Ich habe schon viele Horrorspiele gespielt, aber bei Playrooms musste ich zweimal hinschauen: Hier jagt euch kein Monster durch dunkle Keller, ihr sollt einfach nur aufräumen. Über 200.000 bunte Plastikbälle liegen in endlosen, verlassenen Spielräumen im Backrooms-Stil herum, und außer euch ist niemand da, der sie zurückbringt. Fast niemand. Genau dieser Kontrast hat mich sofort gepackt. Am 28. Oktober 2026 erscheint Playrooms vom Bamberger Studio Two Pixels für den PC, pünktlich zur Halloween-Saison. Hier findet ihr alle Infos zu Release, Gameplay und Horror.

Bewertung und Fazit

Ich liebe Spiele, in denen ich Ordnung ins Chaos bringe, und ich grusele mich gern. Dass Playrooms genau diese beiden Dinge zusammenwirft, finde ich einfach clever. Das fast meditative Bälle-Einsammeln, während irgendwo hinten im Flur das Licht flackert, stelle ich mir an einem dunklen Herbstabend großartig vor.

Ob die Mischung über die ganze Spielzeit trägt, muss sich zum Release zeigen. Ein Preis fehlt noch, und wie abwechslungsreich die Räume am Ende wirklich sind, wissen wir noch nicht. Eine Wertung geben wir erst ab, wenn wir Playrooms selbst gespielt haben. Auf meiner Wunschliste steht es aber schon.

Was uns gefallen hat

✅ Origineller Mix aus Aufräumen und Backrooms-Horror

✅ Moderate Systemanforderungen

Was uns gestört hat

❌ Langzeitmotivation noch offen

Erwartetes Rating: 81 %

Was ist Playrooms?

Playrooms ist eine Mischung aus Aufräum-Simulation und psychologischem Horror. Auf Steam ordnen die Entwickler ihr Spiel unter Simulation, Indie und Gelegenheitsspiel ein, die Community-Tags gehen klar in Richtung Backrooms, Liminal Space und Psycho-Horror. Ihr spielt allein in der Ego-Perspektive und habt einen ziemlich simplen Auftrag: Über 200.000 Bälle liegen verstreut in den Räumen, und ihr sollt sie einsammeln und zurück in ihre Bällebäder bringen.

Klingt erst mal nach einem entspannten Feierabendspiel, und genau damit spielt Playrooms. Die Räume wirken wie ein Indoor-Spielplatz nach Ladenschluss: grelles Neonlicht, Teppichboden, Wolken an der Wand, Bällebäder in Pink und Blau. Aber irgendetwas stimmt hier nicht. Die Gänge sind zu lang, die Räume zu leer, und je weiter ihr vordringt, desto öfter passieren Dinge, die eigentlich nicht passieren sollten.

Gameplay: Bälle sammeln, Upgrades freischalten

Der Kern von Playrooms ist ein klassischer, motivierender Kreislauf. Ihr sucht Bälle, tragt sie zurück zu den Bällebädern und füllt diese nach und nach auf. Jeder abgegebene Ball zählt als Währung. Mit diesem Geld schaltet ihr neue Fähigkeiten frei, die euch die Arbeit leichter machen. Volle Bällebäder bringen euch außerdem weiter: Am Ende eines Abschnitts kauft ihr den Schlüssel, der den nächsten Bereich öffnet.

Die Upgrades laufen über einen kleinen Retro-Computer, der aussieht wie ein Bürorechner aus den 90ern. In dem Skill-Menü sieht man schon einige Fähigkeiten, etwa größere Taschen, schnelleres Greifen, bessere Fähigkeiten zum Einsammeln oder einen Ballmagneten, der nahe Bälle automatisch mitnimmt. Wie viele Upgrades es am Ende insgesamt gibt, ist noch offen.

Playrooms Screenshot: Skill-Menü auf einem Retro-Computer mit Ballmagnet-Upgrade
Am Retro-PC schaltet ihr Upgrades wie den Ballmagneten frei.

Die Arbeit selbst bleibt immer gleich, die Umgebung aber nicht. Laut Store-Beschreibung reicht die Bandbreite von ganz normal gefliesten Räumen über Bereiche mit Wasserbecken bis zu endlosen Fluren voller Türen. Mal kämpft ihr euch durch ein Schwimmbad voller Bälle, mal durch ein gelbes Büro, das jeder Backrooms-Fan sofort wiedererkennt. Unterschiedliche Böden, Hindernisse und Raumaufteilungen sorgen dafür, dass ihr eure Routen immer wieder neu planen müsst.

