Ich sag’s euch ehrlich: Kaum ein Spiel hat mich in den letzten Jahren so oft laut lachen und gleichzeitig fluchen lassen wie Helldivers 2. Ihr springt mit drei Freunden auf einen feindlichen Planeten, ruft Orbitalschläge herbei – und erwischt dabei garantiert irgendwann euren eigenen Trupp. Für die Demokratie!
Worum geht’s? Freiheit, Demokratie und sehr viele Käfer
Helldivers 2 ist ein Koop-Shooter aus der Third-Person-Perspektive von Arrowhead Game Studios. Als Elitesoldat von Super-Erde verteidigt ihr die „gelenkte Demokratie“ gegen Terminiden, Automaten und die geheimnisvollen Illuminaten. Das Ganze ist eine herrlich überzogene Satire im Stil von Starship Troopers: Die Propaganda-Durchsagen sind so dick aufgetragen, dass man schon beim Hauptmenü grinst.
Das Besondere: Alle Spieler weltweit kämpfen gemeinsam im sogenannten Galaktischen Krieg. Welche Planeten befreit werden, entscheidet die Community, und ein „Game Master“ bei Arrowhead lenkt die Story live mit neuen Befehlen, Wendungen und Gegnern. So fühlt sich jeder Einsatz an, als würde er wirklich zählen.

Gameplay: Chaos mit Ansage
Eine Mission läuft meist so ab: Ihr landet per Kapsel, erledigt Haupt- und Nebenziele und müsst danach lebend zum Extraktionspunkt. Eure wichtigste Waffe sind die Strategeme – Codes, die ihr per Steuerkreuz-Kombination eingebt, um Luftschläge, Geschütztürme, Mechs oder Nachschub abzuwerfen. Friendly Fire ist immer an, und genau das macht den Reiz aus. Nichts schweißt so zusammen wie der gemeinsame Rückzug, während hinter euch ein Bile Titan alles plattmacht.
Mit Warbonds schaltet ihr neue Waffen, Rüstungen und Umhänge frei. Die Premium-Währung lässt sich auch im Spiel finden, Pay-to-Win ist Helldivers 2 nicht. Solo könnt ihr zwar spielen, richtig zur Geltung kommt das Spiel aber erst mit Freunden.

Wertung: Unsere Gesamtwertung von 85
Helldivers 2 war Anfang 2024 einer der größten Überraschungshits überhaupt und gehörte schnell zu den meistgespielten Spielen auf Steam. Bei Metacritic steht die PC-Version bei 82, die Steam-Reviews sind insgesamt „Sehr positiv“. Kritik gab es vor allem für die Pflicht zum PSN-Konto auf dem PC im Mai 2024, die Sony nach heftigem Gegenwind zurückgenommen hat, und für einige Balance-Patches. Für uns bleibt ein Koop-Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst: 85 von 100.
Release, Plattformen und Preis
Helldivers 2 ist am 8. Februar 2024 für PC (Steam) und PlayStation 5 erschienen, veröffentlicht von Sony Interactive Entertainment. Seit dem 26. August 2025 gibt es das Spiel auch für Xbox Series X|S. Crossplay zwischen allen Plattformen wird unterstützt. Der reguläre Preis liegt bei 39,99 Euro, bei Instant Gaming bekommt ihr den Steam-Key oft deutlich günstiger. Es ist der Nachfolger des Top-Down-Shooters Helldivers von 2015.

Technik und Systemanforderungen
Unter der Haube steckt Autodesks inzwischen eingestellte Stingray-Engine, die Arrowhead stark angepasst hat. Für den PC braucht ihr mindestens Windows 10, einen Intel Core i7-4790K oder AMD Ryzen 5 1500X, 8 GB RAM und eine GeForce GTX 1050 Ti oder Radeon RX 470. Empfohlen sind ein Intel Core i7-9700K oder AMD Ryzen 7 3700X, 16 GB RAM und eine GeForce RTX 2060 oder Radeon RX 6600 XT. Eine SSD wird empfohlen. Auf dem Steam Deck ist das Spiel verifiziert.
Weitere Infos: playstation.com
Der Trailer





Fazit
Ich habe selten so viel gleichzeitig gelacht und geflucht wie mit Helldivers 2. Wenn mein Trupp nach einem missglückten Orbitalschlag zu dritt in Flammen steht und der Vierte trotzdem noch die Rakete startet, dann ist das genau die Art Chaos, an die ich mich noch Wochen später erinnere. Dazu kommt das Gefühl, mit der ganzen Community an einem gemeinsamen Krieg zu arbeiten.
Ganz ohne Ecken ist das Spiel aber nicht. Manche Balance-Patches haben mich ratlos zurückgelassen, und allein macht Helldivers 2 nur halb so viel Spaß. Wer aber ein paar Freunde hat, die gern gemeinsam für die Demokratie sterben, bekommt von mir eine klare Empfehlung: Für mich einer der besten Koop-Shooter der letzten Jahre.
Plus
- Herrlich chaotisches Koop-Gameplay mit Friendly Fire
- Galaktischer Krieg verbindet die ganze Community
- Wuchtige Stratagems und starke Atmosphäre
Minus
- Solo deutlich weniger spaßig
- Umstrittene Balance-Patches
- Wenig Abwechslung bei den Missionszielen auf Dauer
Wertung: 79 %
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 | Windows 10 |
| Prozessor | Intel Core i7-4790K or AMD Ryzen 5 1500X | Intel Core i7-9700K or AMD Ryzen 7 3700X |
| Grafikkarte | NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti or AMD Radeon RX 470 | NVIDIA GeForce RTX 2060 or AMD Radeon RX 6600XT |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 16 GB RAM |
| Speicherplatz | 135 GB | 40 GB |


















