Tekken 8 ist für mich das spektakulärste Prügelspiel der letzten Jahre, aber auch eines der umstrittensten. Ich habe die Reihe seit Tekken 3 gespielt und war vom Heat-System und der Optik sofort begeistert. Über die Monate hat sich aber gezeigt, dass das Drumherum mit Shop und Balance viele Fans verärgert hat.

Bewertung und Fazit

Klick auf einen Kreis, um die Begründung zu sehen.

Tekken 8 hat ein starkes Fundament. Die Kämpfe sind wuchtig und schnell, das Heat-System bringt frischen Wind, und grafisch gehört das Spiel zu den schönsten im Genre. Mit Story, Arcade Quest, Training und vielen Kämpfern bietet es zudem für Einsteiger und Profis viel Inhalt.

Gleichzeitig kostet die Monetarisierung viel Vertrauen. Der Shop, teure Einzelkämpfer, ein überladenes Menü und umstrittene Balance-Updates haben die Stimmung auf Steam stark gedrückt. Wer vor allem kämpfen will, bekommt trotzdem ein gutes Prügelspiel, das aber unter seinen Begleitumständen leidet.

Was uns gefallen hat

✅ Wuchtige, schnelle Kämpfe mit Heat-System

✅ Schöne Grafik mit Unreal Engine 5

✅ Viele Einsteigerhilfen und starker Kader

Was uns gestört hat

❌ Aggressive Monetarisierung mit Shop

❌ Umstrittene Balance und Comeback-Mechaniken

❌ Hoher Speicherbedarf und überladenes Menü

Wertung: 71 %

Die Story von Tekken 8: Kazuya gegen Jin

Im Story-Modus „The Dark Awakens“ setzt Tekken 8 die Fehde der Familie Mishima fort. Kazuya Mishima will die Welt mit seinen dämonischen Kräften unterwerfen, und sein Sohn Jin Kazama muss lernen, mit dem Teufelsgen in sich selbst klarzukommen. Dazwischen stehen zahlreiche bekannte Kämpfer aus der Reihe.

Die Inszenierung ist für ein Prügelspiel sehr aufwendig. Viele Zwischensequenzen gehen nahtlos in Kämpfe über, und manche Szenen sehen aus wie aus einem Actionfilm. Für Einsteiger ist der Modus außerdem ein guter Weg, das Spiel kennenzulernen, weil ihr auf Wunsch mit vereinfachter Steuerung spielen könnt.

Sehr lang ist die Geschichte allerdings nicht, und ernst nehmen sollte man sie auch nicht. Wer Tekken kennt, bekommt genau das, was man erwartet: übertriebenes Familiendrama mit viel Pathos. Mir hat das Spaß gemacht, ein erzählerisches Highlight ist es aber nicht.

Neben der Hauptgeschichte gibt es für jede Figur kurze Episoden im Arcade-Stil, die meist mit einem witzigen oder schrägen Abschluss enden. Diese Episoden sind kurz, aber für Fans ein schöner Bonus. Im Vergleich zu anderen Prügelspielen bietet Tekken 8 damit viel Inhalt für Einzelspieler.

Auf Steam wird der Story-Modus von vielen Spielern ausdrücklich gelobt, vor allem wegen der Inszenierung. Für Einsteiger ist er der ideale Startpunkt, weil die Kämpfe nicht zu schwer sind und ihr nebenbei die wichtigsten Figuren kennenlernt.

Tekken 8 – Kazuya Mishima ist der große Gegenspieler im Story-Modus
Kazuya Mishima ist der große Gegenspieler im Story-Modus.

Kampfsystem: Das Heat-System macht Tekken 8 aggressiv

Das Herz von Tekken 8 ist das neue Heat-System. Einmal pro Runde könnt ihr in einen Zustand wechseln, in dem eure Figur stärker wird, Gegner auch beim Blocken Schaden nehmen und neue Angriffe möglich sind. Dadurch wird Angriff klar belohnt, und passives Abwarten funktioniert kaum noch.

Für mich fühlt sich das Kämpfen dadurch wuchtiger und schneller an als im Vorgänger. Gleichzeitig ist genau das auch der größte Streitpunkt. Viele Steam-Nutzer kritisieren, dass das Spiel durch Heat und Comeback-Mechaniken zu sehr auf Ratespiele setzt, in denen ihr dauernd zwischen zwei Abwehrmöglichkeiten wählen müsst.

