Dreißig Jahre nach dem Untergang von Raccoon City kehrt Resident Evil an den Ort zurück, an dem alles begann. Ich hatte selten so feuchte Hände beim Spielen – und trotzdem konnte ich Resident Evil Requiem kaum aus der Hand legen.

Zwei Helden, eine Rückkehr nach Raccoon City

Im Mittelpunkt steht Grace Ashcroft, eine junge Analystin des FBI. Sie soll eine Reihe mysteriöser Todesfälle in einem heruntergekommenen Hotel untersuchen – ausgerechnet dort, wo acht Jahre zuvor ihre Mutter ermordet wurde. Als dort auch noch ein Polizist verschwindet, wird Leon S. Kennedy hinzugezogen, der Rookie-Cop aus Resident Evil 2, der inzwischen ein erfahrener DSO-Agent ist. Nach und nach führt die Spur der beiden zurück zur Katastrophe von Raccoon City, die die Welt vor 30 Jahren verändert hat.

Resident Evil Requiem: Grace Ashcroft zielt verängstigt mit einer Pistole
Grace Ashcroft ist keine geübte Kämpferin – genau das macht ihre Abschnitte so beklemmend.

Gameplay: Horror mit Grace, Action mit Leon

Der Clou von Requiem ist der Kontrast zwischen den beiden Hauptfiguren. Grace ist keine Kämpferin: Munition ist knapp, sie versteckt sich, schleicht und flieht vor Gegnern, die sie kaum aufhalten kann. Das fühlt sich an wie klassischer Survival-Horror und erinnert an die besten Momente der Reihe. Leon dagegen bringt die Action mit, mit Nahkampfmanövern, schwerem Waffenarsenal und Gegnerhorden, wie man sie aus Resident Evil 4 kennt.

Zum ersten Mal in der Hauptreihe könnt ihr jederzeit frei zwischen Ego- und Third-Person-Perspektive wechseln. Ich habe Graces Abschnitte fast komplett in der Egoperspektive gespielt, weil der Horror dort noch unmittelbarer wirkt, und bei Leon auf die Schulterkamera gewechselt, um die Übersicht in Gefechten zu behalten. Entwickelt hat das Spiel Capcom selbst, das Team hinter den gefeierten Remakes von Resident Evil 2 und 4.

Resident Evil Requiem: Leon S. Kennedy am Steuer seines Wagens
Leon S. Kennedy kehrt als erfahrener DSO-Agent zurück und bringt die Action mit.

Wertung: Unsere Gesamtwertung von 86

Requiem gehört zu den bestbewerteten Spielen des Jahres. Bei Metacritic kommt es auf einen Metascore von 89 von 100, die Spieler vergeben sogar einen User Score von 9,3 von 10. Auf Steam sind die Reviews „Äußerst positiv“. Gelobt werden vor allem die dichte Atmosphäre, der gelungene Wechsel zwischen Horror und Action und die vielen Anspielungen auf die Geschichte der Reihe. Kritisiert werden vereinzelt die überschaubare Spielzeit und einige vorhersehbare Wendungen. Für uns ist Resident Evil Requiem ein Pflichtkauf für Horrorfans: 86 von 100.

Release, Plattformen und Preis

Resident Evil Requiem ist am 27. Februar 2026 für PC (Steam und Epic Games Store), PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2 erschienen, zusätzlich lässt es sich über GeForce Now streamen. Entwickelt und veröffentlicht wurde das Spiel von Capcom. Die Standard Edition kostet regulär 69,99 Euro, die Deluxe Edition mit Kostümen, Waffenskins und Filtern 79,99 Euro. Bei Instant Gaming bekommt ihr den Steam-Key deutlich günstiger.

Resident Evil Requiem: Die Ruinen von Raccoon City unter grauem Himmel
30 Jahre nach der Katastrophe liegt Raccoon City noch immer in Trümmern.

Technik und Systemanforderungen

Requiem läuft auf Capcoms hauseigener RE Engine und sieht fantastisch aus. Auf leistungsstarken PCs gibt es zusätzlich Pathtracing-Effekte und DLSS 4. Für den PC braucht ihr mindestens Windows 11 (64 Bit), einen Intel Core i5-8500 oder AMD Ryzen 5 3500, 16 GB RAM und eine GeForce GTX 1660 (6 GB) oder Radeon RX 5500 XT (8 GB) – damit sind 1080p mit Upscaling und 30 fps drin. Empfohlen werden ein Intel Core i7-8700 oder AMD Ryzen 5 5500, 16 GB RAM und eine GeForce RTX 2060 Super oder Radeon RX 6600 (je 8 GB) für 1080p mit 60 fps. Eine SSD ist Pflicht.

Weitere Infos: residentevil.com

Der Trailer

Fazit

Ich hatte bei Requiem ehrlich gesagt Angst, dass Capcom zu sehr auf Action setzt. Das Gegenteil ist der Fall: Mit Grace habe ich mich so verletzlich gefühlt wie lange nicht mehr in einem Resident Evil, ich habe mich in Schränken versteckt und jede Patrone zweimal umgedreht. Und wenn dann Leon übernimmt und endlich zurückschlägt, fühlt sich das an wie eine Befreiung. Dieser Wechsel hat mich bis zum Schluss gepackt.

Ganz perfekt ist das Spiel nicht. Nach dem Abspann hätte ich mir noch ein paar Stunden mehr gewünscht, und einige Wendungen habe ich lange vorher kommen sehen. Am Gesamteindruck ändert das aber wenig: Die Rückkehr nach Raccoon City ist atmosphärisch dicht, wunderschön inszeniert und für mich ein Pflichtkauf für alle Horrorfans.

Plus

  • Starker Kontrast zwischen Horror mit Grace und Action mit Leon
  • Dichte, beklemmende Atmosphäre auf der RE Engine
  • Freier Wechsel zwischen Ego- und Third-Person-Perspektive

Minus

  • Überschaubare Spielzeit
  • Einige vorhersehbare Wendungen
  • Hohe Hardware-Anforderungen für Pathtracing

Wertung: 86 %

Systemanforderungen (PC)

MinimumEmpfohlen
BetriebssystemWindows 11 (64bit required)Windows 11 (64bit required)
ProzessorIntel corei5-8500 / AMD Ryzen 5 3500Intel Core i7-8700 / AMD Ryzen 5 5500
GrafikkarteGeForce GTX 1660 6GB / Radeon RX 5500 XT 8GBGeForce RTX 2060 Super 8GB / Radeon RX 6600 8GB
Arbeitsspeicher16 GB RAM16 GB RAM
SpeicherplatzUnbekanntUnbekannt
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