Indika ist ein kurzes, schräges und tief bewegendes Abenteuer über Glaube, Schuld und freien Willen.
Indika ist ein Abenteuerspiel von Odd Meter, erschienen am 2. Mai 2024 bei 11 bit studios. Ihr spielt eine junge Nonne in einem surrealen, verschneiten Russland des 19. Jahrhunderts, die eine Stimme im Kopf hat: den Teufel. Indika ist mal düster, mal urkomisch und oft beides gleichzeitig. Ich habe es an einem Abend durchgespielt und noch Tage danach darüber nachgedacht. Auf Steam sind rund 88 Prozent der Reviews positiv.
In diesem Test





Bewertung und Fazit
Indika ist eines der mutigsten Spiele, die ich in den letzten Jahren gespielt habe. Die Geschichte über Glaube und Schuld ist klug, die Dialoge sind stark und der schwarze Humor sitzt. Dazu kommen eine tolle Optik und eine sehr eigene Stimmung.
Spielerisch ist Indika eher schlicht, und manche Abschnitte ziehen sich. Wer ein kurzes, ungewöhnliches Erlebnis sucht und sich auf schwierige Themen einlassen kann, sollte es aber unbedingt spielen.
Was uns gefallen hat
✅ Kluge, provokante Geschichte
✅ Starke Dialoge mit schwarzem Humor
✅ Beeindruckende Optik und Inszenierung
✅ Ungewöhnliche Pixel-Einlagen
Was uns gestört hat
❌ Spielerisch recht schlicht
❌ Manche Abschnitte ziehen sich
❌ Sehr kurz mit vier bis sechs Stunden
Wertung: 80 %
Eine Nonne mit dem Teufel im Kopf
Indika lebt in einem Kloster, wird aber von den anderen Nonnen gemieden. Sie hört eine Stimme, die sie verspottet und ihre Gedanken kommentiert: den Teufel. Als sie einen Brief überbringen soll, beginnt eine Reise durch ein eisiges, verfremdetes Russland. Unterwegs trifft sie den entflohenen Sträfling Ilya, der glaubt, dass Gott direkt mit ihm spricht.

Die Gespräche zwischen Indika, Ilya und dem Teufel sind das Herz des Spiels. Es geht um Glaube, Sünde, Schuld und darum, ob wir wirklich frei entscheiden. Das klingt schwer, ist aber oft überraschend witzig und absurd. Indika gibt keine einfachen Antworten, sondern lässt euch mit vielen Fragen zurück.
Rätsel, Maschinen und Pixel-Spiele
Spielerisch ist Indika ein lineares Abenteuer. Ihr löst Umgebungsrätsel, bedient Kräne und Maschinen und schiebt Kisten. Wenn der Teufel zu laut wird, betet Indika, und die Welt verändert sich: Wände reißen auf, Wege tauchen auf. Diese Momente sind die stärksten Rätsel des Spiels.

Zwischendurch springt das Spiel in bunte Pixel-Minispiele, die Erinnerungen aus Indikas Kindheit zeigen. Dazu gibt es ein Punktesystem, das sich bewusst über klassische Fortschrittsmechaniken lustig macht. Die Rätsel selbst sind nicht schwer, manche Abschnitte ziehen sich etwas.
Düster, absurd und mutig
Indika ist kein Spiel für jeden. Es zeigt religiöse Themen auf provokante Weise, hat verstörende Momente und ist mit USK 18 klar für Erwachsene gedacht. Gleichzeitig steckt viel schwarzer Humor drin, etwa wenn der Teufel trockene Kommentare zu Indikas frommen Gedanken abgibt.

Nach vier bis sechs Stunden ist die Reise vorbei. Mir hat diese Kürze gut gefallen, denn so bleibt Indika dicht und konzentriert. Wiederspielwert gibt es aber kaum.
Grafik, Sound und Technik
Grafisch setzt Indika auf eine fast fotorealistische Optik mit der Unreal Engine. Schnee, Licht und Gesichter sehen stark aus, Kamerawinkel und Schnitte wirken wie aus einem Kunstfilm. Die Musik mischt elektronische Klänge mit sakralen Tönen und passt perfekt zur seltsamen Stimmung. Englische und russische Sprachausgabe sind dabei, deutsche Untertitel ebenfalls.

Technisch läuft das Spiel sauber und ist auf dem Steam Deck von Valve verifiziert. Die genauen Systemanforderungen findet ihr in der Tabelle unter diesem Text.
Wertungen im Überblick
Hier seht ihr unsere Wertung für Indika im Vergleich zu den Steam-Nutzerreviews. Die Steam-Werte verändern sich mit der Zeit, deshalb steht das Datum dabei.
| Quelle | Wertung | Stand |
|---|---|---|
| PlayInsider | 80 von 100 | 26.10.2026 |
| Steam-Nutzerreviews | Sehr positiv (rund 88 % positiv) | 25.10.2026 |
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 (64-bit) | Windows 10 (64-bit) |
| Prozessor | AMD Ryzen 5 3600 (6 core with 3,5 Ghz) or Intel i5-10400F (6 core with 2,9 Ghz) | AMD Ryzen 5 3600 (6 core with 3,5 Ghz) or Intel i5-10400F (6 core with 2,9 Ghz) |
| Grafikkarte | Radeon RX580 (8GB) or Nvidia GTX 1660 (6GB) or Intel Arc A750 (8GB) | Radeon 6700xt (12GB) or Nvidia RTX 3060 TI (8GB) or Intel Arc A770 (16GB) |
| Arbeitsspeicher | 16 GB RAM | 16 GB RAM |
| Speicherplatz | 50 GB | 50 GB |














