Ich gebe zu, dass ich Armored Core früher immer etwas verpasst habe. Riesige Mechs, endlose Bauteile und eine Reihe, die ein Jahrzehnt lang Pause gemacht hat, wirkten auf mich eher abschreckend. Mit Armored Core VI: Fires of Rubicon hat mich FromSoftware dann doch erwischt. Das Spiel ist am 25. August 2023 für PC, PlayStation und Xbox erschienen und ist für mich eine der wuchtigsten Action-Erfahrungen der letzten Jahre.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
Armored Core VI hat mir gezeigt, wie viel Spaß Mech-Action machen kann. Das Bauen in der Werkstatt ist süchtig machend, die Kämpfe sind rasant und laut, und wenn ich nach dem zehnten Versuch endlich einen Boss mit dem perfekten Bau zerlegt habe, war das ein echtes Hochgefühl. FromSoftware hat hier eine alte Reihe richtig gut modernisiert.
Gleichzeitig ist es kein Spiel für jeden. Einige Bosse sind brutale Wände, die Story bleibt recht nüchtern, und im New Game Plus wiederholt sich manches. Wer aber Lust auf anspruchsvolle Action mit enorm viel Spielraum beim Bauen hat, sollte Armored Core VI unbedingt ausprobieren.
Was uns gefallen hat
✅ Enorm tiefes Bausystem mit vielen Teilen
✅ Rasante, wuchtige Kämpfe mit Haltungssystem
✅ Drei Enden, Arena und PvP für lange Motivation
Was uns gestört hat
❌ Einige Bosse sind brutale Schwierigkeitsspitzen
❌ Story wird sehr nüchtern über Funk erzählt
❌ Kein Speichern mitten in Missionen, Wiederholungen im NG+
Wertung: 80 %
Armored Core VI: Bauen, boosten, kämpfen
Das Herzstück ist euer Armored Core, kurz AC. Kopf, Rumpf, Arme, Beine, Booster und vier Waffenplätze stellt ihr frei zusammen, und jede Änderung wirkt sich spürbar aus. Schwere Panzerbeine machen euch zur fliegenden Festung, leichte Zweibeiner zum wendigen Jäger. Ich habe Stunden in der Werkstatt verbracht und mit Kombinationen herumgespielt, und genau das macht für mich den Reiz aus.
Im Kampf ist Armored Core VI unglaublich schnell. Ihr boostet über das Schlachtfeld, weicht Raketen aus und setzt Gegner mit dem Haltungssystem unter Druck, bis sie kurz wehrlos sind. Das fühlt sich großartig an. Einige Bosse sind allerdings echte Brocken: Der Hubschrauber im Tutorial und später Balteus haben auch mich viele Versuche gekostet. Wer dann stur bei seinem Lieblingsbau bleibt, kommt kaum weiter, umbauen gehört hier einfach dazu.

Söldner auf Rubicon 3
Ihr spielt den Söldner mit der Kennung C4-621, der unter dem Decknamen Raven für den Handler Walter arbeitet. Auf dem Planeten Rubicon 3 kämpfen Konzerne und Rebellen um Coral, eine mysteriöse Substanz, die einst eine verheerende Katastrophe ausgelöst hat. Ihr nehmt Aufträge an, und schnell wird klar, dass niemand hier wirklich ehrliche Absichten hat.
Erzählt wird vor allem über Funksprüche während der Missionen und kurze Briefings. Das ist nüchtern und manchmal etwas trocken, die Welt und ihre Figuren wie Walter oder Ayre bleiben trotzdem im Kopf. Wer tiefer eintaucht, entdeckt eine düstere Geschichte über Ausbeutung und Freiheit. Für meinen Geschmack hätte sie aber ruhig etwas greifbarer sein dürfen.

Umfang, Arena und Enden
Ein erster Durchgang dauert etwa 15 bis 20 Stunden, aber damit ist Armored Core VI nicht vorbei. Im New Game Plus warten neue Missionen und Entscheidungen, und insgesamt gibt es drei Enden. Dazu kommt die Arena, in der ihr gegen andere ACs antretet und neue Teile freischaltet, sowie ein Online-Modus für PvP-Duelle. Vor allem die vielen Bauteile sorgen dafür, dass ich immer wieder zurückkomme.
Wer allerdings einfach nur gemütlich durchspielen will, wird hier an seine Grenzen kommen. Es gibt kein Speichern mitten in langen Missionen, nur Checkpoints, und einige Bosse sind deutlich schwerer als der Rest. Die Missionen selbst sind kurz und knackig, wiederholen sich im New Game Plus aber teilweise. Ein Blick auf den Publisher Bandai Namco lohnt sich übrigens auch für alle, die mehr Mech-Action suchen.
Grafik, Sound und Technik
Optisch ist Armored Core VI kein Grafikwunder, die riesigen, zerstörten Industrieanlagen von Rubicon 3 sehen aber beeindruckend aus. Vor allem die Effekte im Kampf, Funken, Explosionen und Laserstrahlen, sind spektakulär. Der Soundtrack von Kota Hoshino ist treibend und elektronisch, und die Waffen klingen ordentlich wuchtig. Gesprochen wird auf Englisch oder Japanisch, die Texte sind auf Deutsch.
Technisch läuft das Spiel meist sehr flüssig. Auf Steam gibt es aber einzelne Berichte über Abstürze, vor allem mit AMD-Grafikkarten, und die Bildrate ist auf 120 FPS begrenzt. Auf Steam kostet das Spiel regulär 59,99 Euro.

Systemanforderungen
| Mindestens | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 | Windows 10/11 |
| Prozessor | Intel Core i7-4790K / i5-8400 oder AMD Ryzen 7 1800X / Ryzen 5 2600 | Intel Core i7-7700 / i5-10400 oder AMD Ryzen 7 2700X / Ryzen 5 3600 |
| Grafikkarte | GeForce GTX 1650 4 GB / Radeon RX 480 4 GB | GeForce GTX 1060 6 GB / Radeon RX 590 8 GB / Intel Arc A750 |
| Arbeitsspeicher | 12 GB RAM | 12 GB RAM |
| Speicherplatz | 60 GB | 60 GB |
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| PlayInsider | 82 von 100 | 19.10.2026 |
| Metacritic (PC) | 86 von 100 | 19.10.2026 |
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (rund 92 % positiv) | 19.10.2026 |


















