Ich mag Strategiespiele, aber ehrlich gesagt bin ich bei klassischen RTS-Titeln oft nach zehn Minuten raus, weil ich mit dem Klicken einfach nicht hinterherkomme. Genau deshalb hat mich Weavemarch sofort neugierig gemacht: Ihr baut eure kleine Festung, stellt Truppenspawner und Türme auf, und eure Armeen marschieren danach ganz von allein über drei Lanes auf die feindliche Burg zu. Dazu kommt ein Look, als würde die Schlacht auf einem mittelalterlichen Wandteppich stattfinden. Wir haben alle Infos zu Gameplay, Fraktionen, Modi und Release von Weavemarch für euch gesammelt.

Ausblick

Weavemarch trifft bei mir genau einen Nerv: Ich darf strategisch denken, ohne dass meine Klicks pro Minute entscheiden. Die Idee, Spawner und Türme zu bauen und dann zuzuschauen, wie meine Armee über den Wandteppich zieht, klingt nach diesen „Nur noch eine Runde“-Abenden, die ich von Thronefall kenne.

Offen ist für mich noch, ob die fünf Fraktionen am Ende gut ausbalanciert sind und ob genug Leute online spielen. Ein Release-Termin fehlt auch noch. Eine echte Wertung gibt es von uns erst, wenn wir Weavemarch selbst gespielt haben. Bis dahin landet es bei mir auf jeden Fall auf der Wunschliste.

Was uns gefallen hat

✅ Eigenständiger Wandteppich-Look

✅ Fünf klar unterschiedliche Fraktionen

✅ Koop, PvP bis 3v3 und sogar LAN

Was uns gestört hat

❌ Noch kein Release-Termin

❌ Bisher nur auf Englisch

❌ Online-Spielerbasis noch offen

Erwartetes Rating: 74 %

Was ist Weavemarch?

Weavemarch ist ein Echtzeit-Strategiespiel, das sich auf das Wesentliche konzentriert. Ihr baut eure kleine Festung, platziert Gebäude, die automatisch Truppen ausspucken, und stellt Verteidigungstürme auf. Die Einheiten kämpfen danach von allein. Eure Aufgabe ist es, den Gegner zu lesen und zu entscheiden, was ihr als Nächstes baut und wo. Ziel jeder Partie ist es, die feindliche Burg zu zerstören.

Optisch setzt Petrichor Games auf einen ganz eigenen Look: Die Schlachten finden auf einem mittelalterlichen Wandteppich statt. Die Karte sieht aus wie gewebter Stoff mit Rankenmustern, darauf stehen kleine, fast spielzeughafte Burgen in Blau und Rot, und dazwischen wuseln Hunderte winzige Einheiten. Daher kommt auch der Name: Weave steht für Weben, March für Marsch.

Gameplay: Bauen, kontern, Gelände erobern

Weil die Truppen automatisch kämpfen, dreht sich bei Weavemarch alles um die richtigen Entscheidungen. Eure Spawner sorgen ständig für Nachschub an der Front. Dichte Horden schneidet ihr mit Flächenschaden auf, gegen Flugeinheiten braucht ihr Luftabwehr, und eine stark befestigte Turmlinie knackt ihr mit Belagerungsgerät. Ein gut gewählter Konter kann laut den Entwicklern aus einer verzweifelten Verteidigung den nächsten großen Vorstoß machen.

Gebäude lassen sich außerdem aufwerten. Auf den Screenshots sieht man zum Beispiel, wie aus einer Goblin-Hütte entweder Scharfschützen oder Armbrustschützen werden können, und jede Einheit zeigt direkt an, gegen wen sie stark ist und gegen wen schwach. Das macht das Kontersystem schnell verständlich, auch wenn ihr nicht jede Einheit auswendig kennt.

Gekämpft wird auf drei Lanes. Ihr könnt eine wackelnde Lane verstärken oder eine Lane angreifen, die der Gegner vernachlässigt hat. Spannend ist das Gebietssystem: Erobert ihr Gelände weiter vorn, dürft ihr dort näher an der gegnerischen Burg bauen. Verliert ihr eure Gebäude, holt sich der Gegner das Gebiet zurück. Wo ihr euer Geld ausgebt, ist also genauso wichtig wie das, was ihr baut.

Weavemarch Screenshot: Belagerungsgerät rollt auf rote Gebäude zu
Belagerungsgerät knackt befestigte Stellungen und erobert Gelände.

Für festgefahrene Partien gibt es die Bosse. Baut ihr auf uralten Fundamenten, könnt ihr einen Boss beschwören, der ganze Armeen platt macht. Ihr setzt ihn ein, um eine einbrechende Front zu retten, oder hebt ihn euch für den finalen Angriff auf. Die Opfer für die Beschwörung überleben das übrigens nicht. Mit etwas Glück die gegnerische Armee aber auch nicht, wie die Entwickler mit einem Augenzwinkern schreiben.

