Ich bin eigentlich kein großer Freund von Soulslikes, weil ich nach dem zehnten Tod am selben Boss meistens keine Lust mehr habe. Remnant II hat es trotzdem geschafft, mich über Wochen bei der Stange zu halten. Das liegt an den Schusswaffen, an den Welten, die bei jedem Durchgang anders aussehen, und vor allem an zwei Freunden, mit denen ich jeden Abend losgezogen bin. Warum ich das Spiel alleine deutlich weniger mag, erzähle ich euch in meinem Test.

Bewertung und Fazit

Klick auf einen Kreis, um die Begründung zu sehen.

Remnant II ist für mich einer der besten Koop-Shooter der letzten Jahre. Die zufälligen Welten, die kreativen Bosse und das flexible Archetypen-System haben mich mit Freunden viele Abende gefesselt. Das Gunplay ist präzise, und es gibt immer noch ein Geheimnis zu entdecken.

Alleine ist das Spiel allerdings deutlich zäher, manche Systeme sind ohne Wiki kaum zu durchschauen, und die Technik verlangt starke Hardware. Wer Soulslikes mag und Mitspieler hat, sollte Remnant II aber unbedingt ausprobieren.

Was uns gefallen hat

✅ Zufällige Welten mit hohem Wiederspielwert

✅ Kreative Bosse und starkes Gunplay

✅ Flexibles Archetypen-System für eigene Builds

Was uns gestört hat

❌ Alleine deutlich zäher als im Koop

❌ Viele Geheimnisse ohne Wiki kaum zu finden

❌ Hohe Hardware-Anforderungen und Ruckler

Wertung: 79 %

Worum geht es in Remnant II?

Remnant II setzt die Geschichte von Remnant: From the Ashes fort. Die Erde ist nach dem Angriff einer bösartigen Macht namens Root weitgehend verwüstet, und die letzten Überlebenden haben sich in der Station 13 verschanzt. Über einen mysteriösen Weltenstein reisen wir in fremde Welten, um eine noch größere Bedrohung aufzuhalten. Dabei landen wir unter anderem im gotischen Losomn, im Dschungelreich Yaesha und auf der außerirdischen Raumstation N’Erud.

Die Welten sind fantasievoll gestaltet und erzählen jeweils eigene kleine Geschichten über Könige, Götter und ausgestorbene Zivilisationen. Die übergreifende Handlung bleibt dagegen eher vage und wird über kryptische Dialoge erzählt. Mich hat das nicht gestört, aber wer eine packende Geschichte sucht, wird hier eher nicht glücklich.

Remnant II: Ein Spieler zielt auf eine leuchtende Geisterfigur in einem dunklen Wald
Jede Welt erzählt ihre eigene Geschichte.

Gameplay: Soulslike trifft Third-Person-Shooter

Spielerisch ist Remnant II ein Third-Person-Shooter mit Soulslike-Elementen. Ich schieße, weiche mit einer Rolle aus und heile mich an begrenzten Heilmitteln. Sterbe ich, geht es am letzten Kristall weiter, und die Gegner stehen wieder auf. Die Schusswaffen fühlen sich dabei richtig gut an, und jede Waffe hat eigene Mods mit besonderen Fähigkeiten. Die Bosskämpfe sind fordernd und oft richtig kreativ, auch wenn einige eher auf Tricks als auf echte Herausforderung setzen.

Besonders spannend ist das System der Archetypen. Ich kann zwei Klassen gleichzeitig kombinieren, etwa den Handler mit seinem Hund und den Gunslinger, und daraus eigene Builds basteln. Viele Archetypen, Ringe und Amulette sind gut versteckt und lassen sich nur durch Rätsel oder geheime Wege finden. Ohne Wiki hätte ich vieles davon nie entdeckt. Im Koop mit bis zu drei Spielern macht das alles richtig Spaß, alleine wird es dagegen schnell zäh.

Remnant II: Eine leuchtende Figur mit Heiligenschein in einem blauen, unterirdischen Reich
Hinter jeder Ecke lauert ein neues Geheimnis.

Zufallswelten und Wiederspielwert

Die größte Stärke von Remnant II sind die zufällig zusammengesetzten Welten. Jeder Durchgang setzt Gebiete, Dungeons, Bosse und Nebenereignisse neu zusammen, sodass ich selbst nach mehreren Durchgängen noch Dinge entdeckt habe, die ich vorher nie gesehen hatte. Im Abenteuermodus kann ich einzelne Welten außerdem neu würfeln, um gezielt nach fehlenden Gegenständen zu suchen.

Mit drei Erweiterungen, The Awakened King, The Forgotten Kingdom und The Dark Horizon, ist noch einmal viel Inhalt dazugekommen. Allein die Kampagne hat mich rund 20 bis 25 Stunden beschäftigt, mit allen Geheimnissen und Builds ist man schnell bei 100 Stunden und mehr. Weniger gelungen fand ich das Level-Scaling, das manche Bosse plötzlich viel zu stark macht, und die Wiederholung einiger Gegnertypen.

Technik und Sound

Remnant II basiert auf der Unreal Engine 5 und sieht vor allem dank der Lichtstimmung und der fantasievollen Welten gut aus. Technisch ist das Spiel aber anspruchsvoll. Für die Mindestanforderungen braucht ihr eine GTX 1650 oder RX 590 und 16 GB RAM, empfohlen wird eine RTX 2060 oder RX 5700. Selbst damit lief das Spiel bei mir nur mit Upscaling wirklich flüssig, und viele Spieler berichten von Rucklern und schwacher Auslastung der Hardware. Das Spiel lässt sich außerdem nicht pausieren, auch nicht alleine.

Beim Sound gibt es Licht und Schatten. Die Waffen klingen wuchtig, und die Sprecher sind gut. Die Geräusche der Gegner gehen im Kampfgetümmel aber oft unter, was gerade bei Angriffen aus dem Hinterhalt nervt. Remnant II erschien am 25. Juli 2023 für PC, PS5 und Xbox Series X|S. Entwickelt wurde es von Gunfire Games, veröffentlicht von Gearbox Publishing, das heute als Arc Games firmiert. Mehr über das Studio findet ihr auf der offiziellen Website von Gunfire Games.

Trailer

Remnant II – Offizieller Launch-Trailer

Systemanforderungen

MinimumEmpfohlen
BetriebssystemWin 10Win 10
ProzessorIntel Core i5-7600 / AMD Ryzen 5 2600Intel i5-10600k / AMD R5 3600
Arbeitsspeicher16 GB RAM16 GB RAM
GrafikGeForce GTX 1650 / AMD Radeon RX 590GeForce RTX 2060 / AMD Radeon RX 5700
Speicherplatz80 GB verfügbarer Speicherplatz80 GB verfügbarer Speicherplatz

Wertungen im Überblick

QuelleWertungStand
Steam-Nutzerreviews82 % (Sehr positiv)19.10.2026
PlayInsider79 %19.10.2026
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