Auf dieses Setting haben Fans seit Jahren gewartet: Assassin’s Creed im feudalen Japan. Mit Assassin’s Creed Shadows hat sich der Wunsch endlich erfüllt – und ich verrate euch gleich, warum mich vor allem die Kirschblüten, die Jahreszeiten und das Schleichen über Burgdächer so begeistert haben.

Zwei Helden, ein zerrissenes Land

Wir schreiben das späte 16. Jahrhundert, Japan steckt mitten in der Sengoku-Zeit. Ihr spielt gleich zwei Hauptfiguren: Naoe, eine junge Shinobi aus der Provinz Iga, und Yasuke, den afrikanischen Samurai, den es wirklich gegeben hat und der in den Diensten von Oda Nobunaga stand. Beide verfolgen eigene Ziele, bis sich ihre Wege kreuzen. Die Geschichte ist persönlicher als in den letzten Teilen und gerade Naoes Rachefeldzug hat mich gepackt.

Assassin's Creed Shadows: Ausblick über eine japanische Landschaft bei Sonnenuntergang
Das feudale Japan zeigt sich in Assassin’s Creed Shadows von seiner schönsten Seite.

Gameplay: Schatten oder Schwert?

Das Spannende ist, wie unterschiedlich sich die beiden spielen. Mit Naoe kehrt das klassische Assassin’s-Creed-Gefühl zurück: Ihr klettert mit dem Enterhaken auf Dächer, löscht Lichter, versteckt euch im Schatten und schaltet Ziele lautlos aus. Yasuke dagegen ist ein Panzer in Rüstung, der Tore einreißt und sich mit Katana, Kanabo oder Teppo durch ganze Gegnergruppen kämpft. Je nach Mission wechselt ihr frei zwischen den beiden.

Die offene Welt ist riesig und vor allem wunderschön. Dynamische Jahreszeiten verändern die Landschaft komplett: Im Winter frieren Teiche zu, im Sommer bietet hohes Gras Deckung. Dazu kommt ein eigenes Versteck, das ihr nach und nach ausbaut. Wer die Reihe schon länger spielt, sollte auch einen Blick auf unseren Artikel zu Assassin’s Creed Black Flag Resynced werfen.

Assassin's Creed Shadows: Schwertkampf im Schnee vor einer Burg
Yasuke setzt auf rohe Kraft, auch im verschneiten Winter.

Wertung: Unsere Gesamtwertung von 85

Bei Metacritic landet Assassin’s Creed Shadows je nach Plattform bei rund 81, auf Steam sind die Reviews „Überwiegend positiv“. Gelobt werden vor allem die atemberaubende Grafik, Naoes Stealth-Gameplay und das Setting. Kritik gibt es für die typische Ubisoft-Fleißarbeit in der offenen Welt und manche Längen in der Story. Für uns ist es einer der stärksten Teile der jüngeren Reihe: 85 von 100.

Release, Plattformen und Preis

Assassin’s Creed Shadows ist nach mehreren Verschiebungen am 20. März 2025 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erschienen, später folgten Mac und Nintendo Switch 2. Entwickelt wurde das Spiel federführend von Ubisoft Quebec, veröffentlicht von Ubisoft. Die Standard Edition kostet regulär 69,99 Euro, bei Instant Gaming gibt es den PC-Key für Ubisoft Connect deutlich günstiger. Mit „Claws of Awaji“ ist außerdem eine Erweiterung erschienen.

Assassin's Creed Shadows: Shinobi in traditioneller Architektur
Shinobi Naoe agiert lieber leise aus dem Verborgenen.

Technik und Systemanforderungen

Das Spiel läuft auf der neuesten Version von Ubisofts Anvil-Engine und unterstützt Raytracing für globale Beleuchtung und Reflexionen. Für den PC braucht ihr mindestens Windows 10/11, einen Intel Core i7-8700K oder AMD Ryzen 5 3600, 16 GB RAM und eine GeForce GTX 1650 (4 GB), Radeon RX 5500 XT (8 GB) oder Intel Arc A380. Empfohlen sind ein Intel Core i5-11600K oder AMD Ryzen 5 5600X, 16 GB RAM und eine GeForce RTX 3060 Ti, Radeon RX 6700 XT oder Intel Arc B580. Das Spiel muss auf einer SSD installiert werden und belegt rund 115 GB.

Weitere Infos: ubisoft.com

Der Trailer

Fazit

Auf dieses Setting habe ich bei Assassin’s Creed gefühlt schon ewig gewartet, und Shadows hat mich nicht enttäuscht. Wenn ich mit Naoe nachts über die Dächer einer Burg schleiche, während draußen der Wind durch die Kirschbäume fegt, dann fühlt sich das an wie ein Japan-Abenteuer, das ich so noch nicht gespielt habe. Und die Wechsel der Jahreszeiten sind einfach wunderschön.

Ein paar alte Ubisoft-Gewohnheiten hat das Spiel aber leider behalten. Die offene Welt ist mit Fleißaufgaben vollgepackt, und die Story zieht sich zwischendurch spürbar. Trotzdem: Wer die Reihe mag oder einfach ein bildschönes Feudal-Japan erleben will, kommt an Shadows für mich nicht vorbei.

Plus

  • Atemberaubend schönes Feudal-Japan mit Jahreszeiten
  • Naoe macht Schleichen wieder richtig spannend
  • Zwei Hauptfiguren mit sehr unterschiedlichem Spielgefühl

Minus

  • Typische Ubisoft-Fleißarbeit in der offenen Welt
  • Story mit spürbaren Längen
  • Hohe Hardware-Anforderungen am PC

Wertung: 78 %

Systemanforderungen (PC)

MinimumEmpfohlen
BetriebssystemWindows 10/11Windows 10/11
ProzessorINTEL® Core TM i7 8700K AMD RYZEN 5 3600Intel® Core™ i5 11600k/AMD Ryzen™ 5 5600x
GrafikkarteNVIDIA® GEFORCE GTX 1650 4GB / AMD RX-5500 XT 8GB / INTEL® ARC TM A380 6GB (REBAR ON)"Nvidia® GeForce RTX™ 3060Ti 8GB/AMD Radeon™ RX 6700 XT 12GB/Intel® Arc™ B580 12GB (REBAR ON)
Arbeitsspeicher16 GB RAM16 GB RAM
Speicherplatz115 GB115 GB
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