Ein Mann humpelt auf mich zu, hustet, behauptet aber, ihm gehe es gut. Lasse ich ihn rein, schicke ich ihn in Quarantäne oder ins Labor? Genau solche Momente machen Quarantine Zone: The Last Check aus. Das Spiel von Brigada Games erschien am 12. Januar 2026 bei Devolver Digital und wurde zu einem der Überraschungshits des Jahres. Ich habe mich als Leiter eines Kontrollpunkts mitten in der Zombie-Apokalypse versucht.
In diesem Test






Bewertung und Fazit
Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Spiel über eine Grenzkontrolle so nervös machen kann. In den ersten Stunden habe ich jeden Überlebenden misstrauisch beäugt, jede Bisswunde gesucht und mich bei jeder Fehlentscheidung schuldig gefühlt. Die Idee ist einfach genial, und die Atmosphäre zwischen Regen, UV-Licht und Sirenen trifft genau den richtigen Ton.
Auf Dauer hat mich das Spiel aber nicht ganz gehalten. Die Abläufe am Tor wiederholen sich, der Basisbau bleibt flach, und technisch ist nicht alles rund. Wer Papers, Please mochte und Lust auf Zombies hat, bekommt trotzdem für wenig Geld einen spannenden und ungewöhnlichen Simulator, der vor allem in den ersten Stunden richtig fesselt.
Was uns gefallen hat
✅ Geniale Idee mit vielen spannenden Entscheidungen
✅ Dichte Atmosphäre am Kontrollpunkt
✅ Moralische Fragen rund um Forschung und Quarantäne
Was uns gestört hat
❌ Abläufe wiederholen sich mit der Zeit
❌ Basisbau bleibt oberflächlich
❌ Technische Schwächen
Wertung: 71 %
Der letzte Kontrollpunkt
Im Kern ist Quarantine Zone eine Mischung aus Papers, Please und Zombie-Survival. Tag für Tag stehen verängstigte Überlebende vor eurem Tor, und ihr entscheidet, wer durchdarf. Dafür habt ihr allerlei Werkzeuge: Scanner, mit denen ihr ins Innere der Menschen schaut, UV-Lampen, Thermometer und mehr. Ihr sucht nach Bisswunden, Ausschlägen, auffälligen Augen und anderen Symptomen und kontrolliert nebenbei das Gepäck auf Schmuggelware und verbotene Gegenstände.
Wer gesund wirkt, kommt in den Wohnblock der Lebenden. Verdächtige Fälle schickt ihr zur Beobachtung in die Quarantäne oder zur genaueren Untersuchung ins Labor, und wer eindeutig infiziert ist, hat keine Chance. Das funktioniert anfangs richtig gut, und ich habe mich bei jeder Fehlentscheidung ertappt gefühlt. Nach einigen Stunden wiederholen sich die Abläufe allerdings spürbar.

Basisbau und Verteidigung
Neben dem Kontrollpunkt verwaltet ihr ein wachsendes Lager. Je mehr Überlebende ihr aufnehmt, desto mehr Strom, Nahrung und Medizin braucht ihr. Ressourcen sind knapp, Gebäude wollen verstärkt werden, und euer Personal sammelt Erfahrung. Wenn der Alarm losgeht, steuert ihr bewaffnete Drohnen und sorgt dafür, dass die Infizierten nicht über die Mauern kommen.
Dieser Teil ist für mich der schwächere. Der Basisbau bleibt recht oberflächlich, und viele Tester kritisieren genau das. Trotzdem gibt er dem Spiel einen schönen Rahmen: Jede Entscheidung am Tor hat Folgen für das ganze Lager, und das sorgt für Spannung.

Forschung um jeden Preis
Verwandelt sich ein Überlebender in der Quarantäne in einen Zombie, ist nicht alles verloren. Ihr könnt den Infizierten festhalten und Proben gewinnen, die neue Werkzeuge, Erfahrung für euer Team und dauerhafte Verbesserungen bringen. Auch Menschen mit unbekannten Symptomen lassen sich untersuchen, allerdings enden diese Tests immer tödlich.
Hier stellt euch das Spiel ganz bewusst vor moralische Fragen: Rettet ihr lieber Leben oder sucht ihr Wissen um jeden Preis? Mir hat gefallen, dass das Spiel diese Entscheidung nicht bewertet, sondern sie einfach euch überlässt.

Xbox-Version und Miami Zero
Nach dem großen Erfolg auf dem PC kam Quarantine Zone am 15. Juli 2026 auch für Xbox Series X|S heraus, inklusive Xbox Game Pass und Xbox Play Anywhere. Eine PlayStation-Version ist bisher nicht angekündigt. Mit dem kostenlosen Update „Miami Zero“ gibt es außerdem neue Inhalte: Ihr erlebt die ersten chaotischen Wochen des Ausbruchs in Miami, trefft neue Figuren, untersucht Mutationen des Virus und repariert eine Luxusyacht, um aus der Stadt zu fliehen.

Grafik und Technik
Quarantine Zone basiert auf der Unreal Engine 5 und sieht für ein Indie-Spiel ordentlich aus. Gerade die düsteren, verregneten Straßen und das Licht der UV-Lampen erzeugen viel Atmosphäre. Bei den Figuren merkt man aber, dass hier kein großes Budget dahintersteckt, und einige Tests bemängeln technische Probleme.
Deutsche Texte sind an Bord, eine vollständige Sprachausgabe gibt es nur auf Englisch und Russisch. Auf Steam kostet das Spiel regulär 19,99 Euro, bei Instant Gaming bekommt ihr den Key oft günstiger.
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| Metacritic | 67 von 100 (20 Kritiken) | 19.10.2026 |
| OpenCritic | 70 von 100, 50 % empfehlen | 19.10.2026 |
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (rund 82 % positiv) | 19.10.2026 |
| PlayInsider | 71 % | 19.10.2026 |
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 x64 Bit | Windows 11 x64 Bit |
| Prozessor | Intel Core i7-5820K / AMD FX-8370 | Intel Core i7-10700 / AMD Ryzen 5 5600X |
| Grafikkarte | GeForce GeForce GTX 980 / Radeon RX 470 / Arc A380 | GeForce RTX 2080 / Radeon RX 5700 |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 16 GB RAM |
| Speicherplatz | 12 GB | 12 GB |


















