Ich liebe Spiele, in denen ich mir Notizen machen möchte, und genau so eins ist Deathloop. Ich wache als Colt mit Kater an einem Strand auf, ohne Erinnerung, und eine Frau namens Julianna verspottet mich über Funk. Kurz darauf sterbe ich zum ersten Mal und wache wieder am selben Strand auf. Arkane hat aus dieser Zeitschleife ein Detektivspiel mit Schusswaffen gemacht, das mich über weite Strecken gefesselt hat. Wo es mich trotzdem verloren hat, erzähle ich euch in meinem Test.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
Deathloop ist für mich eines der originellsten Spiele der letzten Jahre. Die Zeitschleife, die ich nach und nach durchschaue, die großartigen Dialoge zwischen Colt und Julianna und der stilsichere 60er-Look haben mich lange gefesselt. Wer Dishonored mochte, fühlt sich sofort zu Hause.
Gleichzeitig ist die Gegner-KI schwach, die Wiederholung derselben vier Gebiete nicht jedermanns Sache, und das Ende hat mich enttäuscht. Auch die Technik auf dem PC ist nicht ganz sauber. Unterm Strich bleibt ein gutes, sehr eigenständiges Spiel.
Was uns gefallen hat
✅ Originelles Zeitschleifen-Prinzip zum Mitdenken
✅ Großartige Dialoge und Sprecher
✅ Stilsicherer 60er-Look mit tollem Soundtrack
Was uns gestört hat
❌ Schwache Gegner-KI
❌ Immer wieder dieselben vier Gebiete
❌ Enttäuschendes Ende und Ruckler auf dem PC
Wertung: 78 %
Worum geht es in Deathloop?
Deathloop spielt auf der Insel Blackreef, auf der sich ein Tag immer wieder wiederholt. Die Bewohner feiern eine ewige Party, denn wer stirbt, steht am nächsten Morgen einfach wieder auf. Als Colt will ich die Schleife durchbrechen. Dafür muss ich acht sogenannte Visionäre an einem einzigen Tag ausschalten, bevor die Zeit wieder auf null springt. Das Problem: Die Visionäre sind über vier Gebiete und vier Tageszeiten verteilt, und ich kann pro Tageszeit nur ein Gebiet besuchen.
Mir hat am meisten gefallen, wie die Geschichte mit dem Spielprinzip verwoben ist. Ich belausche Gespräche, finde Notizen und entdecke nach und nach, wie ich zwei Visionäre gleichzeitig an denselben Ort locken kann. Getragen wird das von den Dialogen zwischen Colt und Julianna, die zu den besten Wortgefechten gehören, die ich in einem Spiel gehört habe. Das Ende fand ich allerdings etwas enttäuschend.

Gameplay: Schleichen, Schießen und Kräfte
Spielerisch merkt man Deathloop die Herkunft von Arkane deutlich an. Wie in Dishonored kann ich schleichen, Gegner lautlos ausschalten oder mit Pistolen, Maschinenpistolen und Schrotflinten offen angreifen. Dazu kommen besondere Kräfte, die ich von den Visionären erbeute: Mit Shift teleportiere ich mich über kurze Strecken, mit Aether werde ich unsichtbar, mit Karnesis schleudere ich Gegner durch die Luft, und mit Nexus verbinde ich Feinde, sodass sie gemeinsam sterben.
Das macht viel Spaß, ist aber nicht immer fordernd. Die Gegner-KI ist oft erstaunlich schwach und rennt blind in meine Schussbahn. Durch das Residuum, eine Energie, mit der ich Waffen und Kräfte dauerhaft behalte, werde ich mit der Zeit außerdem sehr mächtig. Das wiederholte Besuchen derselben vier Gebiete hat mich weniger gestört als befürchtet, weil sich jedes Gebiet je nach Tageszeit verändert. Wer aber Abwechslung bei den Schauplätzen sucht, wird hier eher enttäuscht.

Julianna und die Invasionen
Eine besondere Idee sind die Invasionen. Andere Spieler können als Julianna in meine Partie eindringen und versuchen, mich auszuschalten. Gleichzeitig kann ich selbst als Julianna fremde Spiele heimsuchen. Diese Katz-und-Maus-Jagden haben für mich die spannendsten Momente des Spiels geliefert, weil ich nie wusste, ob gerade ein Mensch oder die KI hinter mir her ist.
Wer lieber in Ruhe spielt, kann die Invasionen abschalten oder nur Freunde zulassen. Dann übernimmt die KI die Rolle von Julianna, was deutlich weniger aufregend ist. Inzwischen sind auf dem PC nicht mehr allzu viele Spieler unterwegs, daher dauert es manchmal, bis ein menschlicher Gegner auftaucht. Insgesamt hat mich Deathloop rund 15 bis 20 Stunden beschäftigt.
Technik und Sound
Optisch hat Deathloop vor allem durch seinen Stil überzeugt. Der Look erinnert an die 60er-Jahre, mit knalligen Farben, Retro-Möbeln und Graffiti, und jede Ecke von Blackreef erzählt eine kleine Geschichte. Technisch ist das Spiel dagegen nicht ganz rund. Zum Start hatte die PC-Version mit Rucklern zu kämpfen, und auch heute laufen nicht alle Szenen perfekt. Für die Mindestanforderungen braucht ihr eine GTX 1060 mit 6 GB oder RX 580 und 12 GB RAM. Raytracing und Upscaling werden unterstützt.
Bei Sound und Sprechern ist Deathloop dagegen eine Klasse für sich. Der jazzige, funkige Soundtrack passt perfekt zum Retro-Stil, und die Sprecher von Colt und Julianna sind großartig. Deathloop erschien am 14. September 2021 für PC und PS5, ein Jahr später folgte die Version für Xbox Series X|S. Entwickelt hat es Arkane Studios in Lyon, veröffentlicht wurde es von Bethesda Softworks. Mehr Infos gibt es auf der offiziellen Website zu Deathloop.
Trailer
Systemanforderungen
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | 64 bit Windows 10 version 1909 or higher | 64 bit Windows 10 version 1909 or higher |
| Prozessor | Intel Core i5-8400 @ 2.80GHz or AMD Ryzen 5 1600 | Intel Core i7-9700K @ 3.60GHz or AMD Ryzen 7 2700X |
| Arbeitsspeicher | 12 GB RAM | 16 GB RAM |
| Grafik | Nvidia GTX 1060 (6GB) or AMD Radeon RX 580 (8GB) | Nvidia RTX 2060 (6GB) or AMD Radeon RX 5700 (8GB) |
| DirectX | Version 12 | Version 12 |
| Speicherplatz | 30 GB verfügbarer Speicherplatz | 30 GB verfügbarer Speicherplatz |
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| Steam-Nutzerreviews | 76 % (Größtenteils positiv) | 19.10.2026 |
| PlayInsider | 78 % | 19.10.2026 |


















