Airport Contraband ist seit dem 28. Oktober 2026 auf Steam erhältlich. Wir haben uns als Zollbeamter am Flughafen Caldora versucht und verraten euch, ob sich die Mischung aus Simulation, Kartell und Roguelike lohnt.
Airport Contraband stand bei mir schon lange auf der Wunschliste, jetzt ist die Zoll-Simulation von DRAGO entertainment endlich draußen. Ihr prüft Pässe, durchleuchtet Koffer, wiegt Fracht und entscheidet, ob ihr ehrlich bleibt oder mit dem örtlichen Kartell gemeinsame Sache macht. Das klingt nach Papers, Please mit Schaufel und Röntgengerät, und genau so fühlt es sich über weite Strecken auch an.
In diesem Test




Bewertung und Fazit
Airport Contraband ist eine gute Simulation mit einer frischen Idee. Der Wechsel zwischen ehrlichem Dienst und Kartell-Aufträgen sorgt für Spannung, und die vielen Stationen am Flughafen machen den Alltag hektisch und abwechslungsreich. Wer Gas Station Simulator oder Contraband Police mochte, fühlt sich schnell zu Hause.
Ganz rund ist das Paket aber noch nicht. Animationen wirken steif, der Flughafen ist ohne Personal manchmal seltsam leer, und der Taser sowie einzelne Hotfixes sorgten zum Start für Frust. Der Roguelike-Reset mit den Traummünzen ist zudem nicht jedermanns Sache. Für knapp 20 Euro bekommt ihr trotzdem ein unterhaltsames Spiel, das mit Updates noch besser werden kann.
Was uns gefallen hat
✅ Spannende Wahl zwischen Gesetz und Kartell
✅ Viele Kontrollstationen mit Scanner, Waage und Durchsuchung
✅ Hübsche, sonnige Kulisse am Flughafen Caldora
✅ Entwickler reagiert schnell mit Fixes
Was uns gestört hat
❌ Steife Animationen und wenig Personal am Flughafen
❌ Taser trifft manchmal nicht, Hotfix-Probleme zum Start
❌ Fortschritt nur über Neustart mit Traummünzen
❌ Tagesaufgaben wiederholen sich mit der Zeit
Wertung: 70 %
So bewerten wir
- 90–100Legendär
- 80–89Sehr gut
- 7070–79Gut
- 60–69Okay
- 50–59Mäßig
- < 50Schwach
Bei PlayInsider bewerten wir jedes Spiel einzeln und immer an den Erwartungen seines Genres. Eine Story in einem Action-Spiel oder Adventure messen wir an ihrer erzählerischen Klasse. In einer Simulation oder einem Manager zählt dagegen, was das Genre üblicherweise bietet. So bleiben unsere Wertungen fair und innerhalb eines Genres vergleichbar.
Spielprinzip: Zollbeamter mit Gewissensfrage
In Airport Contraband übernehmt ihr den Dienst als Zollbeamter am Flughafen Caldora, irgendwo in einer tropischen Region mit Palmen, Dschungel und sogar Wasserschweinen. Ihr prüft Dokumente, befragt Passagiere, durchleuchtet Gepäck und durchsucht Fracht nach verbotenen Waren. Jede richtige Entscheidung bringt Geld und Ansehen bei eurem Vorgesetzten.
Doch nicht jeder hält sich an die Regeln, und ihr müsst es auch nicht. Ihr könnt Schmuggler durchwinken, Unschuldige festnehmen oder Aufträge für das Kartell erledigen. Das schnelle Geld lockt, aber wer zu oft auffällt, verliert seinen Job. Genau diese Gewissensfrage macht für mich den Reiz aus und sorgt dafür, dass sich Airport Contraband nicht wie eine reine Abarbeitungs-Simulation anfühlt.

Roguelike trifft Simulation
Das Besondere ist der Roguelike-Aufbau. Werdet ihr gefeuert oder scheitert ihr an einer Tagesaufgabe, beginnt ihr mit einem neuen Beamten von vorn. Mit sogenannten Traummünzen schaltet ihr dauerhafte Verbesserungen frei, die an euren Nachfolger weitergegeben werden. Je länger ein Durchgang läuft, desto mehr Stationen und Aufgaben kommen hinzu, und desto knapper wird die Zeit.
Das motiviert, hat aber auch Schattenseiten. Traummünzen gibt es nur beim Neustart, und dann müsst ihr vieles erneut freischalten. Einige Spieler auf Steam wünschen sich deshalb einen entspannteren Modus ohne Zeitdruck oder die Möglichkeit, immer ehrlich zu spielen, ohne dass der Fortschritt leidet. Im normalen Schwierigkeitsgrad kommt ihr aber auch ohne absichtliches Scheitern gut voran.

Kontrollen und Ausrüstung
Nicht nur Passagiere stehen unter Beobachtung. Auch Piloten zeigen ihre Papiere, Fracht wird gewogen und mit den Dokumenten verglichen, und an der Sicherheitskontrolle bilden sich schnell lange Schlangen. Praktisch: Wählt ihr einen verdächtigen Gegenstand aus, zeigt euch das Handbuch direkt den passenden Eintrag an, ohne dass ihr lange blättern müsst.
Läuft jemand davon, kommt der Taser zum Einsatz. Der fühlt sich allerdings unzuverlässig an und verfehlt sein Ziel gefühlt zu oft, was ohne das Upgrade mit zwei Ladungen schnell bestraft wird. Wer Contraband Police kennt, vermisst außerdem etwas Abwechslung bei den Tagesaufgaben, die sich nach einigen Stunden wiederholen.

Technik, Grafik und Sound
Optisch macht der sonnige Flughafen mit seinen Palmen einiges her, viele Spieler loben die schöne Kulisse. Bei näherem Hinsehen wirken die Animationen beim Durchsuchen von Koffern aber steif, und Mitreisende im Bus bewegen sich teilweise seltsam mit dem Fahrzeug mit. Zudem fehlt Flughafenpersonal, sodass das Terminal manchmal leer wirkt.
Technisch hatte der Start ein paar Stolpersteine: Ein früher Hotfix machte das Spiel bei einigen Spielern kurzzeitig kaputt. DRAGO entertainment hat gemeldete Fehler aber schnell behoben. Die Systemanforderungen sind moderat, die Details findet ihr in der Tabelle unter diesem Text. Sprachausgabe gibt es nur auf Englisch, Texte unter anderem auf Deutsch.

Release, Preis und Entwickler
Airport Contraband ist am 28. Oktober 2026 für den PC auf Steam erschienen und kostet regulär 19,49 Euro. Entwickelt wurde das Spiel von DRAGO entertainment aus Krakau, die zuvor bereits Gas Station Simulator veröffentlicht haben. Für Japan, China, Hongkong, Macau und Taiwan hat sich der japanische Konzern Shochiku die Publishing-Rechte gesichert.
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Trailer
Systemanforderungen (PC)
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 64-bit | Windows 11 64-bit |
| Prozessor | Intel Core i3 3.0 GHz or Ryzen 3xxx | Intel Core i5 (recent generation) |
| Grafikkarte | Nvidia GeForce GTX 960 4GB VRAM | Nvidia GeForce GTX 1070 or better 6GB VRAM |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 16 GB RAM |
| Speicherplatz | 10 GB | 15 GB |


















