Ich bin ein riesiger Fan von Spielen, in denen man einfach in Ruhe etwas repariert, und wenn dann auch noch alte Gameboys, Klapphandys und MP3-Player auf der Werkbank landen, bin ich sofort im Nostalgie-Modus. ReStory hat mich genau an dieser Stelle erwischt. Ich habe viele Abende in meinem kleinen Laden verbracht, Platinen gereinigt, Gehäuse lackiert und mich mit meinen Kundinnen und Kunden unterhalten. Ein paar Dinge haben mich zwar gestört, aber unterm Strich war das eine wirklich schöne Zeit.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
ReStory hat mir genau das gegeben, was ich mir erhofft hatte: ruhige Abende an der Werkbank, jede Menge Nostalgie und das gute Gefühl, kaputte Dinge wieder zum Laufen zu bringen. Dass hinter jedem Auftrag ein Mensch mit eigener Geschichte steckt, macht das Spiel für mich deutlich spannender als viele andere Reparatur-Simulationen.
Perfekt ist es aber nicht. Die Steuerung der Objekte ist anfangs fummelig, der Wirtschaftsteil bleibt flach, und auf Dauer schleicht sich Routine ein. Wer entspannte Bastelstunden mit Herz sucht, sollte trotzdem unbedingt reinschauen.
Was uns gefallen hat
✅ Befriedigendes, detailliertes Reparieren
✅ Herzliche Kundschaft mit verzweigten Geschichten
✅ Viel Nostalgie mit liebevoll gestalteten Geräten
Was uns gestört hat
❌ Objektsteuerung anfangs fummelig
❌ Flacher Wirtschaftsteil
❌ Auf Dauer wiederholt sich der Ablauf
Wertung: 71 %
Reparieren mit Liebe zum Detail
In ReStory übernehmt ihr einen kleinen Elektronik-Reparaturladen im Tokio der Mitte 2000er-Jahre. Auf eurer Werkbank landen Handhelds, Konsolen, Klapphandys, Kameras und MP3-Player, die ihr Schritt für Schritt zerlegt. Ihr schraubt Gehäuse auf, entfernt Staub und Dreck, tauscht defekte Teile und lötet Platinen neu. Jeder Arbeitsschritt fühlt sich angenehm handfest an, und wenn ein Gerät am Ende wieder anspringt, ist das ein richtig gutes Gefühl.
Besonders schön finde ich, wie liebevoll die Geräte gestaltet sind. Viele erinnern deutlich an echte Klassiker, und mit Atari ist sogar ein offizieller Lizenzpartner an Bord. Die Bedienung geht nach kurzer Eingewöhnung gut von der Hand, wobei das ständige Drehen der Objekte mit der Maus anfangs etwas fummelig ist.


Kundschaft und Geschichten
Was ReStory von anderen Reparatur-Simulationen abhebt, sind die Menschen. Eure Kundschaft bringt nicht nur kaputte Geräte, sondern auch ihre Geschichten mit. Ihr plaudert mit Stammgästen, erfahrt von Sorgen und Träumen und trefft Entscheidungen, die sowohl ihr Leben als auch euren Laden beeinflussen. Die verzweigte Geschichte führt am Ende zu einem von vier verschiedenen Enden.
Mir sind einige Figuren richtig ans Herz gewachsen, etwa euer Vermieter Hashimoto, der anfangs nur wegen der Miete vorbeischaut. Nicht jeder Handlungsstrang ist gleich spannend, und manche Dialoge sind recht knapp. Trotzdem hatte ich ständig das Gefühl, Teil einer kleinen Nachbarschaft zu sein.

Ersatzteile, Miete und Ladenausbau
Neben dem Schrauben müsst ihr euch um euer Geschäft kümmern. Ersatzteile bestellt ihr über einen herrlich nostalgischen Y2K-Webbrowser, seltene Komponenten findet ihr oft nur, indem ihr gebrauchte Geräte kauft und ausschlachtet. Dazu kommt jede Woche die Miete, sodass ihr eure Einnahmen im Blick behalten solltet. Mit dem verdienten Geld richtet ihr eure Werkstatt nach und nach ein und macht sie zu eurem ganz eigenen Ort.
Der wirtschaftliche Teil bleibt bewusst entspannt. Wirklich unter Druck geraten bin ich nie, was perfekt zum gemütlichen Grundton passt. Wer eine tiefe Wirtschaftssimulation erwartet, wird aber eher enttäuscht.

Customizing und Nostalgie
Ab und zu wünschen sich Kundinnen und Kunden mehr als eine einfache Reparatur. Dann lackiert ihr Gehäuse neu, klebt Sticker auf oder verpasst einem MP3-Player einen ganz neuen Look. Diese Aufträge gehören zu meinen Lieblingsmomenten, weil man hier richtig kreativ werden darf. Die Nostalgie trifft mich dabei voll: Musikplayer, Tastenhandys und Handhelds aus meiner Jugend wiederzusehen, ist einfach schön.
Entwickelt wurde ReStory vom Indie-Studio Mandragora, das zuvor schon mit I Am Future ein gemütliches Spiel abgeliefert hat. Veröffentlicht wird es von tinyBuild.

ReStory: Grafik, Sound und Technik
Optisch setzt ReStory auf einen warmen, leicht comichaften Stil. Die Werkstatt ist voller kleiner Details, und der Blick aus dem Fenster auf die Straßen von Tokio sorgt für viel Atmosphäre. Die Geräte selbst sind sauber modelliert, auch wenn die Grafik insgesamt eher zweckmäßig als spektakulär ist. Die entspannte Musik passt gut, wiederholt sich auf Dauer aber. Eine Sprachausgabe gibt es nicht, alle Texte sind auf Deutsch verfügbar.
Technisch lief das Spiel bei mir problemlos, die Anforderungen sind sehr niedrig. ReStory ist für PC und Mac erhältlich, Konsolenversionen gibt es bislang nicht.

Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| Metacritic | 81 von 100 (17 Kritiken) | 18.10.2026 |
| OpenCritic | 86 von 100, 91 % empfehlen | 18.10.2026 |
| Steam-Nutzerreviews | Äußerst positiv (95 % positiv) | 18.10.2026 |
| PlayInsider | 76 % | 18.10.2026 |
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Win10 x64 | Unbekannt |
| Prozessor | 2-core / 4-thread CPU | Unbekannt |
| Grafikkarte | GTX 750ti | Unbekannt |
| Arbeitsspeicher | 4 GB RAM | Unbekannt |
| Speicherplatz | 1 GB | Unbekannt |


















