Kaum ein Spiel hat mich so oft fluchen und gleichzeitig so oft „noch einmal“ sagen lassen wie Returnal. Das Roguelite von Housemarque ist am 30. April 2021 exklusiv für die PlayStation 5 erschienen, seit dem 15. Februar 2023 gibt es auch eine PC-Version. Ich habe es damals auf der PS5 verschlungen und jetzt auf dem PC noch einmal gespielt, und es fasziniert mich immer noch.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
Returnal hat mich mit seinem Kampfsystem komplett gepackt. Das Ausweichen durch Kugelwände, die wuchtigen Waffen und die großartigen Bosse erzeugen einen Rhythmus, den ich so selten in einem Spiel erlebt habe. Dazu kommt eine unheimliche, mysteriöse Atmosphäre, die mich bis zum Schluss bei der Stange gehalten hat.
Gleichzeitig ist Returnal brutal und nicht für jeden geeignet. Lange Durchläufe, wenig dauerhafter Fortschritt und eine verkopfte Story können frustrieren, und die PC-Version hat mit Speicherleck und Abstürzen zu kämpfen. Wer sich darauf einlässt, bekommt aber eines der besten Action-Roguelites überhaupt.
Was uns gefallen hat
✅ Präzises, rhythmisches Bullet-Hell-Kampfsystem
✅ Spektakuläre Bosse und tolle Effekte
✅ Dichte, unheimliche Atmosphäre mit großartigem Sound
Was uns gestört hat
❌ Lange Durchläufe mit wenig dauerhaftem Fortschritt
❌ Verkopfte, schwer zugängliche Story
❌ PC-Version mit Speicherleck, Abstürzen und Kontozwang für Extras
Wertung: 81 %
Returnal: Bullet Hell aus der Schulterperspektive
Returnal verbindet einen Third-Person-Shooter mit Bullet-Hell-Elementen. Gegner feuern ganze Wände aus leuchtenden Geschossen, und ihr springt, sprintet und weicht hindurch, während ihr selbst zurückschießt. Das fühlt sich anfangs überfordernd an, wird mit der Zeit aber zu einem fast tänzerischen Rhythmus. Wenn ich einen Boss ohne Treffer besiege, gibt es kaum ein besseres Gefühl.
Jeder Tod schickt euch zurück an den Anfang. Waffen, Artefakte und Parasiten, die euch Vorteile und Nachteile zugleich geben, sind dann weg. Nur wenige dauerhafte Verbesserungen und Abkürzungen bleiben. Das ist hart, gerade weil ein Durchlauf schnell mal eine Stunde dauert. Einsteiger in das Genre sollten sich darauf einstellen, oft zu scheitern.

Selene und die Zeitschleife
Ihr spielt die Astronautin Selene Vassos, die einem mysteriösen Signal namens Weißer Schatten folgt und auf dem Planeten Atropos abstürzt. Dort findet sie ihre eigenen Leichen und Tonaufnahmen, an die sie sich nicht erinnert. Schnell wird klar: Selene steckt in einer Zeitschleife fest, und mit jedem Tod beginnt alles von vorn.
Die Geschichte wird bruchstückhaft erzählt, über Aufnahmen, Glyphen und unheimliche Abschnitte in einem Haus aus Selenes Vergangenheit, die ihr aus der Ego-Perspektive erlebt. Das ist spannend und an manchen Stellen richtig gruselig, aber auch ziemlich verkopft. Ich habe lange gebraucht, bis ich alles verstanden habe, und auch auf Steam schreiben einige Spieler, dass sie der Story kaum folgen konnten.

Umfang, Koop und Turm des Sisyphus
Sechs Biome warten auf Atropos, von überwucherten Ruinen über eine glühende Wüste bis zu einer Unterwasserstadt. Für die Hauptgeschichte braucht ihr je nach Können 20 bis 30 Stunden, wer das echte Ende sehen will, investiert noch mehr. Die PC-Version enthält alle Updates, also auch die Möglichkeit, einen Zyklus zu unterbrechen, den Koop-Modus für zwei Spieler und den Turm des Sisyphus, einen Endlosmodus mit Bestenlisten.
Die dauerhaften Fortschritte sind dabei recht knapp, was einigen Spielern auf Dauer zu wenig ist. Returnal wurde 2022 bei den BAFTA Games Awards als bestes Spiel ausgezeichnet, und Housemarque gehört inzwischen fest zu Sony Interactive Entertainment. Mehr über das finnische Studio lest ihr auf unserer Seite zu Housemarque.
Grafik, Sound und PC-Technik
Optisch ist Returnal auch Jahre nach dem Release noch beeindruckend. Die Partikeleffekte, das Licht und die fremdartigen Biome sehen toll aus, auch wenn die Umgebungen auf Dauer etwas eintönig wirken. Der Soundtrack von Bobby Krlic ist düster und hypnotisch, und das Sounddesign hilft, Angriffe auch ohne Sicht zu erkennen. Auf der PS5 sorgt der DualSense für tolles haptisches Feedback, auf dem PC wird er ebenfalls unterstützt.
Die PC-Version wurde zusammen mit Climax Studios umgesetzt und läuft auch auf älterer Hardware gut. Allerdings berichten viele Spieler auf Steam von einem Speicherleck, das nach längerer Spielzeit Ruckler auslöst, und von Abstürzen. Dazu kommen Epic Online Services und ein optionales PlayStation-Konto für einige Funktionen. Auf Steam kostet Returnal regulär 59,99 Euro.

Systemanforderungen
| Mindestens | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 (64-Bit, Version 1903) | Windows 10 (64-Bit, Version 1903) |
| Prozessor | Intel Core i5-6400 / AMD Ryzen 5 1500X | Intel Core i7-8700 / AMD Ryzen 7 2700X |
| Grafikkarte | GeForce GTX 1060 6 GB / Radeon RX 580 8 GB | GeForce RTX 2070 Super 8 GB / Radeon RX 6700 XT 12 GB |
| Arbeitsspeicher | 16 GB RAM | 16 GB RAM |
| Speicherplatz | 60 GB (SSD empfohlen) | 60 GB |
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| PlayInsider | 81 von 100 | 19.10.2026 |
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (rund 81 % positiv) | 19.10.2026 |


















