Ich gebe es offen zu: Beim ersten Death Stranding habe ich nach ein paar Stunden geflucht – und dann nicht mehr aufgehört. Mit Death Stranding 2: On the Beach legt Hideo Kojima nach, und diesmal hat mich die Reise vom ersten Paket an gepackt. Es ist größer, mutiger, schräger und gleichzeitig viel zugänglicher als der Vorgänger.

Bewertung und Fazit

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Ich hatte beim ersten Death Stranding so meine Zweifel, aber On the Beach hat mich vom ersten Paket an gepackt. Mit Sam, Lou, Tomorrow und dieser sprechenden Puppe Dollman durch Mexiko und Australien zu ziehen, war für mich emotional, herrlich verrückt und oft einfach wunderschön. Wenn nach einem harten Aufstieg die Musik einsetzt und ich ins Tal schaue, weiß ich wieder, warum ich dieses Spiel liebe.

Spielerisch ist alles tiefer und gleichzeitig zugänglicher geworden: mehr Freiheit, vielseitigere Kämpfe, Stealth und neue Fahrzeuge. Ein Action-Feuerwerk wird aber auch Teil zwei nicht, wer mit dem Liefern schon im Vorgänger nichts anfangen konnte, wird hier nicht bekehrt. Am PC solltet ihr außerdem rund 150 GB auf einer SSD freimachen. Für alle anderen ist das eines der eindrucksvollsten Spiele der letzten Jahre.

Was uns gefallen hat

✅ Emotionale, herrlich schräge Geschichte mit starkem Cast

✅ Mehr Freiheit: vielseitigere Kämpfe, Stealth, neue Fahrzeuge und Monorail

✅ Fast fotorealistische Technik mit großartigem Soundtrack

Was uns gestört hat

❌ Liefer-Gameplay bleibt Geschmackssache, kein Action-Feuerwerk

❌ Rund 150 GB Speicherbedarf, SSD ist Pflicht

❌ PC-Version erst rund neun Monate nach dem PS5-Release

Wertung: 90 %

Worum geht es in Death Stranding 2?

Elf Monate nach den Ereignissen des ersten Teils lebt Sam Porter Bridges zurückgezogen mit der kleinen Lou. Doch die Ruhe hält nicht lange: Fragile bittet ihn, Mexiko und später Australien an das chirale Netzwerk anzuschließen. Was als Auftrag beginnt, wird schnell zu einer sehr persönlichen Geschichte über Verbindungen, Verlust und die Frage, ob wir überhaupt verbunden sein sollten. Kojima stellt genau das schon im Untertitel in den Raum: „Hätten wir uns verbinden sollen?“

Unterwegs ist Sam diesmal nicht allein. An Bord der DHV Magellan, einer Art fliegendem Schiff, das über den Teer gleitet, sammelt sich eine bunte Crew. Dazu gehören Tomorrow, eine junge Frau mit rätselhaften Fähigkeiten, und Dollman, eine sprechende Puppe, die Sam wortwörtlich am Gürtel trägt. Ich hätte nie gedacht, dass mir eine Puppe so ans Herz wächst.

Death Stranding 2: Eine Figur steht vor einer brennenden Landschaft
Feuer, Teer und Zeitregen: Australien hat viele Gesichter.

Die Besetzung: Hollywood trifft Kojima

Wie schon beim Vorgänger ist der Cast eine Wucht. Norman Reedus kehrt als Sam zurück, Léa Seydoux spielt wieder Fragile und Troy Baker darf als Higgs erneut für Chaos sorgen. Neu dabei sind Elle Fanning als Tomorrow, Luca Marinelli als der mysteriöse Neil und Regisseur George Miller, der Kopf hinter Mad Max, als Tarman. Fun Fact am Rande: Norman Reedus sollte schon einmal in einem Kojima-Horrorspiel die Hauptrolle übernehmen, im abgesagten Silent Hills. Wer auf die aktuelle Horrorreihe von Konami Lust hat, findet bei uns übrigens unseren Test zu Silent Hill: Townfall.

Death Stranding 2: Eine Frau richtet eine Waffe auf, ein rotes Fadenkreuz ist zu sehen
Kämpfe sind diesmal deutlich häufiger und flexibler als im ersten Teil.
Death Stranding 2: On the Beach – Final Trailer

Gameplay: Liefern, bauen, kämpfen

Im Kern bleibt Death Stranding 2 ein Spiel übers Unterwegssein. Wir planen Routen, packen die Fracht klug, achten auf Gewicht und Gelände und bauen Brücken, Straßen und Seilbahnen. Das Beste daran bleibt das asynchrone Online-System: Strukturen anderer Spieler tauchen in unserer Welt auf, und plötzlich steht genau dort eine Leiter, wo wir sie brauchen. Dieses Gefühl, nicht allein zu sein, ist immer noch einzigartig.

Neu ist vor allem, wie viel mehr Freiheit wir haben. Die Welt reagiert mit Erdbeben, Waldbränden und Sandstürmen, Kämpfe gegen Banditen und Gestrandete sind vielseitiger, und wer will, löst Lager auch leise per Stealth. Dazu kommen neue Fahrzeuge, ein Monorail-System und deutlich mehr Waffen. Der Einstieg ist dadurch wesentlich runder als beim ersten Teil.

Technik und Sound

Technisch ist das Spiel eine Machtdemonstration der Decima Engine. Die Landschaften sehen fast fotorealistisch aus, Gesichter und Animationen gehören zum Besten, was es derzeit gibt. Auf der PlayStation 5 erschien Death Stranding 2 am 26. Juni 2025, die PC-Version folgte am 19. März 2026, umgesetzt vom Porting-Spezialisten Nixxes Software. Für den PC empfiehlt Sony mindestens eine GeForce GTX 1660 und 16 GB RAM, für hohe Details eine RTX 3070. Eine SSD ist Pflicht, das Spiel belegt rund 150 GB.

Musikalisch setzt Ludvig Forssell erneut die Akzente, dazu kommen lizenzierte Songs, die genau dann einsetzen, wenn wir nach einem harten Aufstieg den Blick ins Tal genießen. Mehr Infos zum Studio gibt es auf der offiziellen Website von Kojima Productions.

Wertungen im Überblick

QuelleWertungStand
Steam-NutzerreviewsÄußerst positiv (95 % positiv)19.10.2026
PlayInsider91 %19.10.2026

Systemanforderungen (PC)

MinimumEmpfohlen
BetriebssystemWindows 10/11 Version 1909 or newerWindows 10/11 Version 1909 or newer
ProzessorIntel Core i3-10100, AMD Ryzen 3 3100Intel Core i7-11700, AMD Ryzen 7 5700X
GrafikkarteNVIDIA GeForce GTX 1660, AMD Radeon RX 5500 XT 8GBNVIDIA GeForce RTX 3070, AMD Radeon RX 6800
Arbeitsspeicher16 GB RAM16 GB RAM
Speicherplatz150 GB (SSD erforderlich)150 GB (SSD erforderlich)
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