Den ersten GRIME-Teil habe ich 2021 geliebt und gehasst zugleich. Geliebt, weil ich so eine bizarre, schleimige und gleichzeitig wunderschöne Welt noch nie gesehen hatte. Gehasst, weil mich manche Bosse fast in den Wahnsinn getrieben haben. Entsprechend gespannt war ich auf den Nachfolger. GRIME II verspricht mehr von allem: mehr Welt, mehr Kampfmöglichkeiten und mehr Seltsamkeit. Ob das aufgeht und wo der zweite Teil stolpert, erfahrt ihr in meinem Test.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
GRIME II hat mich wieder genau dort gepackt, wo es schon der erste Teil getan hat: bei seiner völlig eigenen, verstörend schönen Welt. Ich habe Gegner nur deshalb absorbiert, um zu sehen, welche verrückte Form ich danach beschwören kann, und jede neue Region hat mich mit ihrem Design überrascht. Das Kampfsystem ist tiefer und flexibler als im Vorgänger, und wenn ein harter Boss endlich fällt, fühlt sich das großartig an.
Aber GRIME II macht es einem nicht leicht, es zu mögen. Ohne richtige Schnellreise habe ich viel Zeit mit Laufwegen verbracht, gegen mehrere Gegner gleichzeitig wird es oft unübersichtlich, und kleinere Glitches haben mich immer wieder genervt. Auch die Geschichte bleibt ziemlich undurchsichtig. Wer Metroidvanias mit Soulslike-Härte liebt und Geduld mitbringt, bekommt trotzdem ein kreatives und umfangreiches Abenteuer.
Was uns gefallen hat
✅ Einzigartige, bizarre Welt und Gegnerdesign
✅ Tiefes Kampfsystem mit Formen und Paraden
✅ Großer Umfang mit viel zu entdecken
Was uns gestört hat
❌ Viel Backtracking ohne echte Schnellreise
❌ Kämpfe gegen Gruppen werden unübersichtlich
❌ Kleinere Glitches und undurchsichtige Story
Wertung: 68 %
Ein Formloser in einer Welt aus Kunst
GRIME II ist der Nachfolger des 2021 erschienenen Action-Adventures vom israelischen Studio Clover Bite. Wir spielen einen Formlosen, eine Art Kunstnachahmer, der Kreaturen absorbieren und Abbilder ihrer Form beschwören kann. Unsere Reise führt in ein neues, mysteriöses Land des GRIME-Universums, das von Kunst geradezu besessen ist und von den unterschiedlichsten Kulturen und Charakteren bewohnt wird.
Wie schon im ersten Teil erzählt GRIME II seine Geschichte eher bruchstückhaft über Gespräche und Fundstücke. Das passt zur rätselhaften Atmosphäre, macht es aber schwer, der Handlung wirklich zu folgen. Mehrere Tests kritisieren, dass die Erzählung kaum hängen bleibt, und das kann ich nachvollziehen. Die Welt selbst ist dafür umso faszinierender.

Formen stehlen und parieren
Das Herzstück ist das Kampfsystem. Mit Tentakeln aus Händen packen wir Gegner, absorbieren sie und beschwören später Abbilder in ihrer Gestalt. Diese Formen werfen Feinde, feuern Geschosse ab, betäuben oder rufen selbst Helfer herbei. Dazu kommen verschiedene Waffen und Fähigkeiten, mit denen wir unseren Spielstil festlegen. Auch die Umgebung lässt sich im Kampf nutzen, allerdings genauso von unseren Gegnern.
Wer den Vorgänger kennt, weiß: Ohne Paraden geht hier wenig. Das macht die Kämpfe fordernd, aber auch befriedigend. Tests wie COGconnected loben, dass der zweite Teil mehr Tiefe und Abwechslung bietet und dabei sogar etwas zugänglicher ist. Gegen mehrere Feinde auf einmal wird es aber schnell chaotisch, und manche Gegner halten für meinen Geschmack zu viel aus. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich zum Glück anpassen.

Erkunden ohne Schnellreise
GRIME II ist ein klassisches Metroidvania mit einer riesigen, verschachtelten Karte, Geheimwegen und neuen Fähigkeiten, die vorher verschlossene Bereiche öffnen. Beschworene Formen helfen nicht nur im Kampf, sondern auch beim Erkunden. Für die Hauptgeschichte solltet ihr rund 26 bis 30 Stunden einplanen, wer alles sehen will, ist deutlich über 30 Stunden beschäftigt.
So viel Inhalt hat aber eine Schattenseite. Da es keine richtige Schnellreise gibt, laufen wir nach dem Tod oder beim Zurückkehren oft lange Wege. Das kritisieren sowohl Tests als auch viele Spieler. Ein Trost: Laut Spielerberichten verliert ihr beim Tod weder Erfahrung noch Geld. Trotzdem hätte ich mir an einigen Stellen etwas mehr Rücksicht auf meine Zeit gewünscht.

Grafik und Technik
Künstlerisch ist GRIME II ein echtes Highlight. Die surreale Welt aus Fleisch, Stein und Kunst wirkt im zweiten Teil detailreicher und farbenfroher als zuvor, die Gegnerdesigns sind wunderbar eklig. Der Soundtrack unterstreicht die seltsame Stimmung sehr gut. Deutsche Texte sind vorhanden.
GRIME II ist am 31. März 2026 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erschienen, Publisher ist Kwalee. Die PC-Anforderungen sind niedrig, eine SSD wird aber empfohlen. In mehreren Tests werden gelegentliche Glitches und eine etwas hakelige Steuerung bei manchen Sprungpassagen erwähnt. Mehr über das Studio lest ihr in unserem Porträt zu Clover Bite und auf der offiziellen Website von Clover Bite.
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| Metacritic (PC) | 80 von 100 (14 Kritiken) | 19.10.2026 |
| Metacritic Nutzer | 7,4 von 10 | 19.10.2026 |
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (87 % positiv) | 19.10.2026 |
| PlayInsider | 73 % | 19.10.2026 |
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 64-bit | Windows 10 64-bit |
| Prozessor | Intel Core i5-6600K / AMD Ryzen 3 1200 | Intel Core i5-8400 / AMD Ryzen 5 1600X |
| Grafikkarte | Nvidia GeForce GT 1030 / AMD Radeon RX 550 | Nvidia GeForce GTX 1050 / AMD Radeon R9 720X |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 8 GB RAM |
| Speicherplatz | 20 GB | 20 GB |














