Ich gebe es zu: Ich hatte nicht mehr daran geglaubt. Sechs Jahre nach der Ankündigung war Hollow Knight: Silksong für viele von uns fast schon ein Running Gag. Am 4. September 2025 war es dann wirklich da, und nach den ersten Stunden mit Hornet war klar: Dieses Warten hat sich gelohnt.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
Ich gebe es offen zu: Nach sechs Jahren Warten hatte ich Angst, dass Silksong meine Erwartungen gar nicht erfüllen kann. Dann stand ich mit Hornet in Pharloom, und spätestens beim ersten Bossfight war klar, dass Team Cherry es wieder geschafft hat. Hornet ist schneller, akrobatischer und hat sogar eine eigene Stimme, und jede neue Ecke dieser riesigen Welt hat mich wieder neugierig gemacht.
Ganz ohne Flüche ging es bei mir allerdings nicht. Manche Bosse haben mich Dutzende Versuche gekostet, und der Weg zurück zur letzten Bank war oft länger, als mir lieb war. Wer Metroidvanias liebt und Frust aushält, bekommt aber eines der besten Spiele des Genres, für unter 20 Euro und auf fast jeder Hardware.
Was uns gefallen hat
✅ Schnelles, akrobatisches Gameplay mit vielen Werkzeugen und Wappen
✅ Riesige, handgezeichnete Welt voller Geheimnisse
✅ Herausragender Soundtrack von Christopher Larkin
Was uns gestört hat
❌ Sehr hoher Schwierigkeitsgrad mit teils frustigen Passagen
❌ Lange Laufwege zurück zur Bank
❌ Knausrige Belohnungen am Anfang, erst per Patch entschärft
Wertung: 86 %
Hornet auf Pilgerreise
Diesmal spielt ihr nicht den stummen Ritter, sondern Hornet, die Prinzessin und Kriegerin, die Fans schon aus dem ersten Teil kennen. Sie wird gefangen genommen und in ein fremdes Königreich verschleppt: Pharloom, ein Reich, das von Seide und Gesang beherrscht wird. Euer Ziel ist der Gipfel ganz oben, und der Weg dorthin führt durch moosige Höhlen, glühende Schmieden, verfallene Städte und Orte, an denen man am liebsten gar nicht weitergehen würde. Was uns sofort gepackt hat: Hornet redet. Sie ist stolz, trocken und manchmal überraschend herzlich, und das gibt der Reise eine ganz andere Stimmung als im Vorgänger.

Schneller, akrobatischer, härter
Hornet spielt sich spürbar anders als der Ritter. Sie springt höher, sprintet, klettert und schlägt mit ihrer Nadel in alle Richtungen. Statt Seelen sammelt ihr Seide, mit der ihr euch heilt oder Spezialangriffe auslöst. Dazu kommen Werkzeuge wie Wurfnadeln oder Fallen, die ihr in der Welt findet und herstellt, sowie Wappen, die euren Spielstil verändern. Wir haben uns dabei ertappt, wie wir nach jedem Fund sofort neue Kombinationen ausprobiert haben. Fair warnen müssen wir trotzdem: Silksong ist schwer. Einige Bosse haben uns Dutzende Versuche gekostet, und mancher Weg zurück zur Bank tut richtig weh.
Eine Welt voller Geheimnisse
Wie schon im ersten Hollow Knight lebt Silksong vom Erkunden. Hinter fast jeder Wand kann ein Geheimgang stecken, Karten kauft ihr erst beim Kartografen, und viele Bewohner geben euch kleine Aufträge, die euch tiefer in die Welt ziehen. Pharloom ist riesig, aber nie leer. Gerade dieses Gefühl, nach Stunden plötzlich einen völlig neuen Bereich zu entdecken, macht für uns den Reiz aus.

Wer steckt hinter Hollow Knight: Silksong?
Entwickelt hat Silksong das kleine australische Studio Team Cherry aus Adelaide, das das Spiel auch selbst veröffentlicht. Ursprünglich war Hornet nur als DLC für Hollow Knight geplant, daraus wurde aber ein komplett eigenes Spiel. Silksong gibt es für PC, Mac und Linux auf Steam und GOG, für PlayStation, Xbox (auch im Game Pass) sowie für Nintendo Switch und Switch 2. Auf Steam kostet es 19,50 Euro, Texte gibt es auf Deutsch, Sprachausgabe im klassischen Sinne nicht, die Figuren sprechen in ihrer eigenen Fantasiesprache. Mehr über das Studio lest ihr in unserem Porträt zu Team Cherry.
Grafik und Technik
Technisch ist Silksong genügsam: Schon ein Intel Core i3-3240 mit 4 GB RAM und einer GTX 560 Ti reicht laut Steam, 8 GB Speicherplatz genügen. Auf dem Steam Deck läuft es ebenfalls hervorragend. Nach dem Release gab es in der Community Kritik an einigen besonders harten Passagen und knausrigen Belohnungen am Anfang, Team Cherry hat daraufhin mit Patches nachjustiert.
Wertungen im Überblick
Grafik: Handgezeichnet, detailverliebt und mit tollen Animationen, jedes Gebiet hat seinen eigenen Look. Gameplay: Präzise, schnell und fordernd, die Werkzeuge und Wappen bringen viel Abwechslung. Story: Rätselhaft erzählt, Hornet als sprechende Heldin gibt ihr aber mehr Herz. Spieltiefe: Riesig, mit vielen Bossen, Quests und Geheimnissen. Technik: Läuft flüssig auf fast jeder Hardware, einige Balancing-Stellen mussten nachgepatcht werden. Sound: Der Soundtrack von Christopher Larkin ist wieder großartig.
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| Metacritic | 90 von 100 (45 Kritiken) | 18.10.2026 |
| OpenCritic | 91 von 100, 96 % empfehlen | 18.10.2026 |
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (90 % positiv) | 18.10.2026 |
| PlayInsider | 90 % | 18.10.2026 |
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 version 21H1 (build 19043) or newer | Windows 10 version 21H1 (build 19043) or newer |
| Prozessor | Intel Core i3-3240, AMD FX-4300 | Intel Core i5-3470 |
| Grafikkarte | GeForce GTX 560 Ti (1GB), Radeon HD 7750 (1GB) | GeForce GTX 1050 (2GB), Radeon R9 380 (2GB) |
| Arbeitsspeicher | 4 GB RAM | 8 GB RAM |
| Speicherplatz | 8 GB | 8 GB |


















