Team Asobi schickt den kleinen Roboter auf seine bisher größte Reise
Astro Bot ist der große Auftritt des kleinen PlayStation-Maskottchens. Nach Astro’s Playroom liefert Team Asobi einen vollwertigen 3D-Plattformer für die PS5, der von Sony Interactive Entertainment veröffentlicht wurde. In meinem Test zu Astro Bot schaue ich mir an, ob das Spiel den Hype um die Game-of-the-Year-Auszeichnung verdient.
Inhaltsverzeichnis







Bewertung und Fazit
Astro Bot ist ein Fest für alle, die Plattformer lieben. Fast jedes Level bringt eine neue Idee, eine neue Fähigkeit oder eine charmante Anspielung auf die PlayStation-Geschichte, und nichts davon wird zu lange ausgewalzt.
Wer eine echte Geschichte oder einen harten Brocken sucht, wird nur in den optionalen Leveln fündig. Trotzdem ist Astro Bot für mich ein Pflichtkauf für jede PS5 und ein würdiger Nachfolger der großen 3D-Mario-Spiele.
Was uns gefallen hat
✅ Enorm ideenreiches Leveldesign
✅ Grandioses DualSense-Feedback
✅ Liebevolle PlayStation-Cameos
Was uns gestört hat
❌ Story nur ein Aufhänger
❌ Meist niedriger Schwierigkeitsgrad
❌ Nur auf der PS5 erhältlich
Wertung: 92 %
Astro Bot im Test: Das Gameplay
In Astro Bot steuerst du den kleinen Roboter durch fünf Galaxien mit über 80 Leveln. Neben Springen, Schweben und Schlagen bekommst du ständig neue Power-ups: Ein Hundeantrieb lässt dich durch Wände rasen, ein Schwammanzug saugt Wasser auf, mit einer Stoppuhr verlangsamst du die Zeit und als Ballon schwebst du über Abgründe. Kaum hast du dich an eine Fähigkeit gewöhnt, wartet im nächsten Level schon die nächste.
Das Tempo ist hoch, und keine Idee wird länger genutzt, als sie Spaß macht. Genau das unterscheidet das Spiel von vielen anderen Plattformern, die eine gute Mechanik über Stunden strecken. Die Steuerung reagiert dabei so präzise, dass Fehler fast immer auf deine Kappe gehen. Wer stirbt, landet direkt wieder am letzten Kontrollpunkt, Frust kommt so kaum auf.

Bosskämpfe und Leveldesign
Jede Galaxie endet mit einem großen Bosskampf. Du trittst gegen einen riesigen Oktopus, eine wütende Kröte oder einen Gorilla aus Stein an, und jeder Kampf baut auf den Fähigkeiten auf, die du vorher gelernt hast. Die Inszenierung ist dabei überraschend wuchtig, ohne die kindgerechte Optik zu verlieren.
Dazwischen liegen Level, die mit Größe und Perspektive spielen. Mal wirst du riesig und zerlegst eine ganze Stadt, mal läufst du durch einen Garten, in dem jede Blume größer ist als du. Viele Abschnitte sind interaktiv: Fast alles lässt sich anstoßen, zerschlagen oder umwerfen, und überall liegen Münzen und Geheimnisse versteckt. Gerade diese Liebe zum Detail macht das Erkunden so belohnend.
Sammeln, Cameos und Wiederspielwert
Über 300 Bots warten darauf, gerettet zu werden. Viele davon sind als Figuren aus bekannten PlayStation-Spielen verkleidet, etwa als Kratos aus God of War, Nathan Drake aus Uncharted oder Spike aus Ape Escape. Einige Level sind sogar komplett einem Klassiker gewidmet und greifen dessen Spielmechaniken auf. Für langjährige PlayStation-Fans ist das eine wahre Schatzkiste.
Im Hub, dem abgestürzten Mutterschiff, siehst du deine Sammlung wachsen und schaltest neue Bereiche frei. Dazu kommen versteckte Level und schwere Herausforderungs-Parcours, die deutlich mehr verlangen als die Hauptlevel. Nach etwa zwölf Stunden ist die Kampagne vorbei, wer alles finden will, ist 15 Stunden oder länger beschäftigt. Kostenlose Updates haben später weitere Speedrun-Level nachgereicht.

Technik, Sound und DualSense
Auf der PS5 läuft das Spiel flüssig mit 60 Bildern pro Sekunde, Ladezeiten gibt es praktisch keine. Die Grafik ist knallbunt und extrem sauber, mit beeindruckender Physik, wenn tausende Kugeln oder Blätter durch das Bild fliegen. Besonders stark ist der Einsatz des DualSense: Du spürst Regentropfen, Eisflächen und Sand im Controller, und die adaptiven Trigger geben bei Power-ups spürbar Widerstand.
Der Soundtrack wechselt zwischen verspielten Melodien und epischen Bossthemen, einige Stücke sind echte Ohrwürmer. Viele Effekte kommen direkt aus dem Lautsprecher im Controller, was die Welt noch greifbarer macht. Gesprochene Dialoge gibt es nicht, die Bots verständigen sich mit Piepsen und Gesten, Texte und Menüs sind komplett auf Deutsch.
Preis und Verfügbarkeit
Astro Bot ist am 6. September 2024 exklusiv für die PS5 erschienen und kostet im PlayStation Store regulär 69,99 Euro. Günstiger bekommst du den Plattformer als Key bei Instant Gaming. Weitere Tests und Spiele findest du in unserer Spiele-Übersicht.
Alle offiziellen Infos findest du auf der offiziellen Website.













