The Plucky Squire hat eine der kreativsten Ideen der letzten Jahre, traut seinen Spielern aber zu wenig zu.
The Plucky Squire, auf Deutsch Der kühne Knappe, ist ein Abenteuer von All Possible Futures, veröffentlicht von Devolver Digital am 17. September 2024. Ihr spielt Jot, den Helden eines Kinderbuchs, der aus den Seiten springt und plötzlich in 3D auf dem Schreibtisch eines Kindes steht. Ich war von dieser Idee sofort begeistert, auch wenn mich das Spiel auf Dauer etwas zu sehr an die Hand genommen hat. Auf Steam sind rund 80 Prozent der Reviews positiv.
In diesem Test





Bewertung und Fazit
The Plucky Squire ist eine kreative Wundertüte. Der Wechsel zwischen Buch und Schreibtisch ist genial umgesetzt, die Grafik sieht toll aus und fast jedes Kapitel hat eine neue Idee. Für Familien und jüngere Spieler ist das ein wunderbares Abenteuer.
Erfahrene Spieler werden aber kaum gefordert, und die vielen Unterbrechungen bremsen den Spielfluss. Wer mit wenig Herausforderung leben kann, bekommt trotzdem ein herzliches, sehr schönes Spiel.
Was uns gefallen hat
✅ Geniale Idee mit Wechsel zwischen 2D und 3D
✅ Wunderschöne Bilderbuch-Optik
✅ Viele Genre-Wechsel und Ideen
✅ Deutsche Sprachausgabe
Was uns gestört hat
❌ Sehr einfach, kaum Herausforderung
❌ Viele Unterbrechungen durch Erklärungen
❌ Ruckler in 3D auf dem Steam Deck
Wertung: 74 %
Ein Held zwischen zwei Welten
Jot ist der Held eines Bilderbuchs für Kinder. Doch der Bösewicht Humgrump merkt, dass er nur eine Figur in einem Buch ist, und wirft Jot kurzerhand aus der Geschichte. Plötzlich steht Jot in 3D auf dem Schreibtisch des Jungen Sam, umgeben von Stiften, Spielzeug und Büchern. Ab jetzt wechselt ihr ständig zwischen den Seiten und der echten Welt.

Genau diese Wechsel sind die große Stärke. Ihr klappt Seiten um, dreht das Buch, nehmt Wörter aus Sätzen heraus und verändert so die Geschichte. Wenn aus einer Brücke durch ein anderes Wort plötzlich etwas ganz anderes wird, musste ich mehr als einmal grinsen.
Viele Genres, wenig Herausforderung
The Plucky Squire springt munter zwischen Genres hin und her: Klassische Zelda-artige Kämpfe auf den Seiten, Hüpfpassagen auf dem Schreibtisch, ein Shoot-em-up, ein Boxkampf, Rhythmus-Einlagen und kleine Rätsel. Fast jedes Kapitel hat eine neue Idee.

Leider ist fast alles sehr einfach. Rätsel werden oft vorschnell erklärt, und viele Zwischensequenzen unterbrechen den Spielfluss. Das Spiel richtet sich spürbar an jüngere Spieler. Für Kinder und Familien ist das perfekt, erfahrene Spieler wünschen sich dagegen mehr Freiheit.
Gezeichnete Welt mit viel Herz
Die Figuren sind sympathisch: Jot, die Hexe Violet und der Troll Thrash sind ein schönes Trio, und der Erzähler liest euch die Geschichte vor. Die Handlung ist einfach, hat aber gegen Ende ein paar herzliche Momente rund um Sam und seine Fantasie.

Nach acht bis zwölf Stunden seid ihr durch. Zum Sammeln gibt es versteckte Kunstwerke und Extras, viel Wiederspielwert bietet das Spiel aber nicht.
Grafik, Sound und Technik
Optisch ist The Plucky Squire ein Traum. Die 2D-Seiten sehen aus wie ein echtes Bilderbuch, die 3D-Welt auf dem Schreibtisch ist voller liebevoller Details. Die Musik ist verspielt und abwechslungsreich, der Erzähler ist auch auf Deutsch vertont.
Technisch läuft das Spiel meist rund und ist auf dem Steam Deck von Valve verifiziert. In den 3D-Abschnitten berichten einige Spieler aber von Rucklern auf dem Deck. Die genauen Systemanforderungen findet ihr in der Tabelle unter diesem Text.
Wertungen im Überblick
Hier seht ihr unsere Wertung für The Plucky Squire im Vergleich zu den Steam-Nutzerreviews. Die Steam-Werte verändern sich mit der Zeit, deshalb steht das Datum dabei.
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| PlayInsider | 74 von 100 | 26.10.2026 |
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (rund 80 % positiv) | 25.10.2026 |
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 x64 Bit | Windows 10 x64 Bit |
| Prozessor | Intel Core i3-4160 / AMD FX-4350 | Intel Core i5-8600K / AMD Ryzen 5 1500X |
| Grafikkarte | GeForce GTX 960 (4096Mb) / Radeon RX 460 (4096Mb) | GeForce GTX 1080 (8192MB) / Radeon RX Vega 64 (8192 MB) / Intel Arc A750 |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 16 GB RAM |
| Speicherplatz | 27 GB | 27 GB |














