Call of Juarez: Gunslinger ist für mich einer dieser Geheimtipps, die man jedem empfehlen kann. Statt eines riesigen Open-World-Westerns bekomme ich hier eine kurze, knackige Kampagne, die von einem alten Kopfgeldjäger in einem Saloon erzählt wird. Und genau dieser Erzähler macht das Spiel so besonders.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
Call of Juarez: Gunslinger ist ein linearer, aber großartig inszenierter Western-Shooter. Das Schießen fühlt sich hervorragend an, die Comic-Optik ist zeitlos, und die Erzählweise von Silas Greaves ist einfach genial. Wenn er sich verplappert und sich das Level plötzlich verändert, musste ich mehr als einmal laut lachen.
Die Kampagne ist mit sechs bis acht Stunden recht kurz, und abseits der Story gibt es vor allem Arcade- und Duell-Modi. Für den kleinen Preis ist das aber völlig in Ordnung. Wer Western mag, sollte hier unbedingt zugreifen.
Was uns gefallen hat
- ✅ Geniale Erzählweise durch den unzuverlässigen Erzähler
- ✅ Hervorragendes Waffengefühl
- ✅ Zeitlose Comic-Optik
Was uns gestört hat
- ❌ Kampagne mit 6–8 Stunden recht kurz
- ❌ Sehr linearer Levelaufbau
- ❌ Duelle können anfangs frustrieren
Unsere Gesamtwertung für Call of Juarez: Gunslinger: 84 %
Ein Kopfgeldjäger erzählt
Im Jahr 1910 betritt der alte Kopfgeldjäger Silas Greaves einen Saloon und erzählt von seinen Begegnungen mit Billy the Kid, Jesse James und anderen Legenden. Ihr spielt seine Erinnerungen nach, und weil Silas gern übertreibt, verändert sich das Spiel ständig. Plötzlich tauchen Gegner auf, Wege verschwinden oder ein ganzes Level wird neu erzählt.
Diese Idee funktioniert erstaunlich gut und sorgt für viele Lacher. Gleichzeitig steckt hinter den Anekdoten eine Rachegeschichte, die am Ende eine überraschende Wendung nimmt. Für einen kurzen Shooter ist das richtig starkes Storytelling.

Call of Juarez: Gunslinger als Shooter
Spielerisch ist Gunslinger ein reinrassiger Arcade-Shooter. Revolver, Gewehre und Schrotflinten fühlen sich wuchtig an, und mit einem Konzentrationsmodus verlangsamt ihr die Zeit, um mehrere Gegner gleichzeitig zu erledigen. Für Kopfschüsse und Kombos gibt es Punkte, mit denen ihr neue Fähigkeiten freischaltet.
Besonders sind die Duelle. Hier müsst ihr Fokus und Handposition gleichzeitig kontrollieren, bevor ihr zieht. Am Anfang hat mich das ein paar Versuche gekostet, mit etwas Übung werden sie aber zu echten Highlights.

Arcade und Duell-Modus
Neben der Story gibt es einen Arcade-Modus, in dem ihr Level auf Highscore spielt, und einen Duell-Modus mit allen Showdowns. Nach Abschluss der Kampagne lohnt sich außerdem ein zweiter Durchgang mit allen freigeschalteten Fähigkeiten.
Viel mehr Umfang gibt es nicht. Wer ein großes Western-Epos sucht, ist hier falsch. Wer aber ein kurzes, perfekt dosiertes Abenteuer will, bekommt genau das.
Technik und Systemanforderungen
Technisch läuft Gunslinger auch auf schwachen PCs problemlos. Der Cel-Shading-Look ist kaum gealtert und sorgt für eine Optik, die an einen Comic erinnert.
Mehr über das Studio hinter Call of Juarez: Gunslinger lest ihr in unserem Porträt zu Techland. Kaufen könnt ihr Call of Juarez: Gunslinger zum Beispiel direkt auf Steam.
Systemanforderungen
| Mindestens | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows® XP (SP3) / Windows Vista® (SP2) / Windows® 7 (SP1) / Windows® 8 | Windows® 7 (SP1) |
| Prozessor | 2 GHz Intel® Core™2 Duo or 2 GHz AMD Athlon™ 64 X2 | 3 GHz Intel® Core™2 Duo or 3 GHz AMD Athlon™ 64 X2 or better |
| Arbeitsspeicher | 2 GB RAM | 4 GB RAM |
| Grafikkarte | 512 MB DirectX® 9.0c–compliant | 1024 MB DirectX 10–compliant or higher |
| DirectX | 9.0c | 10 |
| Speicherplatz | 5 GB HD space | 5 GB HD space |
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| Metacritic | 79 von 100 | 24.10.2026 |
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (94 % positiv) | 24.10.2026 |
| PlayInsider | 84 % | 24.10.2026 |













