Borderlands 2 gehört für mich bis heute zu den Spielen, die ich am häufigsten durchgespielt habe, meistens mit denselben zwei Freunden und viel zu vielen Energydrinks. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an Borderlands 4. Und ja, das Schießen fühlt sich besser an als je zuvor, die Bewegung ist schneller und die neue, offene Welt lädt zum Erkunden ein. Gleichzeitig hat mich die Technik auf dem PC mehr als einmal Nerven gekostet. Wie das zusammenpasst, erzähle ich euch in meinem Test.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
Borderlands 4 hat das beste Gunplay der Reihe, eine Bewegung, die sich endlich modern anfühlt, und eine offene Welt, die mich gerade im Koop viele Stunden gefesselt hat. Wer Looter-Shooter liebt, bekommt hier genau das, wofür er die Reihe mag: Waffen, Waffen und noch mehr Waffen.
Leider bremst die Technik das Spiel auf dem PC deutlich aus. Ruckler, hohe Hardware-Anforderungen und Abstürze sind auch nach Patches ein Thema, dazu kommen DLC-gesperrte Beute und eine eher blasse Geschichte. Das erklärt auch die gemischten Steam-Reviews. Wer auf Konsole spielt oder auf weitere Patches wartet, hat deutlich mehr Spaß, ein rundes Spiel ist Borderlands 4 aber noch nicht.
Was uns gefallen hat
✅ Bestes Gunplay der Reihe mit kreativen Waffenkombinationen
✅ Schnellere Bewegung mit Greifhaken, Gleiten und Doppelsprung
✅ Nahtlose offene Welt und starker Koop
Was uns gestört hat
❌ Schwache PC-Performance mit Rucklern und Abstürzen
❌ Vorhersehbare Geschichte mit blassen Nebenfiguren
❌ Manche Beute nur mit gekauftem DLC nutzbar
Wertung: 65 %
Worum geht es in Borderlands 4?
Borderlands 4 schickt uns auf den Planeten Kairos, der vom Zeithüter beherrscht wird, einem Tyrannen, der die Bevölkerung mit Implantaten kontrolliert. Nachdem der Mond Elpis wieder aufgetaucht ist und die Abschirmung des Planeten zerstört hat, stürzen wir als einer von vier neuen Kammerjägern auf Kairos ab und schließen uns dem Widerstand an. Zur Wahl stehen die Sirene Vex, der Exo-Soldat Rafa, die Gravitar Harlowe und der Schmiederitter Amon, jeweils mit drei eigenen Skillbäumen.
Die Geschichte nimmt sich diesmal deutlich ernster als in Borderlands 3, und der Humor ist zurückgefahren. Mir persönlich gefällt das besser, weil die Witze im Vorgänger oft nur noch angestrengt wirkten. Allerdings bleibt die Handlung auch recht vorhersehbar, und viele Nebenfiguren sind schnell wieder vergessen. Die bekannten Gesichter wie Claptrap und Moxxi sorgen für ein paar schöne Momente, tragen die Geschichte aber nicht.

Gameplay: Das beste Gunplay der Reihe
Beim Schießen macht Borderlands 4 vieles richtig. Die Waffen fühlen sich wuchtiger an als in jedem Vorgänger, und das neue Lizenzteile-System sorgt dafür, dass ich ständig auf merkwürdige Kombinationen stoße: eine Pistole von Jakobs mit einem Lauf von Maliwan, ein Gewehr, das sich in einen Raketenwerfer verwandelt. Dazu kommen neue Bewegungsmöglichkeiten wie Doppelsprung, Gleiten, Sprinten und ein Greifhaken, mit dem ich mich durch die Arenen ziehe. Die Kämpfe sind dadurch schneller und vertikaler als früher.
Am meisten Spaß macht das wie immer im Koop. Mit bis zu drei Freunden und plattformübergreifend durch Kairos zu ziehen, Bosse zu farmen und den Loot zu vergleichen, ist genau das, was ich von Borderlands will. Auf Konsolen gibt es außerdem wieder einen Splitscreen-Modus. Weniger schön: Manche legendären Waffen aus der Beute lassen sich nur mit gekauftem DLC ausrüsten, was in der Steam-Community für viel Ärger sorgt.

Die offene Welt von Kairos
Zum ersten Mal ist die Welt eines Borderlands-Teils nahtlos zusammenhängend. Statt einzelner Gebiete mit Ladebildschirmen gibt es vier große Regionen, die ich frei mit meinem Digirunner-Fahrzeug erkunde. Überall warten Nebenaufträge, versteckte Kisten, Weltbosse und Vaults. Ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich eigentlich nur kurz eine Hauptmission machen wollte und eine Stunde später immer noch irgendwo in den Bergen nach Loot gesucht habe.
Auf Dauer wirkt die offene Welt aber auch etwas leer und repetitiv. Viele Aktivitäten folgen demselben Muster, und das Sammeln wird irgendwann eher Pflicht als Vergnügen. Die Hauptkampagne hat mich rund 30 Stunden beschäftigt, mit Nebenaufgaben und Endgame ist man locker doppelt so lange dabei. Für Looter-Fans ist das eine Menge Inhalt.
Technik und Sound
Hier liegt das größte Problem von Borderlands 4. Das Spiel basiert auf der Unreal Engine 5 und verlangt auf dem PC selbst in den Mindestanforderungen eine RTX 2070 oder RX 5700 XT mit 8 GB Grafikspeicher, 16 GB RAM, einen Achtkern-Prozessor und eine SSD. Selbst auf starker Hardware hatte ich Ruckler, Nachladefehler und gelegentliche Abstürze. Ohne Upscaling und Frame Generation läuft es oft nicht rund. Patches haben die Lage verbessert, aber nicht vollständig behoben. Auf den Konsolen läuft das Spiel deutlich stabiler.
Der Cel-Shading-Look ist dagegen schöner denn je, mit mehr Details und schöner Beleuchtung. Auch die Soundkulisse überzeugt mit satten Waffensounds und einem passenden Soundtrack, die deutsche Vertonung ist gelungen. Borderlands 4 erschien am 12. September 2025 für PC, PS5 und Xbox Series X|S. Entwickelt wurde es von Gearbox Software, veröffentlicht von 2K. Weitere Infos gibt es auf der offiziellen Website zu Borderlands 4.
Trailer
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| Steam-Nutzerreviews | 58 % (Ausgeglichen) | 19.10.2026 |
| PlayInsider | 65 % | 19.10.2026 |
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 / Windows 11 | Windows 10 / Windows 11 |
| Prozessor | Intel Core i7-9700 / AMD Ryzen 7 2700X | Intel Core i7-12700 / AMD Ryzen 7 5800X |
| Grafikkarte | NVIDIA GeForce RTX 2070 / AMD Radeon RX 5700 XT / Intel Arc A580 | NVIDIA GeForce RTX 3080 / AMD Radeon RX 6800 XT / Intel Arc B580 |
| Arbeitsspeicher | 16 GB RAM | 32 GB RAM |
| Speicherplatz | 100 GB | 100 GB |


















