Ich bin mit dem Microsoft Flight Simulator (2020) zuerst über mein eigenes Haus geflogen, und ich glaube, so geht es fast allen. Dass ich meine Straße, meinen Supermarkt und den Park nebenan aus der Luft wiedererkenne, hat mich damals wirklich sprachlos gemacht.
Entwickelt wurde die Simulation von Asobo Studio aus Bordeaux, veröffentlicht von Xbox Game Studios. Mithilfe von Kartendaten und Cloud-Technik bildet das Spiel die gesamte Erde nach, inklusive Live-Wetter und echtem Flugverkehr. Wie gut der Microsoft Flight Simulator (2020) heute noch ist, lest ihr in meinem Test.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
Der Microsoft Flight Simulator (2020) hat mir einige der schönsten Momente beschert, die ich je in einem Spiel hatte. Über die eigene Stadt zu fliegen, durch echte Gewitter zu steuern oder bei Sonnenuntergang über der Wüste zu kreisen, ist einfach magisch. Dazu kommen ein riesiger Umfang und eine großartige Community.
Abseits der Welt hat die Simulation aber spürbare Schwächen. Riesige Downloads, ein Pflicht-Login und hohe Anforderungen machen den Einstieg mühsam, und eine echte Geschichte gibt es nicht. Wer fliegen liebt und Geduld mitbringt, bekommt trotzdem eine der beeindruckendsten Simulationen überhaupt.
Was uns gefallen hat
✅ Atemberaubende Grafik mit der ganzen Erde als Spielwelt
✅ Live-Wetter und realer Flugverkehr
✅ Riesiger Umfang dank Updates und Community
Was uns gestört hat
❌ Riesige Downloads über einen eigenen Launcher
❌ Pflicht-Login mit Microsoft-Konto
❌ Kaum Erklärungen für echte Einsteiger
Wertung: 82 %
Die ganze Welt als Spielplatz
Die größte Stärke des Microsoft Flight Simulator (2020) ist die Welt. Ich kann jeden Ort der Erde anfliegen, von den Alpen über die Karibik bis zur Wüste in Arizona. Große Städte wie New York, Paris oder Tokio sind besonders detailliert nachgebaut, und viele Sehenswürdigkeiten sind per Hand modelliert.
Dazu kommen Live-Wetter, echte Tageszeiten und auf Wunsch der reale Flugverkehr. Ich bin schon durch echte Gewitter geflogen, die genau in diesem Moment über der Stadt tobten. Abseits der großen Städte wirken Gebäude und Landschaften aber manchmal generisch, und gelegentlich tauchen merkwürdige Fehler in den Kartendaten auf.

Fliegen für Einsteiger und Profis
Der Microsoft Flight Simulator (2020) richtet sich an alle. Einsteiger lernen in der Flugschule die Grundlagen und können sich mit vielen Assistenzsystemen helfen lassen. Profis schalten alle Hilfen ab und arbeiten Checklisten im Cockpit ab. Ich habe mit Maus und Tastatur angefangen und später auf einen Joystick gewechselt, was das Erlebnis deutlich verbessert.
Gleichzeitig erklärt das Spiel vieles nur oberflächlich. Wer wirklich lernen will, wie man eine Verkehrsmaschine fliegt, kommt um Videos und Anleitungen aus der Community kaum herum. Das kritisieren auch einige Steam-Nutzer.

Flugzeuge, Updates und Add-ons
Im Lauf der Jahre ist der Umfang enorm gewachsen. Mit der 40th Anniversary Edition kamen unter anderem Hubschrauber und Segelflugzeuge dazu, außerdem gibt es regelmäßig kostenlose World Updates, die einzelne Regionen verbessern. Von kleinen Propellermaschinen bis zu großen Verkehrsflugzeugen ist alles dabei.
Eine riesige Rolle spielt die Community. Auf Plattformen wie flightsim.to gibt es unzählige kostenlose Flughäfen, Lackierungen und Flugzeuge. Viele hochwertige Add-ons kosten allerdings Geld, und wer alles will, kann schnell viel ausgeben.
Aktivitäten und Herausforderungen
Eine echte Geschichte gibt es nicht, dafür aber Aktivitäten wie Buschflüge, Landeherausforderungen und Rundflüge. Gerade die Buschflüge haben mir sehr gefallen, weil sie mich an Orte führen, die ich sonst nie angeflogen hätte.
Wer ein klassisches Spiel mit Missionen und Fortschritt erwartet, wird aber enttäuscht. Der Microsoft Flight Simulator (2020) ist vor allem eine riesige Sandbox, in der ich mir meine Ziele selbst setze.

Grafik, Sound und Technik von Microsoft Flight Simulator (2020)
Grafisch ist der Microsoft Flight Simulator (2020) auch heute noch atemberaubend. Wolken, Licht und Wasser sehen fantastisch aus, und gerade Sonnenuntergänge über dem Meer sind ein echtes Erlebnis. Auch der Sound der Triebwerke und das Rauschen des Windes sind sehr gelungen. Wer eine VR-Brille hat, kann zudem direkt im Cockpit Platz nehmen.
Die Technik ist dagegen die größte Baustelle. Nach dem Kauf auf Steam lädt das Spiel über einen eigenen Launcher weit über 100 GB nach, was je nach Leitung Stunden dauert und bei vielen Steam-Nutzern schon die Rückgabefrist auffrisst. Dazu kommen ein Pflicht-Login mit Microsoft-Konto und hohe Anforderungen. Neben PC gibt es die Simulation seit 2021 auch für Xbox Series X|S.
Systemanforderungen
| Mindestens | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 | Windows 10 |
| Prozessor | Intel Core i5-4460 / AMD Ryzen 3 1200 | Intel Core i5-8400 / AMD Ryzen 5 1500X |
| Grafikkarte | GeForce GTX 770 / Radeon RX 570 | GeForce GTX 970 / Radeon RX 590 |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 16 GB RAM |
| DirectX | Version 11 | Version 11 |
| Speicherplatz | 150 GB | 150 GB |
Wertungen im Überblick
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| Steam-Nutzerreviews | Größtenteils positiv (79 % positiv) | 19.10.2026 |
| PlayInsider | 82 % | 19.10.2026 |


















