Ich weiß noch genau, wie ich das erste Mal mit der Super Shotgun und dem neuen Fleischhaken durch eine Arena geflogen bin und laut gelacht habe. DOOM Eternal fühlt sich an wie eine Achterbahn, die man selbst steuert: Springen, Dashen, Schießen, Kettensäge, weiter. Nach DOOM (2016) hätte ich nicht gedacht, dass id Software das Tempo noch einmal steigern kann. Warum mich das Spiel trotzdem nicht in jedem Moment abgeholt hat, erzähle ich euch in meinem Test.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
DOOM Eternal ist für mich einer der besten Ego-Shooter der letzten Jahre. Der Kreislauf aus Schießen, Kettensäge und Glory Kills ist anfangs fordernd, wird aber schnell zu einem unglaublichen Flow. Dazu kommen eine hervorragende Technik und ein Soundtrack, der mir heute noch Gänsehaut macht.
Ganz perfekt ist das Spiel nicht. Die Sprungpassagen bremsen das Tempo, die Geschichte ist eher Beiwerk, und der Ressourcen-Kreislauf ist nicht jedermanns Sache. Wer sich aber auf das hohe Tempo einlässt, bekommt ein Action-Feuerwerk, das seinesgleichen sucht.
Was uns gefallen hat
✅ Rasantes, forderndes Kampfsystem mit tollem Flow
✅ Hervorragende Performance auch auf älterer Hardware
✅ Mitreißender Metal-Soundtrack von Mick Gordon
Was uns gestört hat
❌ Sprung- und Kletterpassagen bremsen das Tempo
❌ Ressourcen-Kreislauf am Anfang überfordernd
❌ Geschichte bleibt Nebensache
Wertung: 85 %
Worum geht es in DOOM Eternal?
DOOM Eternal setzt die Geschichte von DOOM (2016) fort. Die Armeen der Hölle haben die Erde überrannt, und der Großteil der Menschheit ist ausgelöscht. Als DOOM Slayer kehre ich von meiner Raumstation, der Festung des Untergangs, auf die Erde zurück, um die Höllenpriester zu jagen, die hinter der Invasion stehen. Dabei verschlägt es mich auch an Orte wie den Mars, die himmlische Welt Urdak und das zerstörte Argent D’Nur.
Die Geschichte ist deutlich umfangreicher als im Vorgänger und baut eine ganze Mythologie rund um den Slayer, die Maykr und die Nachtwächter auf. Ehrlich gesagt hat mich das nur bedingt interessiert. Vieles wird über Codex-Einträge erzählt, und die Zwischensequenzen sind eher Beiwerk. Das ist kein Problem, denn bei DOOM steht für mich etwas anderes im Mittelpunkt.

Gameplay: Der Kreislauf aus Schießen, Kettensäge und Glory Kills
Das Herz von DOOM Eternal ist ein ständiger Kreislauf. Munition bekomme ich, wenn ich Dämonen mit der Kettensäge zerteile, Gesundheit durch brutale Glory Kills und Rüstung durch den Flammenwerfer auf meiner Schulter. Dazu kommt ein Dash in der Luft, der Fleischhaken an der Super Shotgun und Schwachstellen bei vielen Gegnern, die ich mit bestimmten Waffen gezielt ausschalten muss. Wer stehen bleibt, stirbt. Wer im Fluss bleibt, fühlt sich wie ein unaufhaltsamer Sturm.
Am Anfang war mir das ehrlich gesagt fast zu viel. Die ersten Level fühlen sich mit wenig Munition und vielen Tasten ungewohnt an, und manche Gegner wie der Marodeur haben mich regelrecht zur Verzweiflung gebracht. Nach ein paar Stunden hatte ich den Rhythmus aber im Blut, und dann ist DOOM Eternal einer der besten Shooter, die ich je gespielt habe. Weniger gut gefallen haben mir die Sprung- und Kletterpassagen zwischen den Arenen, die das Tempo immer wieder ausbremsen.

Umfang, DLCs und Battlemode
Die Kampagne hat mich rund 20 bis 25 Stunden beschäftigt. In jedem Level warten Geheimnisse, Sammelfiguren, Schallplatten für die Festung, Upgrades für Waffen und Rüstung sowie knackige Slayer-Tore mit Extra-Herausforderungen. Wer alles finden will, ist deutlich länger unterwegs. Über die Meisterlevel und Mutatoren lassen sich bekannte Abschnitte außerdem mit neuen Regeln erneut spielen.
Mit den beiden Erweiterungen The Ancient Gods Teil 1 und Teil 2 gibt es noch einmal mehrere Stunden Kampagne mit neuen Gegnern, die das Spiel noch fordernder machen. Der Battlemode, ein asymmetrischer Mehrspielermodus, in dem zwei Dämonen gegen einen Slayer antreten, ist eine nette Idee, hat mich aber nicht lange gehalten.
Technik und Sound
Technisch ist DOOM Eternal eine Wucht. Die id Tech 7 Engine liefert auch in den hektischsten Gefechten sehr hohe Bildraten und läuft selbst auf älteren Rechnern erstaunlich gut. Für die Mindestanforderungen reichen eine GTX 1050 Ti oder RX 470 und 8 GB RAM, empfohlen wird eine GTX 1060 mit 6 GB. Per Update kamen später Raytracing und DLSS dazu. DOOM Eternal erschien am 20. März 2020 für PC, PS4 und Xbox One, später folgten Versionen für Nintendo Switch, PS5 und Xbox Series X|S.
Der Soundtrack von Mick Gordon ist für mich einer der besten, die es in Videospielen gibt. Schwere Gitarren, Synthesizer und Chöre treiben jede Arena an und passen perfekt zum Tempo. Auch die Waffen klingen brachial. Entwickelt wurde das Spiel von id Software, veröffentlicht von Bethesda Softworks. Wer wissen will, wie es weitergeht, liest unseren Test zum Prequel DOOM: The Dark Ages. Mehr über das Studio findet ihr auf der offiziellen Website von id Software.
Trailer
Systemanforderungen
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | 64-bit Windows 7 / 64-Bit Windows 10 | 64-bit Windows 10 |
| Prozessor | Intel Core i5 @ 3.3 GHz or better, or AMD Ryzen 3 @ 3.1 GHz or better | Intel Core i7-6700K or better, or AMD Ryzen 7 1800X or better |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 8 GB RAM |
| Grafik | NVIDIA GeForce GTX 1050Ti (4GB), GTX 1060 (3GB), GTX 1650 (4GB) or AMD Radeon R9 280(3GB), AMD Radeon R9 290 (4GB), RX 470 (4GB) | NVIDIA GeForce GTX 1060 (6GB), NVIDIA GeForce 970 (4GB), AMD RX 480 (8GB) |
| Netzwerk | Breitband-Internetverbindung | Breitband-Internetverbindung |
| Speicherplatz | 80 GB verfügbarer Speicherplatz | 80 GB verfügbarer Speicherplatz |
| Zusätzliche Anmerkungen | ( 1080p / 60 FPS / Low Quality Settings ) | ( 1080p / 60 FPS / High Quality Settings ) – *On NVIDIA GTX 970 cards Texture Quality should be set to Medium |
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| Steam-Nutzerreviews | 91 % (Sehr positiv) | 19.10.2026 |
| PlayInsider | 85 % | 19.10.2026 |


















