Ich hatte nach den ersten zehn Minuten in Donkey Kong Bananza ein breites Grinsen im Gesicht und habe es ehrlich gesagt bis zum Abspann nicht mehr verloren. Endlich darf DK wieder die Hauptrolle in einem großen 3D-Abenteuer spielen, und Nintendo lässt ihn genau das tun, was ein Gorilla am besten kann: alles kurz und klein schlagen. Zusammen mit der jungen Sängerin Pauline wühlt er sich durch eine riesige Unterwelt, und fast jede Wand, jeder Felsen und jeder Boden gibt unter seinen Fäusten nach.

Bewertung und Fazit

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Donkey Kong Bananza ist für mich das bisher spaßigste Spiel auf der Switch 2. Das Zerstören fühlt sich so befriedigend an, dass ich oft einfach aus Spaß ganze Felswände abgetragen habe, nur um zu sehen, was dahinter steckt. Fast immer wartete dort ein Banandium-Juwel, ein Fossil oder eine kleine Herausforderung, und genau dieser Kreislauf aus Neugier und Belohnung hat mich über viele Abende getragen.

Perfekt ist das Abenteuer aber nicht. Wenn sehr viel gleichzeitig zu Bruch geht, kommt die Bildrate ins Stolpern, und in engen Höhlen verliert die Kamera gerne mal den Überblick. Die Geschichte rund um die Void Company ist charmant, aber schnell erzählt. Wer eine Switch 2 besitzt und 3D-Plattformer mag, kommt an DKs Comeback trotzdem kaum vorbei.

Was uns gefallen hat

✅ Extrem befriedigende Zerstörung, die fast jede Wand zum Weg macht

✅ Bananza-Verwandlungen bringen Abwechslung und starke Momente

✅ Riesige Schichten voller Geheimnisse und Sammelkram

Was uns gestört hat

❌ Bildrate bricht bei viel Zerstörung spürbar ein

❌ Kamera hat in engen Höhlen ihre Probleme

❌ Story bleibt eher simpel

Wertung: 84 %

Abriss im großen Stil

Das Herzstück von Donkey Kong Bananza ist die Zerstörung, und die hat mich wirklich überrascht. DK schlägt nach vorne, nach oben und nach unten, gräbt sich wie ein Maulwurf durch Erde und Gestein und reißt ganze Brocken aus dem Boden, die er dann als Wurfgeschoss oder sogar als Surfbrett benutzt. Statt mich an einen festen Weg zu halten, habe ich mir oft einfach meinen eigenen gebahnt, und das Spiel belohnt genau das.

Unterschiedliche Materialien machen das Ganze spannender, als es zunächst klingt. Weiche Erde gibt sofort nach, harter Fels braucht mehr Kraft, und manche Oberflächen lassen sich erst mit einer Bananza-Verwandlung knacken. Dazu kommt ein kleiner Fertigkeitenbaum, in dem ihr mit Punkten aus gefundenen Banandium-Juwelen mehr Gesundheit, stärkere Schläge und neue Techniken freischaltet. So wird DK im Laufe des Abenteuers spürbar mächtiger.

Was mir besonders gefallen hat: Das Spiel nimmt sich selbst nicht zu ernst. Wenn DK nach einer Kletterpartie völlig verschwitzt eine Banane futtert oder mit einem riesigen Felsbrocken auf dem Rücken durch die Gegend stapft, musste ich mehr als einmal laut lachen.

Donkey Kong Bananza – Zerstörung in einer Felsschlucht
Brocken fliegen, Gold glitzert: Zerstörung ist in Donkey Kong Bananza Programm.

Bananzas: Pauline singt, DK verwandelt sich

An DKs Seite ist dieses Mal Pauline unterwegs, allerdings nicht die Bürgermeisterin aus Super Mario Odyssey, sondern eine junge Version von ihr mit gewaltiger Singstimme. Sie sitzt DK auf dem Rücken, hilft mit Hinweisen und kann mit ihrem Gesang uralte Kräfte wecken. Genau daraus entstehen die Bananzas, die DK in neue tierische Formen verwandeln.

Die Kong-Bananza macht DK zu einem muskelbepackten Koloss, der selbst härtestes Gestein pulverisiert. Mit der Zebra-Bananza flitzt ihr über Wasser und zerbrechliche Pfade, und als Strauß gleitet ihr durch die Luft und werft Eierbomben ab. Später kommen noch weitere Formen dazu, die ich hier nicht verraten möchte. Die Verwandlungen halten nur begrenzt, ihr füllt die Energie aber mit gesammeltem Gold wieder auf. Dadurch setzt man sie bewusst ein, statt einfach dauerhaft darin herumzulaufen.

