NieR:Automata verbindet schnelle Kämpfe von PlatinumGames mit einer Geschichte, die Fragen nach Menschlichkeit und Sinn stellt.
NieR:Automata erschien am 23. Februar 2017 in Japan und am 10. März 2017 in Europa für die PlayStation 4. Die PC-Version folgte am 17. März 2017 auf Steam. Veröffentlicht hat das Spiel Square Enix, entwickelt wurde es von PlatinumGames unter der Leitung von Yoko Taro. Später kamen Fassungen für die Xbox One und die Nintendo Switch dazu.
In NieR:Automata kämpft ihr als Androidin 2B gegen Maschinen, die die Erde erobert haben. Was als Action-RPG mit schnellen Kämpfen beginnt, wird zu einer Geschichte über Bewusstsein, Erinnerung und den Sinn des Lebens. Wir haben uns angesehen, wie gut der Klassiker heute auf dem PC ist.
In diesem Test





Bewertung und Fazit
NieR:Automata ist eines der ungewöhnlichsten Spiele der letzten Jahre. Die Kämpfe von PlatinumGames sind schnell und flüssig, die Welt wirkt melancholisch und schön zugleich. Die wahre Stärke ist aber die Geschichte: Erst nach mehreren Durchläufen und verschiedenen Enden zeigt das Spiel, was es eigentlich erzählen will. Der Soundtrack von Keiichi Okabe gehört zu den besten der Spielegeschichte.
Auf dem PC gibt es allerdings einen großen Haken. Viele Steam-Nutzer kritisieren die Umsetzung, die Auflösungsfehler, Ruckler und Abstürze mitbringt. Etliche Spieler empfehlen inoffizielle Fan-Mods, damit das Spiel sauber läuft. Auch die Nebenquests und die leere offene Welt wirken heute teils altbacken.
Steam-Nutzer bewerten NieR:Automata zu 87 Prozent positiv. Jan hatte 88 % vorgeschlagen, wir passen auf 87 % an: ein sehr gutes Spiel, dessen Geschichte zu den besten des Genres gehört, das aber technisch auf dem PC Federn lässt.
Was uns gefallen hat
✅ Tiefgründige Geschichte mit mehreren Enden
✅ Schnelle, flüssige Kämpfe von PlatinumGames
✅ Herausragender Soundtrack
✅ Mutige Wechsel zwischen Spielgenres
✅ Starke Figuren wie 2B, 9S und A2
Was uns gestört hat
❌ Schwache PC-Umsetzung mit Rucklern und Auflösungsfehlern
❌ Leere offene Welt
❌ Viele eintönige Nebenquests
❌ Wichtige Inhalte erst nach mehreren Durchläufen
Wertung: 87 %
Eine Welt ohne Menschen
Im Jahr 11945 ist die Erde von Maschinen besetzt, die von Außerirdischen geschickt wurden. Die Menschheit hat sich auf den Mond zurückgezogen und schickt Androiden der Einheit YoRHa in den Kampf. Ihr spielt 2B, eine Kampf-Androidin, die gemeinsam mit dem Späher 9S Aufträge auf der Erde erledigt.
Schnell merkt ihr, dass in NieR:Automata nicht alles so ist, wie es scheint. Manche Maschinen bauen Dörfer, wollen Frieden oder ahmen menschliches Verhalten nach. Die Geschichte stellt immer wieder die Frage, was einen Menschen ausmacht und ob Androiden und Maschinen fühlen können.
Das Besondere: Nach dem ersten Ende ist das Spiel nicht vorbei. Im zweiten Durchlauf erlebt ihr die Ereignisse aus der Sicht von 9S, danach folgt ein dritter Teil mit völlig neuen Inhalten. Erst dann ergibt die ganze Geschichte Sinn.

Kämpfe von PlatinumGames
Die Kämpfe in NieR:Automata sind schnell und flüssig. 2B kombiniert leichte und schwere Angriffe mit zwei Waffen, weicht im letzten Moment aus und kontert. Gleichzeitig feuert euer schwebender Begleiter, der Pod, auf Gegner. Wer es einfach mag, kann im leichten Modus automatische Chips nutzen.
Immer wieder wechselt das Spiel das Genre. Mal fliegt ihr in einem Mech durch Bullet-Hell-Passagen, mal wird die Kamera zur Seitenansicht wie in einem 2D-Spiel. 9S hackt Gegner in kleinen Shoot-’em-up-Minispielen. Diese Abwechslung hält das Spiel frisch.
Über Chips passt ihr Fähigkeiten an. Spannend: Selbst die Anzeige von Lebensbalken und Minikarte ist ein Chip. Wer ihn entfernt, gewinnt Platz für Verbesserungen, spielt aber blind. Wer ähnlich anspruchsvolle Kämpfe mag, schaut sich unseren Test zu Sekiro: Shadows Die Twice an.

Offene Welt und Nebenquests
Die Welt von NieR:Automata ist halb offen. Ihr bewegt euch zwischen Ruinenstadt, Wüste, Wald und Vergnügungspark. Die Gebiete sehen stimmungsvoll aus, wirken aber oft leer. Schnellreise wird erst nach einiger Zeit freigeschaltet.
Viele Nebenquests sind einfache Hol- und Bringaufträge. Einige erzählen aber kleine, berührende Geschichten über Maschinen und Androiden, die das Thema des Spiels vertiefen. Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen.

Grafik, Sound und PC-Umsetzung
Der Soundtrack von Keiichi Okabe ist das, woran sich viele Spieler am längsten erinnern. Die Stücke wechseln je nach Situation zwischen ruhigen und gesungenen Fassungen. Grafisch setzt NieR:Automata auf Stil statt Technik.
Die PC-Version hat laut vielen Steam-Reviews deutliche Probleme: Auflösungsfehler, Ruckler und Abstürze. Viele Spieler empfehlen inoffizielle Fan-Mods. Die Systemanforderungen findet ihr in der Tabelle unter diesem Text, das Spiel bekommt ihr im offiziellen Steam-Store. Weitere Spiele von Square Enix findet ihr auf der Seite von Square Enix.
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| PlayInsider | 87 % | 25.10.2026 |
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (87 % positiv) | 25.10.2026 |
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 7 /8.1 /10 64bit | Windows 8.1 /10 64bit |
| Prozessor | Intel Core i3 2100 or AMD A8-6500 | Intel Core i5 4670 or AMD A10-7850K |
| Grafikkarte | NVIDIA GeForce GTX 770 VRAM 2GB or AMD Radeon R9 270X VRAM 2GB | NVIDIA GeForce GTX 980 VRAM 4GB or AMD Radeon R9 380X VRAM 4GB |
| Arbeitsspeicher | 4 GB RAM | 8 GB RAM |
| Speicherplatz | 50 GB verfügbarer Speicherplatz | 50 GB verfügbarer Speicherplatz |


















