Mario Kart begleitet mich seit dem Super Nintendo, und trotzdem hatte ich bei Mario Kart World das Gefühl, etwas wirklich Neues zu spielen. Zum ersten Mal sind alle Strecken Teil einer zusammenhängenden Welt, 24 Fahrer stehen gleichzeitig an der Startlinie, und zwischen den Rennen dürft ihr einfach losfahren, wohin ihr wollt. Als Starttitel der Switch 2 hat Nintendo hier ordentlich aufgefahren, auch wenn nicht jede neue Idee ganz zündet.

Bewertung und Fazit

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Mario Kart World fühlt sich für mich wie ein mutiger Neustart der Reihe an. Die K.-o.-Tour ist das Beste, was Mario Kart seit Jahren passiert ist, und mit 24 Fahrern geht es auf der Strecke herrlich chaotisch zu. Die neuen Techniken wie Wandfahrten und Grinden auf Geländern geben erfahrenen Spielern mehr zu tun, ohne Neulinge abzuschrecken. Mit Freunden auf der Couch oder online hatte ich hier einige meiner lustigsten Abende des Jahres.

Nicht jede Idee ist aber durchdacht. Im Grand Prix fahrt ihr oft lange, recht gerade Verbindungsstraßen zwischen den eigentlichen Strecken, und das freie Fahren wirkt nach ein paar Stunden etwas leer. Auch klassische Rundkurse kommen im Vergleich zu Mario Kart 8 Deluxe etwas zu kurz. Ein gutes Rennspiel ist Mario Kart World trotzdem, nur eben nicht ganz der große Wurf, den die offene Welt verspricht.

Was uns gefallen hat

✅ K.-o.-Tour mit 24 Fahrern ist spannend und chaotisch zugleich

✅ Neue Techniken wie Wandfahrten und Grinden geben mehr Tiefe

✅ Starker Soundtrack mit unzähligen Remixen

Was uns gestört hat

❌ Lange, eintönige Verbindungsstraßen im Grand Prix

❌ Freies Fahren wirkt auf Dauer recht leer

❌ Weniger klassische Rundkurse als im Vorgänger

Wertung: 82 %

Eine riesige Welt voller Strecken

Die größte Neuerung von Mario Kart World ist die Welt selbst. Alle Strecken liegen auf einem großen Kontinent, der von grünen Ebenen über bunte Städte bis zu Vulkanen und offenen Gewässern reicht. Statt nach jedem Rennen in einem Ladebildschirm zu landen, fahrt ihr im Grand Prix direkt von einer Strecke zur nächsten. Die Wege dazwischen gehören zum Rennen und können das Feld noch einmal ordentlich durcheinanderwirbeln.

Dazu wechseln Tageszeit und Wetter, was bekannte Orte plötzlich ganz anders aussehen lässt. Viele Strecken greifen Klassiker der Reihe auf, die für die neue Welt umgebaut wurden. Das ist wirklich schön gemacht, auch wenn mir gerade die Verbindungsstraßen nach einigen Cups zu lang und zu gerade vorkamen. Hier hätte Nintendo mehr Abwechslung einbauen können.

Mario Kart World – Pauline fährt durch die Kronen-Metropole
Pauline düst durch die Hochhausschluchten der Kronen-Metropole.

K.-o.-Tour: Der heimliche Star

Mein absoluter Lieblingsmodus ist die K.-o.-Tour. Hier fahrt ihr eine lange Route am Stück, auf der es fünf Checkpoints gibt. Wer an einem davon nicht weit genug vorne liegt, fliegt raus. Mit 24 Fahrern am Start sorgt das für eine Spannung, die ich so aus Mario Kart nicht kannte. Jede Runde fühlt sich wie ein kleines Battle Royale auf Rädern an.

Gerade online ist die K.-o.-Tour pures Adrenalin. Ein falsch platzierter Panzer oder ein Blitz im falschen Moment kann euch kurz vor dem letzten Checkpoint alles kosten, und genau deshalb habe ich immer wieder auf noch eine Runde gedrückt. Klassische Grand-Prix-Cups, Zeitfahren und die Schlachtmodi Ballonbalgerei und Münzjagd sind natürlich auch wieder mit dabei.

