Mass Effect Legendary Edition bündelt eine der wichtigsten Rollenspiel-Trilogien überhaupt in einem Paket, mit besserer Grafik und vielen Komfortverbesserungen.
Am 14. Mai 2021 erschien die Mass Effect Legendary Edition für PC, PlayStation 4 und Xbox One. Entwickelt hat sie BioWare, veröffentlicht wurde sie von Electronic Arts. Das Paket enthält Mass Effect, Mass Effect 2 und Mass Effect 3 mit über 40 Zusatzinhalten, darunter Story-DLCs, Waffen und Rüstungen. Alle drei Teile wurden grafisch überarbeitet, der erste Teil hat dabei die meisten Änderungen bekommen.
Die Trilogie erzählt die Geschichte von Commander Shepard, der oder die eine Galaxie voller Völker vor einer uralten Bedrohung retten muss. Entscheidungen werden über alle drei Teile mitgenommen. Wir haben uns angesehen, wie gut die Sci-Fi-Saga heute noch funktioniert.
In diesem Test





Bewertung und Fazit
Die Mass Effect Legendary Edition ist die beste Art, die Trilogie zu erleben. Die Geschichte um Shepard, die Crew der Normandy und den Krieg gegen die Reaper gehört zum Besten, was Rollenspiele erzählt haben. Gefährten wie Garrus, Tali, Wrex oder Mordin wachsen einem über drei Teile ans Herz, und Entscheidungen aus dem ersten Teil haben noch im dritten Auswirkungen.
Spielerisch merkt man vor allem dem ersten Teil sein Alter an, trotz verbesserter Steuerung, Zielhilfe und Mako-Fahrphysik. Teil 2 und 3 spielen sich als Deckungs-Shooter mit Rollenspiel-Elementen deutlich moderner. Auf dem PC ärgern sich viele Spieler über die Pflicht zur EA App und Probleme mit dem Launcher. Der Mehrspieler-Modus aus Teil 3 fehlt komplett.
Steam-Nutzer bewerten die Sammlung mit 90 Prozent positiv. Jans Vorschlag von 88 % heben wir leicht auf 89 % an. Für Rollenspiel-Fans ist das eine Pflichtsammlung, auch wenn die Technik auf dem PC nicht immer reibungslos läuft.
Was uns gefallen hat
✅ Eine der besten Sci-Fi-Geschichten der Spielegeschichte
✅ Entscheidungen wirken über alle drei Teile
✅ Großartige Gefährten und Dialoge
✅ Über 40 DLCs inklusive
✅ Spürbar verbesserter erster Teil
Was uns gestört hat
❌ Erster Teil spielt sich trotz Überarbeitung altbacken
❌ Pflicht zur EA App und Launcher-Probleme am PC
❌ Mehrspieler-Modus aus Teil 3 fehlt
❌ Grafik nur moderat modernisiert
Wertung: 89 %
Drei Spiele, eine Geschichte
Im ersten Mass Effect wird Shepard zum ersten menschlichen Spectre, einer Art galaktischem Sonderagenten. Die Jagd auf den abtrünnigen Turianer Saren führt zu einer viel größeren Bedrohung: den Reapern, uralten Maschinen, die in regelmäßigen Abständen alles organische Leben auslöschen. Im zweiten Teil stellt ihr für eine scheinbar aussichtslose Selbstmordmission ein Team zusammen. Der dritte Teil erzählt schließlich vom Krieg um die Erde und die gesamte Galaxie.
Das Besondere: Spielstände werden übernommen. Wer im ersten Teil einen Gefährten opfert, sieht ihn später nicht wieder. Wer eine Spezies rettet, bekommt im dritten Teil Unterstützung. Die Legendary Edition startet alle drei Spiele über einen gemeinsamen Launcher und überträgt eure Entscheidungen automatisch.
Dazu kommt eine einheitliche Charaktererstellung. Erstmals sieht die weibliche Shepard in allen drei Teilen gleich aus, und ihr Standard-Design aus Teil 3 ist von Anfang an verfügbar. Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht die Trilogie aber deutlich runder.

Kämpfe, Klassen und Gefährten
Ihr wählt eine von sechs Klassen, etwa den Soldaten, den Biotiker oder den Techniker. Im Kampf steuert ihr Shepard aus der Schulterperspektive und gebt bis zu zwei Begleitern Befehle. Biotische Kräfte schleudern Gegner durch die Luft, Tech-Fähigkeiten überlasten Schilde und hacken Drohnen. Der erste Teil ist dabei noch stark vom Rollenspiel geprägt, die Nachfolger setzen auf schnellere Deckungs-Shooter-Kämpfe.
BioWare hat vor allem den ersten Teil angepasst. Waffen sind präziser, die Zielhilfe wurde verbessert, und der Mako, das geländegängige Fahrzeug, fährt sich deutlich angenehmer. Ganz modern fühlt sich Mass Effect 1 trotzdem nicht an: Inventar-Menüs und eintönige Nebenplaneten verraten das Alter.
Die Gefährten sind das Herz der Reihe. Garrus, Tali, Wrex, Liara, Mordin und viele andere haben eigene Geschichten, Loyalitätsmissionen und Beziehungen untereinander. Über das Dialograd bestimmt ihr, ob Shepard als Vorbild oder als Abtrünniger handelt.

Umfang und Inhalte
Enthalten sind laut EA über 40 Zusatzinhalte, darunter beliebte Story-DLCs wie Lair of the Shadow Broker, Arrival, Leviathan und Citadel. Hinzu kommen Waffen, Rüstungen und Gefährten wie Javik oder Zaeed. Nicht enthalten sind der Mehrspieler-Modus von Mass Effect 3 und der DLC Pinnacle Station, dessen Daten laut BioWare nicht mehr vollständig verfügbar waren.
Wer alle drei Teile mit Nebenaufgaben spielt, ist schnell über 100 Stunden beschäftigt. Wer andere Entscheidungen ausprobieren will, findet viele Gründe für einen zweiten Durchgang. Andere große Rollenspiele bei uns sind Cyberpunk 2077 und Skyrim Special Edition.

Technik und EA App
Auf moderner Hardware läuft die Sammlung meist flüssig. Die Texturen wurden höher aufgelöst, Beleuchtung und Effekte überarbeitet und Unterstützung für hohe Auflösungen ergänzt. Gesichter und Animationen zeigen aber weiterhin das Alter der Originale.
Größter Kritikpunkt auf Steam ist die Pflicht zur EA App. Laut vielen Nutzerreviews startet das Spiel nur mit EA-Konto und Online-Login, und Launcher-Probleme verhindern immer wieder den Start. Auf dem Steam Deck ist die Sammlung als spielbar eingestuft. Die Systemanforderungen stehen in der Tabelle unter diesem Text. Gekauft werden kann die Sammlung im offiziellen Steam-Store.
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| PlayInsider | 89 % | 25.10.2026 |
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (90 % positiv) | 25.10.2026 |
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | 64-bit Windows 10 | 64-bit Windows 10 |
| Prozessor | Intel Core i5 3570 or AMD FX-8350 | Intel Core i7-7700 or AMD Ryzen 7 3700X |
| Grafikkarte | GPU: NVIDIA GTX 760, AMD Radeon 7970 / R9280X GPU RAM: 2 GB Video Memory | GPU: NVIDIA GTX 1070 / RTX 200, Radeon Vega 56, GPU RAM: 4 GB Video Memory |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 16 GB RAM |
| Speicherplatz | 120 GB verfügbarer Speicherplatz | 120 GB verfügbarer Speicherplatz |


















