Ehrlich gesagt hatte ich von Prince of Persia: The Lost Crown nicht viel erwartet. Nach Jahren ohne neuen Teil kam plötzlich ein 2.5D-Metroidvania, und viele Fans waren skeptisch. Nach dem ersten Bosskampf war meine Skepsis allerdings verflogen.
Ich spiele Sargon, den jüngsten Krieger der Unsterblichen, der den entführten Prinzen Ghassan retten soll. Die Spur führt zum Berg Qaf, einem verfluchten Ort, an dem die Zeit verrücktspielt. Ob das neue Prince of Persia die Reihe zu alter Stärke führt, lest ihr in meinem Test. Mehr über Ubisoft erfahrt ihr auf der offiziellen Seite ubisoft.com.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
Prince of Persia: The Lost Crown hat mich positiv überrascht. Das Kampfsystem ist präzise, die Zeitkräfte sind clever, und der Berg Qaf steckt voller Geheimnisse. Für mich gehört es zu den besten Metroidvanias der letzten Jahre und ist ein gelungener Neustart für die Reihe.
Ganz ohne Frust ging es aber nicht. Einige Hüpfpassagen ziehen sich wegen weit entfernter Rücksetzpunkte, die Geschichte bleibt blass, und die Anbindung an Ubisoft Connect sorgt bei vielen Spielern für Ärger. Wer Metroidvanias mag, sollte trotzdem unbedingt einen Blick riskieren.
Was uns gefallen hat
✅ Präzises, befriedigendes Kampfsystem
✅ Clevere Zeitkräfte und viele Geheimnisse
✅ Hilfreiche Erinnerungsscherben auf der Karte
Was uns gestört hat
❌ Teils langwierige Hüpf- und Fallenpassagen
❌ Blasse, vorhersehbare Geschichte
❌ Ärger mit Ubisoft Connect
Wertung: 81 %
Kämpfe mit Präzision und Zeitkraft
Das Kampfsystem von Prince of Persia: The Lost Crown ist für mich das beste, das ich in einem Metroidvania seit Langem erlebt habe. Sargon kämpft mit zwei Schwertern, Bogen und Chakram, weicht aus, pariert und verbindet Angriffe zu Kombos. Gerade die Paraden fühlen sich fantastisch an, wenn ich sie im richtigen Moment setze.
Mit der Zeit kommen Zeitkräfte dazu, etwa ein Sprint durch die Luft oder ein Schatten, zu dem ich mich zurückteleportieren kann. Die Bosskämpfe sind fordernd, aber fair und gehören zu den Highlights des Spiels. Wer es leichter mag, findet viele Einstellungen zur Schwierigkeit.

Erkunden auf dem Berg Qaf
Der Berg Qaf ist riesig und in viele Gebiete aufgeteilt, von sonnigen Palästen über Wälder bis zu dunklen Höhlen. Wie in jedem guten Metroidvania entdecke ich ständig Wege, die ich erst später mit neuen Fähigkeiten erreichen kann. Besonders praktisch sind die Erinnerungsscherben, mit denen ich Screenshots direkt auf der Karte markiere.
Wer weniger Hilfe will, spielt im Erkundungsmodus, wer mehr Orientierung braucht, im geführten Modus. Mir hat diese Wahl gut gefallen. Kritik gibt es von Steam-Nutzern vor allem für einige Sprung- und Fallenpassagen, bei denen die Rücksetzpunkte zu weit entfernt liegen.
Rätsel und Hüpfpassagen
Neben Kämpfen und Erkunden setzt Prince of Persia: The Lost Crown stark auf Rätsel und Plattforming. Rotierende Klingen, Stachelfallen und Zeiträtsel verlangen gutes Timing, und einige optionale Herausforderungen haben mich richtig ins Schwitzen gebracht.
Hier zeigt sich auch die größte Schwäche: Manche Passagen sind nicht schwer, sondern einfach langwierig, wenn ich nach jedem Fehler weit zurückgesetzt werde. Nicht jeder wird so viel Geduld haben.

Sargon und die Geschichte
Die Geschichte bleibt der schwächste Teil des Spiels. Sargon und die Unsterblichen haben zwar ihre Momente, die Handlung um Verrat und Zeitschleifen ist aber vorhersehbar und wird eher nebenbei erzählt. Schön fand ich dagegen die vielen Anleihen an die persische Mythologie.
Eine besondere Option: Neben Englisch, Deutsch und weiteren Sprachen gibt es auch eine persische Sprachausgabe, die perfekt zur Welt passt.
Grafik, Sound und Technik von Prince of Persia: The Lost Crown
Optisch ist Prince of Persia: The Lost Crown kein Grafikwunder, die Gebiete sind aber farbenfroh, abwechslungsreich und flüssig animiert. Der Soundtrack mischt orientalische Klänge mit modernen Elementen und passt gut zu den Kämpfen.
Technisch läuft das Spiel sehr flüssig und genügsam. Ärgerlich ist dagegen die Anbindung an Ubisoft Connect. Viele Steam-Nutzer kritisieren Anmeldeprobleme, Schwierigkeiten beim Offline-Spielen und lokale Spielstände. Das Spiel erschien für PC, PlayStation 4 und 5, Xbox One, Xbox Series X|S und Nintendo Switch, entwickelt wurde es von Ubisoft Montpellier, dem Studio hinter Rayman.
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (84 % positiv) | 19.10.2026 |
| PlayInsider | 81 % | 19.10.2026 |
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 (64 bit only) | Windows 10 (64 bit only) |
| Prozessor | Intel Core i5-4460 3.4 GHz, AMD Ryzen3 1200 3.1 GHz | Intel Core i7-6700 3.4 GHz, AMD Ryzen5 1600 3.2 GHz |
| Grafikkarte | NVIDIA GeForce GTX 950 (2GB VRAM) or AMD Radeon RX 5500 XT (4GB VRAM) | NVIDIA GeForce GTX 960 (4GB VRAM) or AMD Radeon RX 5500 XT (4GB VRAM) |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 8 GB RAM |
| Speicherplatz | 30 GB | 30 GB |


















