Ich bin mit DOOM aufgewachsen, und trotzdem hat mich DOOM: The Dark Ages überrascht. Statt wie in DOOM Eternal wie ein Flummi durch die Arenen zu springen, stehe ich diesmal fest auf dem Boden, mit einem Schild in der Hand – und fühle mich dabei mächtiger als je zuvor. Warum mich das Mittelalter-Gemetzel so gepackt hat und wo es ein wenig hakt, erzähle ich euch in meinem Test.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
Ich bin mit DOOM aufgewachsen, und trotzdem hat mich The Dark Ages überrascht. Statt wie in Eternal durch die Arena zu springen, stehe ich mit dem Schildsäge-Schild fest auf dem Boden, pariere, werfe und stürme, und habe mich dabei mächtiger gefühlt als je zuvor. Dazu kommen eine düstere Mittelalter-Atmosphäre und Gegnerhorden, die trotzdem erstaunlich flüssig laufen.
Nicht alles zündet gleich gut. Die Abschnitte im Atlan-Mech und auf dem Drachen lockern zwar auf, können aber mit dem Kern nicht mithalten, und der Mittelteil zieht sich etwas. Am PC ist außerdem eine Raytracing-Grafikkarte Pflicht. Wer aber Lust auf weniger Hektik und mehr Wucht hat, bekommt von mir eine klare Empfehlung.
Was uns gefallen hat
✅ Wuchtiges, süchtig machendes Schild-Gameplay
✅ Großartige Mittelalter-Atmosphäre mit riesigen Gegnerhorden
✅ Frei einstellbares Tempo, Gegneraggressivität und Parierfenster
Was uns gestört hat
❌ Mech- und Drachenabschnitte zünden nicht durchgehend
❌ Etwas zäher Mittelteil
❌ Raytracing-Grafikkarte auf dem PC zwingend
Wertung: 85 %
Worum geht es in DOOM: The Dark Ages?
The Dark Ages ist ein Prequel zu DOOM (2016) und DOOM Eternal. Wir erleben, wie der DOOM Slayer zur Legende wurde: als Waffe der Maykr und der Nachtwächter, die in einer düsteren, mittelalterlichen Welt gegen die Armeen der Hölle kämpfen. Die Geschichte wird diesmal deutlich ausführlicher erzählt, mit vielen Zwischensequenzen und Figuren, die mehr sind als reine Stichwortgeber. Keine Sorge: Am Ende des Tages zählt trotzdem vor allem eins – Dämonen zerlegen.
Im Mittelpunkt steht der Krieg gegen Prinz Ahzrak, einen Fürsten der Hölle, der die Welt von Argent D’Nur unterwerfen will. Dazwischen stehen König Novik und die Nachtwächter, die den Slayer zwar als ihre mächtigste Waffe einsetzen, ihm aber nie ganz über den Weg trauen. Mir hat gefallen, dass id Software den Slayer trotz der vielen Zwischensequenzen stumm lässt: Er spricht mit seinen Taten, und genau das passt zu ihm.

Gameplay: Schild statt Doppelsprung
Das Herzstück ist der Schildsäge-Schild. Wir blocken damit Angriffe, parieren grün leuchtende Geschosse zurück, werfen ihn wie eine Kreissäge und stürmen damit quer übers Schlachtfeld auf Gegner zu. Dazu kommen brutale Nahkampfwaffen wie ein Dreschflegel und ein Streitkolben sowie Schusswaffen wie die Schädelzerkleinerer-Kanone, die Knochen als Munition verschießt. Das alles fühlt sich wuchtig und schwer an, im besten Sinne.
Nach ein paar Stunden hatte ich den Rhythmus im Blut: Schild hoch, grüne Geschosse zurückschmettern, mit dem Schild-Ansturm in die nächste Gruppe krachen und dann mit dem Dreschflegel aufräumen. Die Super Shotgun ist natürlich auch wieder dabei und fühlt sich so gut an wie eh und je. Besonders clever: Über Regler lassen sich Spieltempo, Gegneraggressivität und das Parierfenster frei einstellen. Wer es entspannter mag, macht das Spiel langsamer, wer eine echte Herausforderung sucht, dreht alles hoch.

Atlan-Mech und Drache: Abwechslung im Gemetzel
Für Abwechslung sorgen zwei neue Elemente. In einigen Missionen steigen wir in den riesigen Atlan-Mech und prügeln uns mit Titanen, die so groß wie Hochhäuser sind. Das ist herrlich übertrieben inszeniert, spielt sich aber deutlich langsamer und einfacher als die Kämpfe zu Fuß.
In anderen Abschnitten reiten wir auf einem kybernetischen Drachen durch die Lüfte, schießen Geschütze und Kriegsschiffe der Dämonen ab und landen anschließend direkt auf deren Decks. Nicht jeder dieser Abschnitte zündet für mich gleich gut, nach ein paar Minuten wollte ich meist wieder den Schild in der Hand haben. Als kurze Verschnaufpause zwischen den großen Schlachten lockern sie das Gemetzel aber angenehm auf.
Levels, Geheimnisse und Umfang
Spürbar anders als in DOOM Eternal sind die Level. Viele Kapitel bestehen aus weitläufigen Schlachtfeldern, Burgruinen und Sümpfen, in denen wir die Reihenfolge der Ziele teils selbst wählen. Überall warten Geheimnisse: versteckte Räume, Sammelfiguren, Codex-Einträge und vor allem Gold, Rubine und andere Ressourcen, mit denen wir an Schreinen unsere Waffen und den Schild verbessern. Ich habe mehr als einmal eine halbe Stunde damit verbracht, die letzte versteckte Truhe eines Gebiets zu finden.
Die Kampagne umfasst über 20 Kapitel und hat mich rund 15 bis 20 Stunden beschäftigt, wer jedes Geheimnis sucht, ist entsprechend länger unterwegs. Einen Mehrspielermodus gibt es diesmal nicht, id Software konzentriert sich voll auf die Einzelspieler-Kampagne. Mich stört das nicht, denn so wirkt das Spiel wie aus einem Guss. Nur der Mittelteil hätte für meinen Geschmack ein, zwei Kapitel kürzer sein dürfen.
Technik und Sound
id Software setzt auf die neue id Tech 8 Engine, die erstmals zwingend Raytracing voraussetzt. Auf dem PC braucht ihr mindestens eine RTX 2060 Super oder Radeon RX 6600 mit 8 GB Grafikspeicher, 16 GB RAM und eine NVMe-SSD. Dafür läuft das Spiel trotz riesiger Gegnerhorden erstaunlich flüssig. DOOM: The Dark Ages erschien am 15. Mai 2025 für PC, Xbox Series X|S und PS5 und war direkt zum Start im Game Pass enthalten.
Der Soundtrack stammt diesmal vom Kollektiv Finishing Move und setzt auf schwere, fast doomig-langsame Riffs, die perfekt zum neuen Spielgefühl passen. Mehr über die Macher gibt es auf der offiziellen Website von id Software. Das Studio gehört wie Bethesda zu Microsoft und damit zum Umfeld der Xbox Game Studios. Passend dazu: Was die Xbox-Chefin gerade beschäftigt, lest ihr in unseren News.
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (89 % positiv) | 19.10.2026 |
| PlayInsider | 87 % | 19.10.2026 |
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 64-Bit / Windows 11 64-Bit | Windows 10 64-Bit / Windows 11 64-Bit |
| Prozessor | AMD Zen 2 or Intel 10th Generation CPU @3.2Ghz with 8 cores / 16 threads or better (examples: AMD Ryzen 7 3700X or better, or Intel Core i7 10700K or better) | AMD Zen 3 or Intel 12th Generation CPU @3.2Ghz with 8 cores / 16 threads or better (examples: AMD Ryzen 7 5700X or better, or Intel Core i7 12700K or better) |
| Grafikkarte | NVIDIA or AMD hardware Raytracing-capable GPU with 8GB dedicated VRAM or better (examples: NVIDIA RTX 2060 SUPER or better, AMD RX 6600 or better) | NVIDIA or AMD hardware Raytracing-capable GPU with 10GB dedicated VRAM or better (examples: NVIDIA RTX 3080 or better, AMD RX 6800 or better) |
| Arbeitsspeicher | 16 GB RAM | 32 GB RAM |
| Speicherplatz | 100 GB (SSD erforderlich) | 100 GB (SSD erforderlich) |


