Wer tiefer einsteigen will, findet trotzdem das bekannte Tekken. Jede Figur hat über hundert Angriffe, und Abstand, Timing und Konter spielen weiterhin eine große Rolle. Mit Special Style gibt es zudem eine vereinfachte Steuerung für Einsteiger.

Neu ist auch das Zurückgewinnen von Lebensenergie. Habt ihr Schaden eingesteckt, könnt ihr einen Teil davon durch eigene Angriffe zurückholen. Das belohnt Mut und macht Kämpfe noch einmal spannender, weil sich das Blatt jederzeit wenden kann.

Genau diese vielen Comeback-Momente sind aber auch umstritten. Erfahrene Spieler kritisieren auf Steam, dass Fehler in Tekken 8 weniger bestraft werden als früher. Wer gerne defensiv spielt, muss sich spürbar umgewöhnen.

Tekken 8 – Mit den Rage Arts dreht ihr knappe Kämpfe in letzter Sekunde
Mit den Rage Arts dreht ihr knappe Kämpfe in letzter Sekunde.
Der offizielle Launch-Trailer zu Tekken 8 von Bandai Namco Europe.

Kämpfer, Modi und Arcade Quest

Zum Start bot Tekken 8 32 Kämpfer, darunter Neulinge wie die Kaffee-Unternehmerin Azucena, den Agenten Victor Chevalier und die geheimnisvolle Reina. Rückkehrer wie Jun Kazama sorgen für viel Nostalgie. Per Zusatzinhalt kamen später unter anderem Eddy Gordo, Lidia Sobieska, Heihachi Mishima und Clive Rosfield aus Final Fantasy XVI dazu.

Neben Story und Online-Modus gibt es den Arcade Quest, eine Art Einzelspieler-Abenteuer durch Spielhallen, das euch nebenbei die Grundlagen beibringt. Dazu kommen die Rückkehr von Tekken Ball, ein ausführliches Training und ein Wiederholungsmodus, der euch nach Kämpfen konkrete Tipps gibt. Für Einsteiger ist das sehr hilfreich.

Jede Figur spielt sich dabei deutlich anders. Manche setzen auf schnelle Würfe, andere auf Abstand oder lange Combos. Bis ihr eine Figur wirklich beherrscht, vergehen viele Stunden, und genau das macht Tekken 8 für Profis so langlebig.

Für die Einsteiger gibt es außerdem einen Geistermodus, in dem ihr gegen eine KI kämpft, die den Spielstil anderer Spieler nachahmt. Damit könnt ihr euch auf Gegner vorbereiten, ohne direkt online in die Rangliste zu müssen.

Tekken 8 – Fanliebling King ist natürlich wieder mit dabei
Fanliebling King ist natürlich wieder mit dabei.

Online-Modus, Crossplay und Ranglisten

Tekken 8 nutzt Rollback-Netcode und unterstützt Crossplay zwischen PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Online-Kämpfe laufen in meinen Partien meist stabil, und die Suche nach Gegnern geht schnell. Für ein kompetitives Spiel ist das besonders wichtig.

Bei den Ranglisten gab es dagegen immer wieder Kritik. Steam-Nutzer berichten von Problemen im Rangsystem und von Balance-Änderungen, die nicht allen gefallen haben. Vor allem das große Update zur zweiten Saison sorgte für viel Ärger in der Community. Mit der dritten Saison loben viele Spieler wieder deutliche Verbesserungen.

Auf Steam loben viele Spieler, wie sehr sich Tekken 8 mit der dritten Saison verbessert hat. Gleichzeitig zeigen die Nutzerbewertungen, wie gespalten die Community ist. Viele Spieler mit Hunderten Stunden Spielzeit bewerten das Spiel trotzdem negativ, weil sie mit Balance und Bezahlinhalten unzufrieden sind.

Tekken 8 – In der Arcade-Quest-Spielhalle trefft ihr andere Spieler aus aller Welt
In der Arcade-Quest-Spielhalle trefft ihr andere Spieler aus aller Welt.

Für wen lohnt sich Tekken 8?

