Ich bin mit Street Fighter II aufgewachsen, aber ehrlich gesagt nie richtig gut darin geworden. Street Fighter 6 hat das geändert, denn Capcom macht den Einstieg diesmal so leicht wie nie, ohne Profis etwas wegzunehmen. Dazu kommen ein Solo-Abenteuer, eine Online-Lobby voller Automaten und ein Stil, der richtig Laune macht.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
Street Fighter 6 hat mich als jemanden, der in Prügelspielen nie besonders gut war, endlich abgeholt. Die moderne Steuerung nimmt die Angst vor komplizierten Eingaben, und das Drive-System sorgt trotzdem für jede Menge Tiefe. Dazu sieht das Spiel fantastisch aus, und der Battle Hub bringt echtes Spielhallen-Feeling.
Schwächen gibt es trotzdem. Die World Tour ist eine nette Beigabe, erzählerisch aber dünn, und die Character Passes treiben den Gesamtpreis ordentlich nach oben. Wer Prügelspiele mag oder endlich einsteigen will, kommt an diesem Prügelspiel aber kaum vorbei. Von uns gibt es 86 Prozent.
Was uns gefallen hat
✅ Drive-System mit viel taktischer Tiefe
✅ Moderne Steuerung macht den Einstieg leicht
✅ World Tour, Battle Hub und Fighting Ground
Was uns gestört hat
❌ Story der World Tour bleibt dünn
❌ Viele Kämpfer nur über teure Character Passes
❌ Bildrate in der World Tour schwankt
Wertung: 80 %
Drive-System und moderne Steuerung
Herzstück von Street Fighter 6 ist das neue Drive-System. Eine Leiste unter eurem Lebensbalken bestimmt, wie viele Spezialaktionen ihr einsetzen könnt: Drive Impact, Drive Parry, Drive Rush und verstärkte Angriffe. Wer die Leiste leert, gerät in den Burnout und wird verwundbar. Das sorgt für spannende Entscheidungen in jeder Runde.

Besonders spannend für Einsteiger ist die moderne Steuerung. Spezialangriffe löst ihr hier mit einer Taste und einer Richtung aus, statt komplizierte Eingaben zu lernen. Dafür macht ihr etwas weniger Schaden. Daneben gibt es die klassische Steuerung und die Dynamik-Steuerung, bei der die KI für euch passende Angriffe wählt.
Zum Start gab es 18 Kämpfer, darunter Klassiker wie Ryu, Chun-Li und Ken und neue Gesichter wie Kimberly, Jamie und Lily. Über die Character Passes sind seitdem viele weitere dazugekommen. Jede Figur fühlt sich eigenständig an, und das Balancing wird laufend angepasst.
World Tour: Das Solo-Abenteuer
In der World Tour erstellt ihr euren eigenen Avatar und erkundet Metro City sowie weitere Orte rund um die Welt. Ihr lernt von bekannten Kämpfern als Meister, übernehmt ihre Moves und kombiniert sie zu eurem eigenen Kampfstil. Dazu kommen Nebenaufgaben, Minispiele und Straßenkämpfe gegen Passanten.
Für Solo-Spieler ist das eine schöne Abwechslung und eine gute Möglichkeit, das Kampfsystem kennenzulernen. Die Geschichte ist allerdings eher dünn, und manche Aufgaben ziehen sich. Nach etwa 15 bis 20 Stunden hatte ich das meiste gesehen.

Battle Hub und Online-Modi
Der Battle Hub ist eine Art virtuelle Spielhalle. Mit eurem Avatar lauft ihr durch die Lobby, setzt euch an Automaten und fordert andere Spieler heraus. Dazu gibt es Events, Ranglistenkämpfe und Capcom-Klassiker zum Zocken zwischendurch.
Online läuft das Spiel dank Rollback-Netcode sehr sauber, und Crossplay mit PlayStation und Xbox sorgt für kurze Wartezeiten. Im Fighting Ground findet ihr außerdem Arcade-Modus, lokale Kämpfe, ein umfangreiches Training und Kombo-Herausforderungen. Für Profis und Neulinge ist also genug dabei.

Character Passes und Preis
Street Fighter 6 erschien am 2. Juni 2023 für PC, PlayStation 4, PlayStation 5 und Xbox Series X|S, auf Steam war es bereits ab dem 1. Juni spielbar. Seit dem 5. Juni 2025 gibt es außerdem die Years 1-2 Fighters Edition für Nintendo Switch 2. Entwickelt und veröffentlicht wird das Spiel von Capcom, mehr zum Studio findet ihr in unserem Porträt zu Capcom.
Auf Steam kostet das Grundspiel regulär 39,99 Euro. Neue Kämpfer kommen jedes Jahr über Character Passes dazu, die extra kosten. Genau dafür gibt es in den Steam-Reviews viel Kritik, denn wer den kompletten Kader will, zahlt am Ende deutlich mehr als für das Grundspiel.

Grafik und Technik
Street Fighter 6 nutzt Capcoms RE Engine und sieht fantastisch aus. Die Kämpfer sind detailliert, ausdrucksstark animiert, und die farbenfrohen Effekte bei Spezialangriffen sind ein echter Hingucker. Auch die Stages, von Chinatown bis zum Dschungel, stecken voller liebevoller Details.
Technisch läuft das Spiel auf PC und Konsolen stabil mit 60 Bildern pro Sekunde in den Kämpfen. In der World Tour und im Battle Hub kann die Bildrate dagegen etwas schwanken. Beachtet außerdem, dass jedes Update zusätzlichen Speicherplatz braucht.
Systemanforderungen von Street Fighter 6
| Mindestens | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10, 64 Bit | Windows 10 / 11, 64 Bit |
| Prozessor | Intel Core i5-7500 / AMD Ryzen 3 1200 | Intel Core i7-8700 / AMD Ryzen 5 3600 |
| Grafikkarte | NVIDIA GeForce GTX 1060 (6 GB) / AMD Radeon RX 580 (4 GB) | NVIDIA GeForce RTX 2070 / AMD Radeon RX 5700 XT |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 16 GB RAM |
| DirectX | Version 12 | Version 12 |
| Speicherplatz | 60 GB | 60 GB |
| Sonstiges | Zusätzlicher Speicher für Updates | Zusätzlicher Speicher für Updates |
Wertungen im Überblick
Grafik: Ausdrucksstarke Kämpfer und farbenfrohe Effekte dank RE Engine. Gameplay: Drive-System und moderne Steuerung, präzise und tiefgründig. Story: Die World Tour bleibt erzählerisch dünn. Spieltiefe: Viele Modi, aber viele Kämpfer nur gegen Aufpreis. Technik: Stabile Kämpfe, starker Netcode. Sound: Stimmungsvoller Soundtrack und Echtzeitkommentar.
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (82 % positiv) | 19.10.2026 |
| PlayInsider | 80 % | 19.10.2026 |


















