Fortnite kommt auf Linux: Epic baut Anti-Cheat neu, Epic Games Store schon nativ

Epic Games will Fortnite endlich auf Linux bringen. Dafür baut das Unternehmen seinen Anti-Cheat-Schutz komplett neu auf, und auch der Epic Games Store läuft mit dem neuen Launcher jetzt nativ unter Linux. Einen Termin für Fortnite gibt es allerdings noch nicht.

Neuer Epic Games Launcher läuft nativ auf Linux

Am 14. Oktober 2026 hat Epic den neuen Epic Games Launcher als Preview veröffentlicht. Laut dem offiziellen Blogeintrag gibt es ihn damit zum ersten Mal auch als native Linux-Version. Bisher war der Store-Client nur für Windows und macOS erhältlich, Linux-Nutzer mussten auf Drittanbieter-Tools wie den Heroic Games Launcher ausweichen.

Laut heise unterstützt der Launcher offiziell Ubuntu ab Version 22.04 LTS, Fedora ab 43 und Debian ab 12. Viele Spiele im Store gibt es nur als Windows-Version. Für die lädt der Launcher einmalig eine Kompatibilitätsschicht herunter, GamingOnLinux hat dabei GE-Proton entdeckt. Für Wettkampfspieler empfiehlt Epic während der Preview noch den alten Launcher. Bemerkenswert: Laut Epic ist die neue App mit starker Hilfe von KI-Agenten entstanden.

Fortnite kommt, aber ohne Termin

Der eigentliche Knaller steckt im selben Blogeintrag: „Fortnite kommt auf Linux“, schreibt Epic. Bisher scheiterte das am Schutz vor Cheatern. Schon 2022 hatte Epic-Chef Tim Sweeney erklärt, man traue sich nicht zu, Cheating unter so vielen verschiedenen Linux-Konfigurationen in großem Stil zu bekämpfen.

Jetzt baut Epic seinen Anti-Cheat Easy Anti-Cheat zu EAC Linux v2 um. Laut dem Tech-Blog von Epic Online Services setzt die neue Version auf vorhandene Linux-Funktionen wie signierte Kernel, signierte Kernel-Module und Secure Boot. Epic arbeitet dafür mit den Machern der Linux-Distributionen zusammen. Erst wenn eine „kritische Masse“ an Distributionen die Anforderungen erfüllt, soll Fortnite über den Epic Games Launcher erscheinen. Getestet wird EAC Linux v2 zuerst live in Fortnite, danach dürfen auch andere Entwickler es nutzen.

Einen Termin nennt Epic nicht. Engineering Director Rick Deist sagte gegenüber The Verge, es gebe noch keinen Zeitplan für die Linux-Version.

Steam Deck bleibt vorerst außen vor

Ein Dämpfer für viele Linux-Spieler: Das Steam Deck unterstützt laut Epic die Funktionen nicht, die EAC Linux v2 braucht. Epic spricht nach eigenen Angaben aber mit Valve und hofft, das Handheld künftig unterstützen zu können. Auch eine Kompatibilität mit SteamOS werde geprüft. Im Steam-Store selbst wird Fortnite laut Epic aber nicht erscheinen.

Wie das italienische Magazin AbsoluteGamer zusammenfasst, ist damit noch vieles offen: Es gibt weder einen Termin noch eine Liste der Distributionen, die das neue System schon unterstützen, und auch keine Antwort von Valve zum Steam Deck. Noch in diesem Jahr will Epic gemeinsam mit Fedora-Projektleiter Jef Spaleta in einer Diskussionsrunde über faires Wettkampf-Gaming unter Linux sprechen.