Wer Prügelspiele mag, bekommt mit Tekken 8 eines der stärksten Spiele des Genres. Die Kämpfe sind schnell, wuchtig und sehen fantastisch aus. Auch Einsteiger finden dank Story-Modus, Arcade Quest und vereinfachter Steuerung gut ins Spiel.

Wer dagegen keine Lust auf Shop, Season Pass und einzeln verkaufte Kämpfer hat, sollte sich das vorher gut überlegen. Auch Spieler, die das defensivere Tekken früherer Teile lieben, werden sich mit dem Heat-System schwer tun.

Auf Steam kostet Tekken 8 regulär 39,99 Euro und ist derzeit für 23,99 Euro im Angebot. Bei Instant Gaming bekommt ihr einen Steam-Schlüssel für rund 18 Euro. Zu diesem Preis ist Tekken 8 für Prügelspiel-Fans eine klare Empfehlung.

Tekken 8 – Jin Kazama muss lernen, mit dem Teufelsgen in sich selbst klarzukommen
Jin Kazama muss lernen, mit dem Teufelsgen in sich selbst klarzukommen.

Monetarisierung: Der größte Kritikpunkt an Tekken 8

Der größte Streitpunkt an Tekken 8 ist nicht das Kämpfen, sondern das Drumherum. Neben dem Season Pass gibt es den Tekken Shop für Kostüme sowie zusätzliche Kämpfer, die einzeln verkauft werden. Besonders Heihachi Mishima, der als Einzelkauf erschien, hat viele Spieler verärgert.

Dazu kommt ein recht überladenes Menü mit viel Werbung für Zusatzinhalte. Steam-Nutzer kritisieren außerdem, dass neue Kämpfer zu stark ins Spiel kommen. Das drückt die Steam-Wertung deutlich, obwohl das eigentliche Spiel viel Lob bekommt.

Für mich ist das schade, weil das eigentliche Spiel so gut ist. Wer nur gelegentlich kämpft, kommt mit dem Grundspiel gut zurecht und braucht keine Zusatzinhalte. Wer aber alle Kämpfer möchte, muss deutlich mehr ausgeben als für das Grundspiel.

Entwickelt wurde Tekken 8 von Bandai Namco Studios, veröffentlicht hat es Bandai Namco Entertainment. Alle offiziellen Infos findet ihr auf der offiziellen Seite zu Tekken 8, kaufen könnt ihr das Spiel unter anderem auf Steam.

Tekken 8 – Lili tritt wie gewohnt mit viel Eleganz an, hier mit ihrer Katze
Lili tritt wie gewohnt mit viel Eleganz an, hier mit ihrer Katze.

Grafik und Technik

Grafisch ist Tekken 8 dank Unreal Engine 5 ein echter Hingucker. Die Figuren sind sehr detailliert, die Arenen werden während des Kampfs zerstört, und die Effekte bei Heat und Rage Arts sind spektakulär. Für mich ist das eines der schönsten Prügelspiele überhaupt.

Auf dem PC braucht das Spiel aber viel Speicherplatz. Steam-Nutzer berichten inzwischen von rund 130 GB und kritisieren außerdem Fehler und das überladene Menü. Der Sound mit wuchtigen Treffern und elektronischem Soundtrack ist dagegen sehr gelungen.

Wertungen im Überblick

QuelleWertungStand
Metacritic90 von 100 (PS5, 98 Kritiken)19.10.2026
OpenCritic90 von 100, 98 % empfehlen19.10.2026
Steam-NutzerreviewsAusgeglichen (57 % positiv)19.10.2026
PlayInsider71 %19.10.2026

Systemanforderungen (PC)

MinimumEmpfohlen
BetriebssystemWindows 10 64-BitWindows 10 64-Bit
ProzessorIntel Core i5-6600K/AMD Ryzen 5 1600Intel Core i7-7700K/AMD Ryzen 5 2600
GrafikkarteNvidia GeForce GTX 1050Ti/AMD Radeon R9 380XNvidia GeForce RTX 2070/AMD Radeon RX 5700 XT
Arbeitsspeicher8 GB RAM16 GB RAM
Speicherplatz100 GB100 GB
0 0 Bewertungen
Beitragsbewertung
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet