Mehrere Modi, sechs Karten und Fortschritt pro Ersthelfer motivieren lange. Laut Torn Banner haben Spieler im Schnitt 19,3 Stunden reingesteckt.
Technik: Die 1.0 läuft deutlich runder als der holprige Early Access, viele Ruckler und Abstürze sind behoben. Ganz ohne Macken ist sie aber nicht, und die Steam-Gesamtwertung steht bei „Ausgeglichen“ (rund 57 Prozent positiv); zum Launch stiegen die Stimmen laut Torn Banner auf bis zu 90 Prozent positiv.
Sound: Der Proximity-Voicechat sorgt für Gänsehaut und Lacher zugleich, Zombiegeräusche und Musik passen. Einzelne Sprachaufnahmen klingen etwas hölzern.

Unser Fazit
No More Room in Hell 2 ist kein poliertes AAA-Spiel, aber ein spannender Koop-Horror, der Zusammenarbeit wirklich belohnt und Fehler hart bestraft. Wer mit Freunden Zombies überleben will und Permadeath nicht scheut, bekommt hier viel Spannung fürs Geld.
Für wen lohnt sich das Spiel? Vor allem für Gruppen, die gerne kommunizieren und sich auf harte Regeln einlassen. Solo-Spieler oder Fans einer ausgefeilten Handlung werden hier weniger glücklich. Wer aber Lust auf spannende Abende mit Freunden, panische Fluchten und echte Teamarbeit hat, sollte No More Room in Hell 2 unbedingt eine Chance geben.























