Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass ich das noch erlebe: Blizzard schickt uns zurück in das Azeroth, in dem für so viele von uns alles angefangen hat, und will es diesmal nicht einfrieren, sondern weiterwachsen lassen. World of Warcraft: Forever, kurz WoW Forever, soll genau das Gefühl zurückbringen, das viele aus den frühen Tagen kennen, mit der Welt als Hauptfigur und einer Community, die sich gegenseitig braucht. Wir haben alles zusammengetragen, was Blizzard bisher offiziell verraten hat.

Ausblick

Ich freue mich ehrlich auf WoW Forever. Die Idee, das alte Azeroth nicht nur zu konservieren, sondern mit neuen Geschichten, Dungeons und Raids weiterzuerzählen, klingt nach genau dem, was sich viele seit Jahren wünschen. Dass ihr mit einem normalen WoW-Abo dabei seid und vorher sogar kostenlos im Stresstest reinschauen könnt, macht den Einstieg angenehm leicht.

Gleichzeitig bleiben Fragen offen: Wie gut trägt das Konzept über Monate, wie fair fühlt sich die Rasse hinter der Bezahlschranke an, und halten die Server zum Start dem Ansturm stand? Eine Wertung geben wir erst ab, wenn wir selbst ausführlich gespielt haben.

Was uns gefallen hat

✅ Das klassische Azeroth wächst mit neuen Inhalten weiter

✅ Im normalen WoW-Abo enthalten

✅ Klarer Fahrplan mit Raids und Hardcore-Modus

Was uns gestört hat

❌ Neue Rasse nur mit kostenpflichtigem Paket

❌ Langzeitmotivation noch nicht absehbar

❌ Serverstabilität zum Start noch offen

Was ist WoW Forever?

WoW Forever ist kein Remaster und kein reiner Classic-Server. Blizzard nennt es ein neues, dauerhaftes Zuhause neben dem modernen World of Warcraft und WoW Classic. Ihr kehrt in ein neu interpretiertes ursprüngliches Azeroth zurück, in dem die Welt selbst die Hauptrolle spielt, die Community im Mittelpunkt steht und die Reise genauso zählt wie das Ziel. Auf der BlizzCon fiel dafür auch der Begriff, auf den viele seit Jahren warten: Classic Plus. Mehr über das Studio lest ihr in unserem Porträt zu Blizzard Entertainment.

Zeitlich setzt die Geschichte nach den Ereignissen von Warcraft III Reforged: Forsaken Kingdom ein, also nach dem Fall von Lordaeron, aber noch vor dem geschmolzenen Kern. Gespielt wird auf den ursprünglichen Kontinenten bis Stufe 60, und dort bleibt ihr auch. Statt immer neuer Level-Erhöhungen soll das Spiel laut offizieller Ankündigung mit neuen Geschichten, Erlebnissen und Updates wachsen.

WoW Forever – Panorama von Azeroth
Azeroth steht im Mittelpunkt: Die Welt selbst soll die Hauptrolle spielen.

Neue Rasse, neue Inhalte und ein Fahrplan

Neu ist die spielbare Rasse der Himmelsgeborenen (Skyborne) mit ihrem eigenen Startgebiet Zephras Isle. Die gibt es allerdings nur mit einem der kostenpflichtigen Upgrade-Pakete, was in der Community für einige Diskussionen gesorgt hat. Laut Blizzards offizieller Roadmap sollen im Winter die ersten Raids folgen, dazu kommt ein Hardcore-Modus, im Frühjahr und Sommer 2027 sind neue Raids, Dungeons, Quests und PvP-Inhalte geplant.

Wie gut das alles am Ende zusammenspielt, können wir noch nicht sagen. Wir haben WoW Forever selbst noch nicht ausführlich gespielt, und eine Bewertung gibt es deshalb hier noch nicht.

Der offizielle Gameplay-Trailer zu World of Warcraft: Forever von der BlizzCon 2026.