Fünf Fraktionen, fünf Spielstile

Zum Start sind fünf Fraktionen angekündigt, die sich deutlich unterschiedlich spielen sollen:

  • Dragon Crown: gepanzerte Ritter, schweres Belagerungsgerät und Drachen, verstärkt durch riesige Kriegshörner.
  • Hedge Coven: Flüche auf Gegner legen, Buffs stehlen, Schattenkopien der Toten erwecken und Steingargoyles beschwören.
  • Goblin Freeholds: den Gegner mit purer Masse überrennen, dazu Oger und Belagerungsmaschinen, die von Tüftlern gewartet werden.
  • Wildwood Court: Gegner festsetzen und wachsende Waldwesen versorgen, während uralte Bäume kleinere Bäume sprießen lassen.
  • Mountain Abbey: Mönche und kolossale Steinwächter, dazu Assassinen, die in die hinteren Reihen des Gegners vordringen.

Gerade die Mischung klingt spannend. Die Goblins setzen klar auf Masse, die Mountain Abbey eher auf wenige, aber starke Einheiten, und der Hedge Coven bringt mit Flüchen und Buff-Diebstahl eine ordentliche Portion Gemeinheit ins Spiel. Wie gut die Fraktionen gegeneinander ausbalanciert sind, wird sich erst zeigen, wenn die Community loslegt.

Weavemarch Screenshot: Fliegende Einheiten greifen die rote Seite an
Fliegende Einheiten im Angriff: Ohne Luftabwehr wird es schnell eng.

Spielmodi: Solo, Koop und PvP

Weavemarch soll sowohl für Solo-Spieler als auch für Multiplayer-Fans etwas bieten. Allein könnt ihr 15 handgemachte Szenarien spielen oder gegen Computergegner neue Builds ausprobieren. Mit Freunden tretet ihr gemeinsam gegen die KI an oder messt euch direkt im PvP. Die Matches dauern 10 bis 20 Minuten und laufen in verschiedenen Formaten, darunter 1v1, 2v2 und 3v3. Gespielt wird online oder ganz klassisch über LAN, was heute selten geworden ist. Laut Steam gibt es außerdem einen einstellbaren Schwierigkeitsgrad.

Die Entwickler nennen selbst ein paar Vorbilder: Wer Thronefall, Legion TD 2, die klassischen Custom Maps aus Warcraft 3, Mechabellum, Kingdom: Two Crowns oder Northgard mag, soll sich bei Weavemarch zu Hause fühlen. Damit ist die Richtung klar: kurze, taktische Partien mit wenig Mikromanagement, bei denen eure Planung zählt und nicht eure Klicks pro Minute. Für mich klingt das nach dem perfekten Strategiespiel für den Feierabend.

Der offizielle Ankündigungstrailer zu Weavemarch von Petrichor Games.

Release, Studio und Systemanforderungen

Einen Release-Termin für Weavemarch gibt es noch nicht, auf Steam steht aktuell nur „Bald verfügbar“. Angekündigt ist das Spiel bisher nur für den PC, Konsolenversionen sind nicht bestätigt, und auch einen Preis gibt es noch nicht. Sprachlich ist es bislang nur auf Englisch gelistet. Ihr könnt Weavemarch auf Steam aber schon jetzt auf die Wunschliste setzen.

Hinter dem Spiel steht Petrichor Games, ein kleines unabhängiges Studio aus Sydney in Australien, das Weavemarch selbst entwickelt und veröffentlicht. Viel mehr ist über das Team bislang nicht bekannt. Eine eigene Studio-Website gibt es noch nicht, dafür ist Petrichor Games auf Discord, Instagram, TikTok und YouTube aktiv. Die Ankündigung kam am 10. Oktober 2026 per Pressemitteilung.

Die Angaben für Minimum und Empfohlen sind auf Steam identisch. Ihr kommt also schon mit einem älteren Rechner gut zurecht.

Wertungen im Überblick

QuelleWertungStand
WertungenNoch keine, das Spiel ist noch nicht erschienen19.10.2026

Systemanforderungen (PC)

MinimumEmpfohlen
BetriebssystemWindows 10Windows 10
ProzessorIntel® Core™ i5-9600Intel® Core™ i5-9600
GrafikkarteNvidia GeForce GTX970Nvidia GeForce GTX970
Arbeitsspeicher4 GB RAM4 GB RAM
Speicherplatz1 GB1 GB
0 0 Bewertungen
Beitragsbewertung
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet