Ich spiele Call of Duty seit Modern Warfare 2 aus dem Jahr 2009 und habe zwischendurch mehr als einmal gesagt: Das war jetzt wirklich der letzte Teil für mich. Und dann kam Call of Duty: Black Ops 6. Eine Agenten-Kampagne, die sich traut, mal leise zu sein, ein Multiplayer, der sich durch das neue Omnimovement so frisch anfühlt wie lange nicht, und endlich wieder klassische Runden-Zombies. Warum ich trotzdem nicht uneingeschränkt jubeln kann, erzähle ich euch in meinem Test.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
Call of Duty: Black Ops 6 hat mich mehr überrascht, als ich erwartet hatte. Die Agenten-Kampagne ist abwechslungsreich und traut sich ungewöhnliche Momente, das Omnimovement macht den Multiplayer so frisch wie seit Jahren nicht mehr, und die Rückkehr der Runden-Zombies hat mich viele Abende gekostet.
Abzüge gibt es für alles rund um das eigentliche Spiel: den riesigen Download, Abstürze, Verbindungsprobleme, strenges Matchmaking und Cheater auf dem PC. Auch die Steam-Nutzer sind deshalb deutlich kritischer als ich. Wer aber vor allem schnelle, präzise Shooter-Action sucht, bekommt hier ein ordentliches Paket, muss aber mit spürbaren Schwächen leben.
Was uns gefallen hat
✅ Abwechslungsreiche Agenten-Kampagne mit mutigen Ideen
✅ Omnimovement macht den Multiplayer spürbar frischer
✅ Klassische Runden-Zombies mit Easter Eggs sind zurück
Was uns gestört hat
❌ Riesiger Download und Zwang zum Activision-Konto
❌ Abstürze, Verbindungsabbrüche und Cheater auf dem PC
❌ Strenges Matchmaking und viele unpassende Shop-Skins
Wertung: 66 %
Worum geht es in Call of Duty: Black Ops 6?
Black Ops 6 spielt Anfang der 1990er-Jahre, zur Zeit des Golfkriegs. Die CIA steht nach dem Ende des Kalten Krieges vor einem Scherbenhaufen, und ausgerechnet die Truppe um Frank Woods, Troy Marshall und den undurchsichtigen Russell Adler gerät selbst unter Verdacht. Wir spielen den Neuling Case und müssen als abtrünnige Agenten eine paramilitärische Organisation namens Pantheon jagen, die bis tief in die eigenen Reihen reicht. Zwischen den Missionen kehren wir in ein verlassenes Anwesen zurück, das als Unterschlupf dient und in dem wir Rätsel lösen und Ausrüstung verbessern.
Mir hat gefallen, wie abwechslungsreich Treyarch und Raven Software die Kampagne gestalten. Mal schleiche ich verkleidet über eine Party von Politikern, mal plane ich einen Einbruch in ein Casino, mal kämpfe ich mich durch eine offene Wüstenkarte mit Nebenzielen. Ein Abschnitt kippt sogar komplett ins Psycho-Horror-Genre. Nicht jede Idee zündet gleich gut, und am Ende wird es typisch laut und überdreht. Trotzdem ist das für mich die beste Call-of-Duty-Kampagne seit einigen Jahren, auch wenn ich nach rund acht Stunden durch war.

Multiplayer: Omnimovement verändert alles
Die größte Neuerung steckt im Multiplayer. Mit dem sogenannten Omnimovement kann ich in jede Richtung sprinten, rutschen und hechten, auch rückwärts und zur Seite, und dabei weiterschießen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, verändert aber jede Begegnung. Ich hechte um Ecken, werfe mich rückwärts aus der Schusslinie oder lande liegend hinter einer Deckung. Dazu kommt das klassische Prestige-System zurück, und das Gunsmith-System lässt mich meine Waffen wieder ausführlich anpassen.