Freies Fahren und Sammelkram

Im Modus Freies Fahren könnt ihr die Welt ohne Zeitdruck erkunden. Unterwegs warten P-Schalter mit kleinen Aufgaben, versteckte Peach-Medaillen und Fragezeichen-Felder, die ihr finden könnt. Am Anfang hat mir das richtig Spaß gemacht, gerade weil man viele Orte aus ganz neuen Blickwinkeln sieht und nebenbei Fotos von besonders schönen Ecken schießen kann.

Auf Dauer fehlt dem freien Fahren aber etwas Substanz. Die Aufgaben sind kurz und ähneln sich, und zwischen den Highlights liegen oft größere Flächen, auf denen schlicht nichts passiert. Als entspannter Zeitvertreib zwischen zwei Online-Runden taugt der Modus, eine echte Open-World-Erfahrung solltet ihr aber nicht erwarten.

Der offizielle Ankündigungstrailer zu Mario Kart World von Nintendo.

Fahrer, Items und neue Techniken

Bei den Fahrern greift Nintendo tief in die Kiste. Neben Mario, Peach, Bowser und Co. dürfen auch ungewöhnliche Figuren wie eine Kuh, Goombas oder kleine Gegner aus anderen Mario-Spielen ans Steuer. Viele Charaktere haben mehrere Outfits, die ihr unterwegs freischaltet. Fahrzeuge gibt es als Kart, Bike und Quad, und auf dem Wasser verwandeln sie sich in Boote.

Spielerisch kommen neue Techniken dazu, die richtig Laune machen. Mit einem aufgeladenen Sprung hüpft ihr auf Geländer, grindet an Kanten entlang oder fahrt sogar kurz an Wänden. Wer diese Moves beherrscht, findet überall Abkürzungen. Neue Items wie die Federn oder der Mega-Pilz sorgen zusätzlich für Chaos. Neulinge können weiterhin auf Fahrhilfen setzen, das Spiel bleibt also für die ganze Familie zugänglich.

Mario Kart World – Rosalina auf einer Weltraumstrecke
Rosalina auf einer Strecke zwischen den Sternen.

Mario Kart World: Grafik und Technik

Entwickelt wurde Mario Kart World von der Nintendo EPD, veröffentlicht von Nintendo. Erschienen ist das Rennspiel am 5. Juni 2025 zeitgleich mit der Switch 2 und ist nur für die neue Konsole erhältlich. Auf dem Fernseher läuft es bei mir angenehm flüssig mit 60 Bildern pro Sekunde, und selbst mit 24 Fahrern auf der Strecke bleibt das Bild stabil.

Im geteilten Bildschirm mit bis zu vier Spielern sinkt die Bildrate zwar, bleibt aber gut spielbar. Online tretet ihr gegen bis zu 23 andere an, dafür braucht ihr ein Nintendo Switch Online-Abo. Mit GameChat und CameraPlay könnt ihr euch beim Fahren sogar sehen und hören, wenn ihr eine passende USB-C-Kamera habt. Alle Details zum Spiel findet ihr auf der offiziellen Nintendo-Seite.

Technische Daten

Angabe
PlattformNintendo Switch 2
Spieler1–4 lokal, bis zu 24 online
Speicherplatzca. 24 GB
OnlineNintendo Switch Online erforderlich
ModiTV-Modus, Tisch-Modus, Handheld-Modus

Wertungen im Überblick

QuelleWertungStand
Metacritic86 von 10019.10.2026

Systemanforderungen (PC)

MinimumEmpfohlen
BetriebssystemNicht für PCNicht für PC
ProzessorNicht für PCNicht für PC
GrafikkarteNicht für PCNicht für PC
ArbeitsspeicherNicht für PCNicht für PC
SpeicherplatzNicht für PCNicht für PC
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