Schicht für Schicht durch die Unterwelt

Die Welt von Donkey Kong Bananza ist in Schichten aufgebaut, die immer tiefer ins Erdinnere führen. Jede Schicht hat ihr eigenes Thema, von üppigen Lagunen über gewaltige Schluchten bis zur eisigen Tundra, und jede wird von Bewohnern bevölkert, die mit der Void Company Ärger haben. Diese Bande will zum Erdkern vordringen, weil dort angeblich jeder Wunsch in Erfüllung geht, und ausgerechnet DKs geliebte Bananen stehen ihr dabei im Weg.

Die Schichten sind groß, aber nie leer. Überall verstecken sich Juwelen, Fossilien, die ihr gegen Outfits eintauscht, und kleine Herausforderungsräume, die an die Schreine aus Zelda erinnern. Ich habe mich oft dabei erwischt, wie ich eigentlich nur kurz zum nächsten Ziel wollte und dann eine halbe Stunde später immer noch in irgendeiner Felswand herumgegraben habe. Die Hauptgeschichte schafft ihr in rund 20 Stunden, wer alles finden will, ist deutlich länger beschäftigt.

Der offizielle Ankündigungstrailer zu Donkey Kong Bananza von Nintendo.

Koop, Kunstmodus und DLC

Donkey Kong Bananza lässt sich auch zu zweit spielen. Ein zweiter Spieler übernimmt Pauline und feuert über die Maussteuerung des Joy-Con 2 Stimmattacken ab, um Gegner zu treffen oder Terrain zu zerstören. Über GameShare klappt das sogar lokal oder online mit nur einem Exemplar des Spiels. Das ist eher eine Unterstützerrolle als ein vollwertiger Koop, für Eltern mit Kindern aber eine richtig schöne Idee.

Dazu gibt es den Kunstmodus, in dem ihr mit DKs Fäusten Skulpturen aus Blöcken formt, und einen Unterstützt-Modus für alle, die es entspannter mögen. Mit dem kostenpflichtigen DLC DK-Insel & Smaragdrausch hat Nintendo im Herbst 2025 noch einmal nachgelegt. Für mich ist das alles ein schönes Extra, der eigentliche Grund für den Kauf bleibt aber das Hauptabenteuer.

Donkey Kong Bananza – Zebra-Bananza rast über einen Pfad
Mit der Zebra-Bananza flitzt ihr über Wasser und zerbrechliche Wege.

Donkey Kong Bananza: Grafik und Technik

Entwickelt wurde Donkey Kong Bananza von Nintendo, genauer vom Team der Nintendo EPD in Tokio, das auch für Super Mario Odyssey verantwortlich war. Das merkt man an jeder Ecke: Die Steuerung ist präzise, die Animationen sind voller Persönlichkeit, und die bunte Optik passt perfekt zur verspielten Stimmung. Erschienen ist das Spiel am 17. Juli 2025 exklusiv für die Nintendo Switch 2.

Technisch gibt es aber Abstriche. Die Zerstörung basiert auf Voxeln, und wenn sehr viel gleichzeitig zu Bruch geht, sinkt die Bildrate deutlich unter die angepeilten 60 Bilder pro Sekunde. Gerade bei großen Bosskämpfen ist mir das mehrfach aufgefallen. Dazu kommt die Kamera, die in engen Tunneln manchmal in der Wand hängt. Spielerisch stört das selten, ein ganz rundes Bild ergibt es trotzdem nicht. Weitere Infos findet ihr auf der offiziellen Nintendo-Seite.

Technische Daten

Angabe
PlattformNintendo Switch 2
Spieler1–2 (Koop lokal und per GameShare)
Speicherplatzca. 10 GB
ModiTV-Modus, Tisch-Modus, Handheld-Modus
AltersfreigabeUSK 6

Wertungen im Überblick

QuelleWertungStand
Metacritic91 von 10019.10.2026

Systemanforderungen (PC)

MinimumEmpfohlen
BetriebssystemNicht für PCNicht für PC
ProzessorNicht für PCNicht für PC
GrafikkarteNicht für PCNicht für PC
ArbeitsspeicherNicht für PCNicht für PC
SpeicherplatzNicht für PCNicht für PC
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