Zum Start gab es 16 neue Karten, die meisten davon klassische Drei-Wege-Maps im Stil früherer Black-Ops-Teile. Das Spielgefühl ist schnell, präzise und für mich nach wie vor das beste im Genre. Weniger begeistert haben mich das strenge Matchmaking, das mich nach einem guten Match gefühlt sofort in deutlich stärkere Lobbys steckt, und die Cheater, die gerade auf dem PC immer wieder auftauchen. Auch die vielen bunten Skins aus dem Shop passen für mich nicht so recht zum Agenten-Setting.

Zombies: Runden, Wunderwaffen und Easter Eggs
Für viele Fans das eigentliche Highlight: Black Ops 6 bringt die klassischen rundenbasierten Zombies zurück. Zum Start gab es die Karten Terminus, eine Gefängnisinsel mitten im Meer, und Liberty Falls, eine kleine Stadt in West Virginia. Ich kämpfe mich mit bis zu drei Mitspielern durch immer härtere Wellen, kaufe Waffen von der Wand, verbessere sie an der Pack-a-Punch-Maschine und suche die gut versteckten Easter Eggs mit ihren Bosskämpfen.
Die Karten sind dicht, voller Geheimnisse und machen gerade in einer eingespielten Gruppe richtig Spaß. Neue Elemente wie Augments, mit denen ich Perks und Munitionsarten dauerhaft verbessere, sorgen für Langzeitmotivation. Mir persönlich fehlt im Vergleich zu Black Ops 2 oder Black Ops 3 etwas die düstere Atmosphäre, manche Steam-Spieler sehen das ähnlich. Trotzdem: Wer Runden-Zombies vermisst hat, wird hier mehr als satt.
Technik und Sound
Grafisch macht Black Ops 6 einen soliden, aber keinen herausragenden Eindruck. Die Gesichter in den Zwischensequenzen sehen beeindruckend aus, die Umgebungen sind detailliert, aber nicht spektakulär. Auf dem PC braucht ihr für die Mindestanforderungen eine GTX 960 oder RX 470 und 8 GB RAM, empfohlen wird eine RTX 3060 oder RX 6600 XT. Ärgerlicher ist alles drumherum: Der Download ist riesig, ein Activision-Konto ist Pflicht, und das Anti-Cheat-System RICOCHET verlangt auf manchen PCs Änderungen im BIOS. Abstürze und Verbindungsabbrüche haben mich im Test mehrfach aus Matches geworfen.
Beim Sound gibt es dagegen kaum etwas zu meckern. Die Waffen klingen wuchtig und lassen sich gut orten, Schritte verraten mir im Multiplayer zuverlässig, wo meine Gegner gerade sind. Die deutsche Synchronisation ist ordentlich, und der Soundtrack trifft die Agenten-Stimmung der 90er gut. Black Ops 6 erschien am 25. Oktober 2024 für PC, PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series X|S und war zum Start im Game Pass enthalten. Entwickelt hat es Treyarch zusammen mit Raven Software, veröffentlicht wurde es von Activision. Mehr Infos gibt es auf der offiziellen Website von Call of Duty.
Trailer
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| Steam-Nutzerreviews | 46 % (Ausgeglichen) | 19.10.2026 |
| PlayInsider | 66 % | 19.10.2026 |
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows® 10 64-Bit (neuestes Update) | Windows® 10 64-Bit (neuestes Update) oder Windows® 11 64-Bit (neuestes Update) |
| Prozessor | AMD Ryzen™ 5 1400 oder Intel® Core™ i5-6600 | AMD Ryzen™ 5 1600X oder Intel® Core™ i7-6700K |
| Grafikkarte | AMD Radeon™ RX 470, NVIDIA® GeForce® GTX 960 oder Intel® Arc™ A580 | AMD Radeon™ RX 6600XT oder NVIDIA® GeForce® GTX 1080Ti / RTX 3060 |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 12 GB RAM |
| Speicherplatz | Unbekannt | Unbekannt |


















