Call of Duty: Warzone ist seit Jahren das Battle Royale von Activision und kostet keinen Cent. Ich bin mit dem Fallschirm über den Karten abgesprungen, habe im Gulag um meine zweite Chance gekämpft und verrate euch in meinem Test, warum das Gunplay von Infinity Ward immer noch begeistert, die Technik aber vielen Spielern den Spaß verdirbt.
In diesem Test





Bewertung und Fazit
Warzone hat diese ganz eigene Sogwirkung: Ein guter Absprung, ein schneller Loadout-Drop, ein knapper Sieg im letzten Kreis, und schon ist es zwei Uhr nachts. Das Gunplay gehört nach wie vor zum Besten, was das Genre zu bieten hat, und mit Battle Royale und Resurgence gibt es für jede Laune den passenden Modus.
Leider frisst die Technik viel davon auf. Ruckler, Lags und Verbindungsprobleme ziehen sich durch die Steam-Reviews, dazu kommen Frust über das skillbasierte Matchmaking, die sehr kurze Time-to-Kill und die Zielhilfe für Controller. Weil das Spiel gratis ist, könnt ihr es ohne Risiko ausprobieren. Ein Battle Royale, das man uneingeschränkt empfehlen kann, ist Warzone für mich im aktuellen Zustand aber nicht.
So bewerten wir
- 90–100Legendär
- 80–89Sehr gut
- 70–79Gut
- 60–69Okay
- 5050–59Mäßig
- < 50Schwach
Bei PlayInsider bewerten wir jedes Spiel einzeln und immer an den Erwartungen seines Genres. Eine Story in einem Action-Spiel oder Adventure messen wir an ihrer erzählerischen Klasse. In einer Simulation oder einem Manager zählt dagegen, was das Genre üblicherweise bietet. So bleiben unsere Wertungen fair und innerhalb eines Genres vergleichbar.
Unsere Bewertung im Detail
Grafik
Warzone sieht realistisch aus und bietet große, detailreiche Karten mit Städten, Industrieanlagen und Wäldern. Aus der Nähe fallen aber matschige Texturen und Pop-ins auf, und die Optik schwankt je nach Karte deutlich. Gut, aber nicht mehr auf dem Stand aktueller Vollpreis-Shooter.
Gameplay
Das Schießen fühlt sich wuchtig und präzise an, das kennt ihr aus Modern Warfare 4 und Black Ops 7. Gulag, Loadout-Drops und Resurgence sorgen für spannende Runden. Viele Spieler stören sich aber an der sehr kurzen Time-to-Kill, der starken Zielhilfe für Controller und dem strengen Matchmaking. Dadurch fühlen sich viele Gefechte unfair an.

Story
Eine echte Geschichte erzählt Warzone nicht. Es gibt nur Saison-Events und kleine Hintergrundgeschichten zu den Operatoren. Für ein Battle Royale ist das normal, mehr als „okay“ ist aber nicht drin.
Spieltiefe
Mit Battle Royale, Resurgence, wechselnden Karten, Waffen-Aufsätzen, Operatoren und einem Battle Pass pro Saison habt ihr lange etwas zu tun. Vieles davon dreht sich allerdings um Kosmetik und den Shop, und die Meta wechselt oft.
Technik
Hier liegt das größte Problem. In den Steam-Reviews beschweren sich viele Spieler über Ruckler, Lags, Abstürze und Cheater. Dazu kommen 125 GB Speicherplatz und regelmäßig große Updates. Das ist für ein Online-Spiel, bei dem jede Millisekunde zählt, sehr störend.
Sound
Waffen klingen druckvoll und Schritte lassen sich meist gut orten, das ist im Battle Royale Gold wert. Ab und zu sind Gegner trotzdem kaum zu hören, und der Voice-Chat mit Fremden ist laut Spielern oft eher Lärm als Hilfe.
So spielt sich Call of Duty: Warzone
In Call of Duty: Warzone springt ihr zusammen mit vielen anderen Squads über einer großen Karte ab, sammelt Waffen, Geld und Ausrüstung und kämpft gegen eine immer kleiner werdende Zone. Wer stirbt, landet im Gulag und kann sich dort im Duell zurück ins Spiel kämpfen. In Resurgence spawnt ihr dagegen immer wieder neu, solange eure Teammitglieder leben, das sorgt für schnelle Runden.
Warzone ist Free-to-play, ihr braucht also keines der Vollpreis-Spiele. Fortschritt, Waffen und Operatoren teilt sich Warzone aber mit dem jeweils aktuellen Call of Duty, derzeit Call of Duty: Modern Warfare 4. Mit Saison 1 kommen laut Activision die neuen Karten Hajin und Zodiac.

Aus für PS4 und Xbox One
Noch läuft Warzone auch auf PS4 und Xbox One, neu herunterladen lässt es sich dort aber schon seit dem 4. Juni nicht mehr. Ab dem Start von Saison 1 von Modern Warfare 4 am 6. November 2026 könnt ihr Warzone laut Activision nicht mehr auf PS4 und Xbox One spielen. Danach läuft Call of Duty: Warzone nur noch auf PC, PS5 und Xbox Series X|S. Euer Fortschritt bleibt über euer Activision-Konto erhalten.
Was Steam-Spieler sagen
Auf Steam sind nur 28 % der über 21.600 Reviews positiv, das ergibt „Größtenteils negativ“. Gelobt wird das Gunplay. Kritisiert werden vor allem Ruckler und Lags, das skillbasierte Matchmaking, die kurze Time-to-Kill, die Zielhilfe und die Moderation im Voice-Chat. Auch die aktuellen Reviews sind mit 35 % positiv kaum besser.
Trailer
Mehr Shooter von Infinity Ward und Activision findet ihr in unserem Test zu Modern Warfare 4.
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows® 10 64 Bit (aktuellstes Update) | Windows® 10, 64 Bit (aktuellstes Update) oder Windows® 11, 64 Bit (aktuellstes Update) |
| Prozessor | Intel® Core™ i3-6100 / Core™ i5-2500K oder AMD Ryzen™ 3 1200 | Intel® Core™ i5-6600K / Core™ i7-4770 oder AMD Ryzen™ 5 1400 |
| Grafikkarte | NVIDIA® GeForce® GTX 960 oder AMD Radeon™ RX 470 | NVIDIA® GeForce® GTX 1060 oder AMD Radeon™ RX 580 |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 12 GB RAM |
| Speicherplatz | 125 GB | 125 GB |