Der Horror: Atmosphäre statt Blut

Playrooms setzt beim Grusel auf Atmosphäre. Es gibt es Jumpscares mit plötzlichen lauten Soundeffekten und längere Abschnitte in fast völliger Dunkelheit. Blut, explizite Gewalt oder Nacktheit gibt es dagegen nicht. Wer also mit Splatter nichts anfangen kann, aber gern mal eine Gänsehaut bekommt, ist hier richtig.

Ein wichtiges Element ist das Licht. Ab und zu fällt es langsam nach und nach aus, und dann solltet ihr besser in den beleuchteten Bereichen bleiben. Was genau in der Dunkelheit lauert, verrät das Spiel bislang nicht, und das ist vermutlich auch der Punkt. Ihr müsst also beim Sammeln immer im Blick behalten, wo die nächste Lichtquelle ist, und eure Wege zwischen Ballfundorten und Bällebädern entsprechend planen.

Playrooms Screenshot: Dunkler Flur mit vielen Türen und verstreuten Bällen
Endlose Flure voller Türen: Hier sollte das Licht besser anbleiben.

Die Backrooms sind seit einigen Jahren eines der beliebtesten Internet-Phänomene im Horror-Bereich. Gemeint sind endlose, leere Räume, die vertraut und gleichzeitig falsch wirken, oft mit vergilbten Tapeten, summendem Neonlicht und feuchtem Teppich. Playrooms übernimmt diese Ästhetik und kreuzt sie mit einem Kinderspielplatz. Das Ergebnis sieht auf den Screenshots wirklich unangenehm aus: fröhliche Farben in einer Umgebung, die eigentlich niemand betreten sollte.

Der offizielle Release-Date-Trailer zu Playrooms von Two Pixels.

Was Playrooms besonders macht

Aufräum- und Organisationsspiele sind gerade im Trend, weil sie entspannen und ein gutes Gefühl geben, wenn am Ende alles ordentlich ist. Backrooms-Horror ist das genaue Gegenteil: beklemmend, orientierungslos, unheimlich. Playrooms bringt beides zusammen und lebt genau von diesem Kontrast. Das fast meditative Einsammeln der Bälle wiegt euch in Sicherheit, bis die Umgebung euch daran erinnert, dass ihr nicht allein seid.

Für Spieler aus Deutschland gibt es noch einen Bonus: Playrooms hat neben Englisch eine vollständige deutsche Vertonung, auch die Texte und Menüs sind auf Deutsch. Das ist bei kleinen Indie-Titeln alles andere als selbstverständlich und passt natürlich, weil das Studio selbst aus Bayern kommt.

Auch abseits des Grusels ist Playrooms ordentlich ausgestattet. Laut Steam gibt es volle Controller-Unterstützung, Steam-Errungenschaften, Cloud-Speicherstände, Surround-Sound, eine eigene Lautstärkeregelung und Optionen für mehr Kamerakomfort. Das Spiel ist außerdem ohne zeitkritische Eingaben spielbar und für die Steam-Familienbibliothek freigegeben.

Entwickelt und veröffentlicht wird Playrooms von Two Pixels, offiziell Two Pixels UG (haftungsbeschränkt) aus Bamberg. Hinter dem Studio stehen Julia Weißenberger und Gerrit Wendland, die ihre Spiele komplett selbst entwickeln. Ihr erstes größeres Projekt war das Koop-Roguelite When We Arrive, das im Mai 2026 in den Early Access ging. Auf YouTube, Twitch, Instagram und TikTok zeigen die beiden regelmäßig, wie ihre Spiele entstehen. Achtung, Verwechslungsgefahr: Auf Steam gibt es auch ein brasilianisches Studio namens Two Pixels, das mit Playrooms nichts zu tun hat.

Release, Preis und Systemanforderungen

Playrooms erscheint am 28. Oktober 2026 für den PC. Ihr könnt Playrooms auf Steam schon jetzt auf eure Wunschliste setzen. Einen Preis gibt es noch nicht. Konsolenfassungen sind bisher nicht angekündigt, und auch zur Steam-Deck-Kompatibilität gibt es noch keine offizielle Einstufung. Sobald es Neuigkeiten zu Preis, Demo oder weiteren Plattformen gibt, aktualisieren wir diesen Eintrag.

Wertungen im Überblick

QuelleWertungStand
WertungenNoch keine, das Spiel ist noch nicht erschienen19.10.2026

Systemanforderungen (PC)

MinimumEmpfohlen
BetriebssystemWindows 10 64-bitWindows 10 64-bit
ProzessorIntel Core i5-7600K or AMD Ryzen 5 1600Intel Core i5-10400 or AMD Ryzen 5 3600
GrafikkarteNVIDIA GTX 1060 (6GB) or AMD RX 580NVIDIA RTX 2060 (6 GB) or AMD RX 5700
Arbeitsspeicher8 GB RAM16 GB RAM
Speicherplatz4 GB4 GB

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