WoW Forever: Release, Preis und Stresstest

WoW Forever erscheint am 4. November 2026 um 15 Uhr pazifischer Zeit weltweit, bei uns ist das die Nacht auf den 5. November. Einen eigenen Kaufpreis gibt es nicht: Der Zugang ist laut Blizzard im normalen WoW-Abo oder mit Spielzeit enthalten. Optional gibt es das Skyborne Heroic Pack, das Skyborne Epic Pack und die zeitlich begrenzte Warcraft Forever Collection, die unter anderem die neue Rasse und eine frühe Namensreservierung vom 27. Oktober bis 3. November freischalten.

Wer vorher reinschnuppern will: Am 21. Oktober 2026 ab 19 Uhr MESZ läuft ein offener Stresstest, für den ihr weder Abo noch Beta-Zugang braucht. Gespielt wird über die Battle.net-App auf PC und Mac.

WoW Forever – Kampf gegen einen riesigen Dämon
Später sollen neue Raids, Dungeons und Geschichten dazukommen.

Welche Edition lohnt sich?

Ich habe mir die drei Upgrade-Pakete genauer angeschaut, weil die Unterschiede auf den ersten Blick ziemlich verwirrend sind. Das Skyborne Heroic Pack enthält laut Blizzard die neue Rasse samt Startgebiet Zephras Isle, die frühe Namensreservierung, das Bodenreittier Cerulean Prideclaw, ein paar kosmetische Gegenstände, Housing-Deko und einen Invite-A-Friend-Code. Beim Reittier gibt es einen kleinen Haken: Die Reitfertigkeit müsst ihr im Spiel trotzdem erst kaufen.

Das Skyborne Epic Pack legt noch einiges obendrauf. Dazu gehören der Beta-Zugang, der schon seit dem 17. September läuft, 30 Tage Spielzeit ab dem 4. November, weitere kosmetische Gegenstände, Haustiere, Wappenröcke und insgesamt drei Invite-A-Friend-Codes. Die zeitlich begrenzte Warcraft Forever Collection enthält alles aus dem Epic Pack und zusätzlich Warcraft III: Reforged, die Kampagne Warcraft III Reforged: Forsaken Kingdom sowie zwei Figuren als Housing-Deko für das moderne World of Warcraft.

Meine ehrliche Einschätzung: Wer einfach nur das alte Azeroth neu erleben will, braucht keines der Pakete, das normale Abo reicht. Interessant wird es vor allem für alle, die unbedingt mit der neuen Rasse starten wollen. Wer ohnehin ein längeres Abo plant, sollte außerdem auf Blizzards aktuelles Angebot schauen: Mit einem 6- oder 12-Monats-Abo gibt es für Forever unter anderem die Transmogs „Tabard of Eternal Exploration“ und „Eternal Explorer’s Backpack“ sowie das Haustier Azurky (offizielle englische Namen). Die Boni sollen bis zum 31. Oktober 2026 ankommen.

Grafik und Technik

Optisch geht WoW Forever einen Mittelweg: Die Grafik wurde modernisiert, soll aber den Stil der ursprünglichen Ära behalten. Spielbar ist WoW Forever auf Windows-PC und Mac über die Battle.net-App, eine Konsolen- oder Mobilversion hat Blizzard nicht angekündigt. Wichtig für ältere Rechner: Laut Battle.net-Shop ist eine SSD mit 128 GB freiem Platz Pflicht.

Wertungen im Überblick

QuelleWertungStand
WertungenNoch keine, das Spiel ist noch nicht erschienen19.10.2026

Systemanforderungen (PC)

MinimumEmpfohlen
BetriebssystemWindows 10 64-Bit (Mai 2019 Update oder neuer)Windows 11
Prozessor4 Kerne, 3,0 GHz (Intel Core Haswell / AMD Ryzen Zen)8 Performance-Kerne, 5,2 GHz Boost (Intel Core Ultra Serie 2 / AMD Ryzen Zen 5)
GrafikkarteDirectX 12, 4 GB (NVIDIA GeForce GTX 10 / AMD RDNA 1 / Intel Iris Xe2)DirectX 12, 8 GB (NVIDIA GeForce RTX 40 / AMD RDNA 3 / Intel Arc B-Serie)
Arbeitsspeicher8 GB RAM16 GB RAM
Speicherplatz128 GB128 GB

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